Weihnachten steht vor der Tür und auf Ihrem Wunschzettel steht die Anschaffung einer verlässlichen Abhöre ganz oben? Dann sollten Sie weiter lesen, denn dieser Test wird Ihnen bei der schwierigen Auswahl helfen.
Wir haben für Sie das Marktangebot durchsucht und acht interessante Testkandidaten in der Preisklasse von 315 bis 660 Euro pro Stück ausgewählt. Wie Sie es von Professional audio Magazin gewohnt sind, untersuchten wir alle Lautsprecher im Messlabor, vor allem aber haben wir für Sie herausgefunden, was die Monitore unter Praxisgesichtspunkten leisten. Dabei haben wir auch das jeweilige Einsatzgebiet berücksichtigt.
Es handelt sich durchweg um aktive Zwei-Wege-Lautsprecher, alle sind für den Einsatz im Nahfeld gedacht. In den Abmessungen unterscheiden sich die Testkandidaten allerdings deutlich: Klein, unauffällig schwarz und gerade mal so hoch wie ein Schnellhefter, kann es sich der E-MU PM-5 auf kleinen Arbeitstischen gemütlich machen. Der C5 tiny von KS digital wird seinem Namen gerecht: Konzipiert als Kompakt-Monitor für den Nahbereich von 80 Zentimeter bis einen Meter, ist der knuffige Würfel auch mit wenig Platz zufrieden. Allerdings sollte der Untergrund schon stabil und vibrationsfrei sein: Mit seinen knapp neun Kilo ist er kein Fliegengewicht. Das gilt auch für die ausgewachseneren Monitore von Tannoy, Mackie, die aber bei der Aufstellfläche immer noch genügsam sind. Dagegen bieten die Monitore von Event, M-Audio, Tapco und Roland schon richtig viel Box fürs Geld und sollten bestmöglich auf einer speziellen Konsole aufgestellt werden – zumal Tapco und Roland jeweils über 15 Kilo auf die Waage bringen.
Bei der Verarbeitung beweisen die Hersteller einmal mehr, dass sie innerhalb sehr enger Toleranzen fertigen und Wert auf eine sorgfältige Endkontrolle legen. So gibt es auch bei den günstigsten Lautsprechern im Test, dem E-MU PM-5, dem Tapco S 8 und dem Event TR 8, nichts zu beckmessern. Vor allem der Tapco aus dem Hause Loud Technologies bietet viel fürs Auge: Sein mit Kunststoff versiegeltes MDF-Gehäuse ist an den Ecken sauber verrundet, der Kühlkörper mit seinen präzise eingepassten grauen Rippen ist ein echter Hingucker. Dagegen wirkt sein namhafter Onkel, der Mackie HR 624, eher schlicht, wenngleich die massive Gussplatte auf der Front mit ihrer ausgeformten Mulde, in der die Hochtöner-Kalotte gelagert ist, nicht nur makellos verarbeitet ist und chic aussieht: Sie soll für ein optimales Abstrahlverhalten und einen besseren Wirkungsgrad des Hochtöners sorgen, da die Mulde wie ein kleines Horn die akustische Impedanz an die umgebende Luft anpasst. Einem ähnlichen Bauprinzip folgt insoweit auch der M-Audio BX8a, bei dem der Hersteller wie schon beim kleinen BX5a (Test Ausgabe 7/2006) einmal mehr auf einen Tieftöner aus Kevlar vertraut.
Edel gewandet präsentiert sich der Tannoy Reveal 6D aus Schottland: Das blaue Vorder-Front passt stimmig zur grauen Membran des Tieftöners und dem Titankonus des Hochtöners. An den Seiten ist die Front abgeschrägt, was ebenfalls für eine bestmögliche Schallabstrahlung des Hochtöners sorgen soll. Auch KS Digital haben sich beim C 5 nicht lumpen lassen: Sein Metallgehäuse hat eine lackierte Holzfront - ein Erkennungsmerkmal der...