Test Emulations-Plug-in-Bundle Waves Eddie Kramer Collection

Ein Hauch von Beatles, Hendrix und Co. 

Es gibt zwei Wege, um Ihren Mixen den Sound der sechziger und siebziger Jahre zu verpassen: Sie kaufen sich für viel Geld authentische Emulationen legendärer Vintage-Effekte und schrauben stundenlang daran herum oder greifen einfach zur Eddie Kramer Collection von Waves und erhalten dasselbe viel billiger und schneller. 

Von Georg Berger 

Dass sich am Plug-in-Markt mittlerweile Legionen an Emulationen tummeln, die den Sound legendärer Vintage-Hardware reproduzieren, gehört schon seit langem zum Normalfall. Dazu gehört auch, dass sich viele Hersteller einen harten Konkurrenzkampf liefern, indem sie von ein und demselben Gerät eine jeweils eigene Plug-in-Version auf den Markt bringen. Selbst namhafte Hersteller von Highend-Konsolen wie SSL mit ihrem Duende-System (Test in Heft 10/2006) oder zuletzt auch Lawo mit seiner Plug-in Collection (Test in Heft 12/2009) buhlen mittlerweile um die Gunst des Plug-in-Jüngers und wollen ein Stück von diesem Kuchen ergattern. Der israelische Software-Hersteller Waves mischt in diesem Spiel ebenfalls kräftig mit, etwa mit dem SSL 4000 Bundle (Test in Heft 7/2006) oder der Jack Joseph Puig Collection (Test in Heft 12/2008). Vorteil: Der Anwender kann sich seine DAW mit virtuellen Effekten bestücken und in Frankenstein-Manier sein eigenes Vintage-Mischpult zusammenstellen. Doch das ist ja nur die halbe Miete. Denn damit stellt sich noch längst nicht der Sound von Toningenieur-Heroen wie etwa George Martin, Trevor Horn oder Alan Parsons wie von Zauberhand ein. Erst das Know-how der Meister im Umgang mit den Studio-Werkzeugen lässt den einzigartigen Sound entstehen. Und genau an diesem Punkt setzt Waves mit seinen Plug-in-Bundles der Signature-Serie an, die auf einen ganzheitlichen Ansatz setzt, Anfang des Jahres mit der Tony Maserati Collection ihren Anfang nahm und primär den Sound berühmter Toningenieure sozusagen „out of the box“ reproduzieren will. Waves emuliert also nicht mehr nur noch Hardware, sondern jetzt auch Toningenieure, was sich zunächst verrückt anhört.

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