Test Equalizer-Plug-in Fabfilter Software Instruments Pro-Q

Gipfelstürmer 

Es scheint, als käme frischer Wind in die Riege der etablierten Software-Equalizer. Pro-Q heißt der Neue, kommt aus dem Hause Fabfilter und ist nicht nur ein vollwertiger EQ, sondern auch noch mit allen Wassern gewaschen. Dass Gutes jedoch nicht immer teuer sein muss, beweist unser Test. 

Von Carina Schlage 

Mit Filtern kennt man sich aus im Hause Fabfilter. Das konnte das niederländische Softwareunternehmen in der Vergangenheit mit seinen virtuellen Synthesizern „One“ und „Twin 2“ (Test in Ausgabe 06/09) oder dem Filter-Plug-in „Simplon“ (Test in Ausgabe 6/2007) bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der Schritt, einen vollwertigen Software-Equalizer zu entwickeln, lag daher sicherlich nahe. Trotzdem ist es auch ein gewagter Schritt, buhlen doch gerade Entzerrer-Plugins in Scharen um die Gunst der Audio-Anwender. Ganz zu schweigen von den Platzhirschen à la Waves oder Sonnox Oxford, die seit Jahren mehr oder weniger unangefochten auf dem Olymp der High-End-Software-EQ's thronen. Warum also ein weiteres Equalizer-Plug-in, könnte man sich angesichts dieser Tatsachen fragen. Was muss der Pro-Q können, wozu andere Equalizer nicht fähig sind, um nicht im Plug-in-Ozean unterzugehen? Vintage-Emulationen, Eigenentwicklungen, Symbiose aus alt und neu – ist nicht alles schon dagewesen? Gibt es innerhalb der virtuellen Entzerrer überhaupt noch Konzepte, die noch nicht umgesetzt wurden?  Ja, die gibt es, müssen sich wohl die beiden Chef-Tüftler Frederik Slijkerman und Floris Klinkert einig gewesen sein und ihr Konzept ist simpel: Höchst mögliche Klangqualität und ein innovatives Interface, dass alle Vorzüge der Softwaretechnik ausschöpft. Ein Plug-in mit diesen Eigenschaften habe es bisher nämlich nicht gegeben, behaupten die beiden. Ordentlich Dampf im Kessel also, der unsere Erwartungen schon zu Beginn des Tests entsprechend hoch schraubt. Aber lesen Sie selbst.

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