Lange Gesichter bei Ensemble-Leitung und Musikern: Der wichtige Live-Mitschnitt ist an einigen Stellen übersteuert und deshalb unbrauchbar. Dem DR-2d-Besitzer steigt in einer solchen Situation ein triumphierendes Grinsen ins Gesicht. Grund: Die praktische Dual-Recording-Funktion des neuen Tascam-Sprösslings.
Die Hersteller der Handheld- und Mobilrecorder müssen sich auf dem fast schon übersättigten Markt immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um sich gegen die stetig wachsende Konkurrenz durchzusetzen. Yamaha schrumpft daher kurzerhand sein Aufnahmegerät auf Däumlingsgröße und präsentiert Fliegengewichte wie den Pocketrak W24 (Test in Ausgabe 6/2010). Andere Anbieter drücken den Preis mit OEM-Produkten weit unter 100 Euro. Heraus kommt beispielsweise der MDR-4 von Musikhaus Thomanns Hausmarke Swissonic (Test in Ausgabe 3/2010) – aka Fame HR4, Alesis Palmtrack oder DR-2 von Conrad Electronics. Am anderen Ende der Fahnenstange geht es um State-of-the-art – koste es, was es wolle. Das Ergebnis sind kostenintensive und kompromisslose Profi-Produkte wie beispielsweise die Nagra VI (Test in Ausgabe 6/2009) oder der 722 von Sound Devices (Test in Ausgabe 10/2006). Wieder andere versuchen im mittleren Preissegment mit neuen Features wie hochwertigem OLED á la Marantz PMD-620 (Test in Ausgabe 8/2008), Touchscreen wie der Korg Sound on Sound (Test in Ausgabe 4/2010) oder üppiger USB-Interface-Ausstattung wie der Zoom H4n (Test in Ausgabe 5/2009) die Gunst der eifrigen Mobilisten zu erlangen. Zu dieser Art Mid-Price-Kriegern gehört auch der Tascam DR-2d, der als Neuauflage des DR-1 mit edlem Face-Lift und Unique-Features wie dem Dual-Recording (Zweifachaufnahme) ins Rennen geht. Die UVP des Neulings liegt bei 399 Euro, also in direkter Nachbarschaft mit Olympus LS-11 (Test in Ausgabe 2/2009) für 349 Euro, Marantz PMD-620 (399 Euro), Sony PCM-M10 (Test in Ausgabe 1/2010) für 410 Euro oder Zoom H4n (415 Euro). Im Lieferumfang enthalten sind eine Transporttasche (Filz-Säckchen), eine SD-Karte mit zwei Gigabyte Speicherkapazität (SDHC-Karten bis 32 Gigabyte werden akzeptiert), die etwa Kaugummistreifen-große Infrarotfernbedienung, ein USB-Kabel (1,5 Meter), zwei Alkaline-Batterien (AA) und die Bedienungsanleitung. Im Gegensatz zum DR-1, der auf einen Lithium-Akku setzte, verwendet der DR-2d herkömmliche Batterien, was ihn immer und überall einsetzbar macht.
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