Presonus hat sich viel Zeit gelassen, um seinem StudioLive 16-Kanal-Digitalpult die nächst höhere Ausbaustufe mit 24 Kanälen zur Seite zu stellen. Doch das hat seinen Grund, denn die Entwickler haben das Mischpult nicht nur bloß mit acht zusätzlichen Channelstrips, sondern auch mit einer Reihe neuer Features ausgestattet. Welche das sind und was sie taugen, erfahren Sie im Test.
„Wer immer noch glaubt, dass Digital-Mischpulte aufgrund ihrer vielen Features kompliziert zu bedienen sind und klanglich unter Durchschnitt abschneiden, der hat noch nicht das StudioLive 16.4.2 Pult von Presonus ausprobiert (Test in Heft 8/2009).“ Mit dieser Laudatio kürten wir das StudioLive-Pult vergangenes Jahr zu Recht in unserem Editors Choice. Wenig später auf der Musikmesse 2010 präsentierte der amerikanische Pro-Audio-Hersteller das Modell StudioLive 24.4.2 und stellte seinem 16-Kanal-Pult eine in vielerlei Hinsicht erweiterte Modell-Variante mit 24 Channelstrips zur Seite, die dem Anwender viele neue Features offeriert, dabei aber das geniale Bedienkonzept mit seinem analogen Feeling konsequent beibehält. Das Pult bietet durch die Erweiterung um acht Kanalzüge mehr Platz auf der Oberfläche für Bedienelemente, die mit zusätzlichen Parametern und Funktionen belegt sind. Zusätzlich legt der Hersteller dem Pult eine Editor-/Librarian-Software bei, mit dem sich nicht nur die verschiedenen Mischpult-Presets bequem am Rechner verwalten lassen. Darüber hinaus lässt sich das Pult über die „Virtual Studio Live“-Anwendung (VSL) am Rechner editieren und sogar via iPhone, iPad und sonstigen Geräten mit installierter VNC-Software (Virtual Network Computing) fernsteuern. Die VSL-Software ist übrigens auch für das kleinere Pult kostenlos erhältlich. Last but not Least haben die Entwickler dem Pult dank der integrierten DSPs weitere digitale Studio-Effekte spendiert, die aus dem StudioLive 24.4.2 eine Turbo-Ausgabe der 16-Kanal-Variante machen. Das hat allerdings seinen Preis, der mit knapp 3.700 Euro schon üppig ausfällt. Digitalpulte anderer Hersteller mit gleicher oder größerer Anzahl an Channelstrips kosten hingegen deutlich mehr, weshalb die Preisgestaltung in Ordnung geht.
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