… sondern ein Stageboard voll Gitarrenverstärker- und Effekt-Emulationen schickt Line 6 neuerdings ins Rennen. Die vierte Inkarnation des berühmten PODs verspricht neues HD-Modeling sowie umfassende Signalrouting-, Anschluss- und Editiermöglichkeiten.
Seit dem Welterfolg des roten nierenförmigen Ur-PODs zur Jahrtausendwende zeigt das Emulations-Trendbarometer – sei es bei Effekten, Verstärkern, Lautsprechern oder Mikrofonen – steil nach oben. Die Flut an digitalen Klonen jedweder Couleur nimmt seither nicht ab. Viele Hersteller – so auch Line 6 – haben natürlich den Ehrgeiz, immer bessere, sprich realistischere, Nachbildungen anzubieten. Nicht zuletzt natürlich auch, weil die Konkurrenz auf dem vielversprechenden Wachstumsmarkt nicht schläft. Es gibt mittlerweile eine Fülle von Amp-Modeling- und Effekt-Pedalboards von Behringers Preisbrecher X-V-Amp (91 Euro) über das Tonelab ST Vox (237 bis hin zu üppig bestückten „Fußtretern“ wie dem Zoom G p.2tt (439 Euro). Den Konkurrenten hält Line 6 aber jetzt triumphierend die neue POD HD-Serie entgegen, die – laut Hersteller – durch das überarbeitete Modeling-Verfahren, noch realistischere Sound-Klone und einen insgesamt detailreicheren Klang bieten soll. Die neuen PODs gibt es in drei Ausführungen: Angefangen beim abgespeckten 300er-Modell für 329 Euro, über den 400er-Midprice-Kandidaten (429 Euro), bis hin zum üppig ausgestatteten Profi-Gerät und Testkandidaten POD HD500 für 519 Euro. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Anzahl der Anschlüsse und der zur Verfügung stehenden Fußtaster sowie der Eingriffsmöglichkeiten in einzelne Parameter der Sounds und die Anzahl an Factory-Presets. Die insgesamt 16 Verstärker- und Cabinet-Emulationen, die außer Klassikern wie dem Fender Twin Reverb oder dem Mesa Boogie Rectifier auch Boutique-Besteck á la Bogner Uberschall oder Divided by 13 9/15 bieten, sind bei allen Modellen mit an Bord. An Effekten hat lediglich das HD-Einsteigermodell etwas weniger, nämlich 80, die beiden großen Brüder aber jeweils über 100 Effekte zu bieten. Die USB-2.0-Schnittstellen sorgen bei allen HD-PODs für die Möglichkeit, das Pedalboard auch als Audio-Interface zu benutzen und somit Aufnahmen mit bis zu 96 Kilohertz und 24 Bit anzufertigen. Die kostenlose Editor-Software bietet, wie wir noch sehen werden, dabei komfortable Bearbeitungsmöglichkeiten für individuelle Sounds und Set-Listen.
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