Olympus professionelle Handheldrecorder bekommen eine Doppelspitze. LS-11 und LS-5 lösen den Zehner ab und versprechen vor allem verbesserte Klangqualität und eine deutlich längere Betriebsdauer. Da sich die beiden Neuen nur durch ihre Speicherkapazität und den Lieferumfang unterscheiden, hat Professional audio exemplarisch das Basismodell LS-5 genau unter die Lupe genommen.
Der japanische Mega-Konzern Olympus ist im Kern ein Hersteller opto-digitaler Produkte, die vom Freizeitbereich bis in die Sphären von Medizin und Wissenschaft Anwendung finden. Seit 2008 stehen auch digitale PCM-Recorder wie der LS-10 (Test in Ausgabe 2/2009) auf der erweiterten Produktpalette, um die strategische Brücke auch in den Pro-Audio-Bereich zu schlagen. Jetzt präsentiert Olympus mit den Modellen LS-5 und LS-11 gleich zwei Upgrades ihres Ur-PCM-Handhelds LS-10. „Der Unterschied der beiden neuen Modelle“, erklärt uns Katja Drießen, Account Director bei der United Communications GmbH (PR-Agentur für die Olympus-Rekorder), „liegt in der Größe des internen Speichers, der Farbe und dem Lieferumfang. Ansonsten sind die beiden Recorder technisch identisch.“ Will heißen der LS-5 verfügt lediglich über einen Festspeicher von zwei Gigabyte (LS-11: acht Gigabyte), ist im Gegensatz zum Silberpfeil blau-metallic und spartanisch mit weniger obligatorischem Zubehör bedacht (siehe Steckbrief). Das macht ihn im Gegensatz zum LS-11 etwas unflexibler und unkomfortabler aber auch 100 Euro günstiger. Der LS-5 kostet knapp 250 Euro und rangiert damit im unteren Mittelfeld der von Professional audio bisher getesteten Handheld-Recorder. Optional verfügbar (beim LS-11 obligatorisch dabei) sind eine Infrarotfernbedienung, eine Tragetasche sowie ein Audio-Verbindungskabel. Außerdem erhalten Käufer des LS-5 lediglich die rudimentäre Management Audio-Software Sonority während der LS-11 mit einer LE-Version von Steinbergs Cubase 4 geliefert wird. Ergo richtet sich der LS-5 unterm Strich eher an Pod-Caster, Journalisten und Musiker, die zunächst mit zwei Gigabyte Festspeicher und ohne viel Luxus-Zubehör klarkommen. Was in Anbetracht der Tatsache, dass der Mobilist zusätzlich über einen Card-Slot für SDHC-Speicher mit bis zu 32 Gigabyte verfügt, kein großes Problem darstellt. Ansonsten kann der LS-5 alles, was der große Bruder auch kann: Er beherrscht PCM-, mp3- und WMA-Formate, nimmt mit bis zu 96 Kilohertz und 24 Bit Wortbreite auf und bietet dank neuer stromsparender Topologie, laut Hersteller, eine Betriebsdauer (Rec-Modus bei 96/24) von bis zu 13,5 Stunden.
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