Test Stand-alone Recorder Zoom Q3 HD

… und Action! 

Zoom hat die Zeichen der Zeit erkannt und legt seinen Handy-Videorecorder Q3 in einer HD-Variante vor, mit der sich jetzt nicht nur Audio, sondern auch Videos in High-Defi nition-Auflösung produzieren lassen. Neue Features gibt’s obendrein dazu. Was das Ganze taugt, steht im Test. 

Von Georg Berger 

Mit Slogans ist das immer so eine Sache. In teils reißerischem Ton werden neuen Produkten Features und Qualitäten angedichtet, die sich beim näheren Blick letztlich doch nicht bewahrheiten. Der japanische Hersteller Zoom hat sich seinerzeit bei der Promotion des Q3 Audio-/Camcorders jedoch nicht auf dieses Glatteis begeben. „A little bit of video … A whole lot of audio“ ist auf der Verpackung des Q3 zu lesen, was die Vorzüge des Camcorders wie die Faust aufs Auge charakterisiert. Denn anders als die Mitbewerber, die den Aspekt des Tons sträflich missachten und ihre Produkte lediglich mit einem winzigen Kugel- Mikrofon im Inneren der Geräte ausstatten, hat Zoom seinem Erstausflug ins Marktsegment der Mini-Camcorder gleich zwei Mikrofone in XY-Anordnung mit Nierencharakteristik und ungleich besseren Audio-Qualitäten verpasst. Der Q3 profitiert dabei von der Expertise des Unternehmens in der Herstellung von Handheld-Recordern (siehe Test des H4n in Heft 5/2009) und wartet in Sachen Video mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Frames per Second (fps) auf, wobei die Aufnahmen mit einem modernen MPEG-4 Codec komprimiert werden. Insgesamt präsentierte Zoom damit ein rundherum ordentliches Gerät, das für Aufsehen sorgte. Vor kurzem legte der Hersteller jetzt nach und stellt mit dem Modell Q3 HD den Nachfolger vor, der hinsichtlich Video- Qualität ordentlich aufgeholt hat und sich in dieser Disziplin top-modern zeigt. HD-Videos lassen sich jetzt in einer Auflösung bis 1920 x 1080 Pixel im sogenannten Progressive-Modus (siehe Grundlagen-Artikel in dieser Ausgabe) aufnehmen, was das zurzeit größtmöglich Machbare darstellt. Wer denkt, dass dies mit einem hohen Verkaufspreis einhergeht, irrt. Ebenso wie der Q3 bei seiner Markteinführung verlangt der Hersteller auch für den Nachfolger lediglich knapp 300 Euro (Die unverbindliche Preisempfehlung des nach wie vor erhältlichen Q3 ist jetzt auf 236 Euro gesunken.).

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