Test Virtuelle Groove Box Fxpansion Geist

Geister-Stunde

Geister gelten gemeinhin als Furcht einflößend. Nicht jedoch dieser Geist, die jüngste Entwicklung von Fxpansion. Die virtuelle Groove Box tritt an, um mit einer Vielzahl an Features Ihren musikalischen Ideen jenseits einer klassischen DAW Leben einzuhauchen. Spaß macht das Ganze obendrein noch dazu. 

Von Georg Berger

Der Guru ist tot und führt sein Dasein künftig als Geist fort. Zugegeben dieser Satz klingt zunächst sehr kryptisch und wirft mehr Fragen als Antworten auf. Wer war dieser Guru, was tat er zuvor und was tut er jetzt als Geist? Des Rätsels Lösung ist so einfach wie banal: Die britische Software-Schmiede Fxpansion hat seine Groove Box Guru in Rente geschickt und mit Geist vor kurzem eine neue Groove Box inthronisiert. Dabei handelt es sich laut Aussage des Herstellers nicht um einen Nachfolger von Guru, der ab sofort nicht mehr weiter unterstützt wird. Zwar hat Geist eine Vielzahl der Kernfunktionen von Guru übernommen, die Software ist jedoch komplett neu programmiert worden, was letztlich durch die Namensgebung deutlich unterstrichen wird. Guru-Anwender brauchen jedoch nicht zu verzweifeln. Viele Features von Guru sind in Geist dennoch erkennbar. Überdies ist sogar eine Funktion zum Importieren und Konvertieren von Guru-Projekten ab Version 1.5 integriert. Die Unterschiede und zahlreichen Verbesserungen im Vergleich zu Guru an dieser Stelle auflisten zu wollen, würde jedoch zu weit führen. Stattdessen konzentrieren wir uns ausschließlich auf Geist. Geist besitzt sämtliche klassischen Merkmale einer Groove Box und kostet 225 Euro. Dafür erhält der Anwender eine markante Kombination an Features und Funktionen, die mit den MPC-Geräten des Herstellers Akai erstmals definiert wurden und bereits seit langem eine eigenständige Geräte-Gattung bildet (siehe Test Akai MPC 5000 in Heft 8/2009). Fxpansion bringt es selbst auf den Punkt und charakterisiert seine Software mit den Schlagworten „Drum-Machine“, „Sampler“, „Slicer“, „Looper“, „Arranger“ und „Mixer“. All das plus eine gut sortierte Auswahl an Effekten sowie eine rund drei Gigabyte große Library an Samples und Loops schlummert unter der Oberfläche von Geist. Außer sattsam bekannten Klassikern wie der TR-808/-909 finden sich eine Reihe weiterer Drum-Machine-Kits sowie ein Riesen-Arsenal an Drum-, Bass-, Vocal-, Lead- und Gitarren-Loops. Material von Drittanbietern ist in den Formaten Wav, Aiff und Rex 1/2 importierbar.

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