Zoom setzt noch eine drauf. Mit den nunmehr fünf Mikrofonkapseln des H2n sind sowohl M/S-, und X/Y- als auch Vierkanal-Surround-Aufnahmen möglich. Das ist aber bei Weitem noch nicht alles, was der kleine Tausendsassa zu bieten hat.
Bereits mit dem vierkapsligen Handheld-rekorder H2 hat der japanische Hersteller Zoom die Tür in Richtung unterschiedlicher Stereo-Mikrofonierungen und Surround-Aufnahmen einen Spalt geöffnet. Jetzt schiebt er mit dem neuen H2n den Fuß komplett hinein: Eine nach vorne ausgerichtete Kapsel (Nieren-Charakteristik) mit dahinterliegender Doppelmembran (Acht) lässt Aufnahmen im M/S-Verfahren zu. Nach hinten ausgerichtet, bietet das Memran-Konglomerat des mobilen Rekorders zwei weitere Nieren-Kapseln, die in X/Y-Anordnung, wie es sich gehört, übereinander auf einer Achse positioniert sind. Der Achsenwinkel beträgt dabei 90 Grad. Als wäre das aber noch nicht genug für einen Handheldrekorder, der alles in allem nicht größer als ein frühzeitlicher Faustkeil ist, liefert der Hersteller noch einen Surround-Modus obendrauf. Die beiden Stereo-Mikrofonierungen einen sich und werden zu einem akustischen 360-Grad-Abbild auf zwei (stereo) oder vier (M/S und X/Y) Kanälen zusammenfasst. Dass der neue Aufnahmezwerg ganz nebenher noch als USB-Audio-Interface verwendet werden kann, Aufnahmen mit bis zu 96 Kilohertz bei maximal 24 Bit Wortbreite erlaubt, laut Hersteller 20 Stunden mit einem Satz AA-Batterien auskommt und zahlreiche Zusatzfunktionen bietet, fällt dabei fast schon unter den Tisch.
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