Beim Betrachten der Arbeitsweisen bekannter Mastering-Ingenieure ist festzustellen, dass jeder von ihnen ein eigenes Studio-Setup entwickelt hat. Dabei kristallisieren sich vier unterschiedliche Hauptarbeitsweisen, respektive Workflow-Modelle heraus, die nicht zuletzt auch von der gewählten Mastering-Workstation abhängen. Das Für und Wider dieser vier Modelle haben wir einmal genauer unter die Lupe genommen und analysiert.
Nachdem meine Kollegin Darcy Proper zusammen mit Ronald Prent das in Belgien beheimatete Galaxy Studio verlassen hat, um in das frisch renovierte Wisseloord-Studio zu wechseln, wird das Galaxy Mastering-Studio neuerdings von wechselnden Mastering-Ingenieuren aus aller Welt frequentiert. Ich unterhielt mich seinerzeit mit Robin Reumers, dem technischen Manager des Galaxys, über die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Gast-Ingenieure. Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass das Galaxy Mastering-Studio mit Sicherheit eines der komplexesten und flexibelsten Studios der Welt ist. Man sollte also meinen, dass jeder Ingenieur der Welt ins Galaxy hereinspazieren und sofort loslegen könnte. Doch weit gefehlt, denn im Gespräch mit Robin stellte sich rasch heraus, dass ich nicht der einzige Mastering-Ingenieur bin, dessen Arbeitsplatz-Anforderung knapp zwei Arbeitstage zum Umkonfigurieren des Setups erfordert. Denn trotz der großen Flexibilität des Galaxy-Studios unterscheiden sich die Arbeitsweisen aller gastierenden Mastering-Ingenieure auf drastische Art, so dass teils erhebliche Umbauten erforderlich sind, um den vertrauten Arbeitsplatz zu bieten. Die Persönlichkeit des Ingenieurs und sein Arbeitsumfeld sind also synergetisch miteinander verwoben, wobei der Ingenieurs-Persönlichkeit dabei größere Bedeutung zugemessen wird, als der reinen Technik. Dieses Ereignis habe ich daher zum Anlass genommen, das Thema Workflow-Modelle einmal systematisch aufzuarbeiten, wobei sich vier, respektive fünf Varianten herausgebildet haben und die ich im Folgenden näher beschrieben werde. Das Workflow-Modell A ist auch bekannt als „Mastering In The Box“.
Abonnenten können ab hier weiterlesen - alle Artikel sind für sie freigeschaltet.
Für registrierte Extended-User sind MyPaM- HTML-Web-Artikel immer bis zur jeweils vorletzten Ausgabe freigeschaltet.
Noch keine Extended-User? Registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich hier. Und viel Spaß beim Lesen.
Zum Einloggen geben Sie in der MyPaM-Box im Header-Bereich unter "Name" Ihren Benutzernamen ein und unter "Passwort" das Passwort aus der Bestätigungsemail Ihres Abonnements/ Ihrer Extended User Anmeldung ein.