Was versteht man unter Blumlein-Stereofonie?

Der Urvater des Binaural Sounds Alan Dower Blumlein (1903-1942), hat den Weg für stereofone Aufnahmen geebnet. Heute als Stereofonie bezeichnet, beschreibt er als erster die Aufstellung zweier Mikrofone mit bidirektionaler Charakteristik, um die horizontale Ortbarkeit bei der Wiedergabe zu optimieren. Im Idealfall wird die Schallquelle am selben Punkt (koinzident) im Raum eingefangen, um Phasenauslöschungen durch Kammfiltereffekte zu verhindern. Bei dieser Anordnung gehen die Laufzeitunterschiede gegen Null. Dieses Verfahren ermöglicht es, im Nachhinein die Breite des Panoramas ohne Klangverluste zu verändern. In der Praxis werden dafür zwei Mikrofone mit Acht-Charakteristik möglichst nah bei einander auf einer vertikalen Linie übereinander angeordnet. In Bezug auf die Mitte der aufzunehmenden Schallquelle weicht das linke Mikrofon um 45 Grad nach links und das rechte im selben Winkel in die andere Richtung ab. Gerade in der Surroundmikrofonierung genießen Blumleins Überlegungen bis heute einen hohen Stellenwert, da auch Rauminformationen durch die Bidirektionalität der Mikrofonkapseln erfasst und durch die Anordnung an einem Punkt im Raum problemlos weiterverarbeitet werden können.

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