Was ist C++?

Die Abkürzung steht für eine weiterentwickelte Form der Programmiersprache C, die sich bis zur Einführung von C++ als so genannte Programmiersprache der dritten Generation großer Beliebtheit erfreute. Hauptmerkmal von C ist, dass Quellcode mit einem für den Menschen lesbaren und interpretierbaren Befehlssatz erstellt wird. Nach Fertigstellung des Quellcodes muss dieser von einem Übersetzungsprogramm, einem so genannten Compiler, in Maschinen-Code übersetzt werden. Der so übersetzte Maschinen-Code ist schließlich vom Computer interpretierbar und führt zur Ausführung des Programms. C++ wurde ab 1979 von dem dänischen Informatiker Bjarne Stroustrup entwickelt, der seinerzeit bei den AT & T Bell Laboratories beschäftigt war. Der Anlass für diese Weiterentwicklung bestand im Vorhaben, das UNIX-Betriebssystem hinsichtlich seiner Möglichkeiten zum verteilten Rechnen zu testen. Da UNIX quasi ab Werk mit der Sprache C ausgerüstet war, bot sich eine entsprechende Anpassung dieser Programmiersprache an die Aufgabe an. Die Urversion von C++ wurde damals noch unter dem Begriff „C with classes“ subsumiert. Der Begriff C++ taucht erstmals 1982/83 auf. Die Bezeichnung geht zurück auf eine Abkürzungsformel innerhalb der Sprache, dem so genannten Inkrement-Operator. Programmierer sparen sich damit das Ausschreiben einer Werte-Erhöhung in der Form i = i + 1, indem sie einfach die Zeichenfolge i++ benutzen. Seine ISO-Norm erhielt C++ nach etlichen Überarbeitungen und Erweiterungen im Jahre 1998. Das Haupt-Feature mit dem C++ im Allgemeinen immer in Verbindung gebracht wird, ist das Konzept der so genannten Objektorientierten Programmierung, die in C++ erstmals weltweite Verbreitung fand. Durch die Definition von Objekten im Programmiercode wurde es möglich, einerseits den Quellcode übersichtlicher und ihn andererseits modular zu gestalten. Ein Objekt enthält dabei eine Reihe von Anweisungen und/oder Variablen, das sind Platzhalter zur Aufnahme von Zahlenwerten. Ausgestattet mit diesen Eigenschaften und mit einer eindeutigen Bezeichnung versehen, lassen sich Objekte im Quellcode einsetzen und sorgen für mehr Übersichtlichkeit. Der Clou: Objekte können ihre Eigenschaften an andere Objekte weiter vererben und sogar ihre Eigenschaften ändern, was die Einsetzbarkeit von C++ hinsichtlich Flexibilität erhöht. Die Verbreitung und Akzeptanz von C++ ist nicht nur auf die Abwärtskompatibilität zu C zurückzuführen und ihre Kompatibilität zu sämtlichen Betriebssystemen, sondern auch auf die sehr hohe Geschwindigkeit mit der C++-Programme abgearbeitet werden. Auf Basis von C++ sind mittlerweile weitere Ableger wie Java und C# (sprich: C Sharp) entstanden. Java wurde von der Firma Sun Microsystems entwickelt und findet bis heute die häufigste Verwendung im Internet. C# ist eine Eigenentwicklung der Firma Microsoft. Das Prinzip der Objektorientierung ist dabei auch schon von anderen Sprachen aufgegriffen und verwendet worden, wie etwa Objective-C, das sich bis heute im Mac OS X Betriebssystem fröhlicher Urständ erfreut.

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