Angewärmt

 

Der texanische Hersteller Warm Audio legt nach und präsentiert mit dem WA-412 einen vierkanaligen Mikrofon- und DI-Preamp im Stile des legendären API 312 Mic Pre, der Instrumente aller Art verstärken und mit seinem speziellen Sound veredeln möchte.

Von Sylvie Frei

 

„Was für’s Auge ist er ja nun nicht unbedingt“, entfährt es uns, als wir den Warm Audio WA-412 zum ersten Mal aus dem Karton heben. Das dunkle, unauffällige  19-Zoll-Gerät kommt eben eher schlicht und funktional daher und möchte ausschließlich mit seinen klanglichen Qualitäten überzeugen. Diese sollen sehr eng an den Sound des beliebten API 312 Preamps angelehnt sein. Preisgünstige Klone und Geräte mit überzeugendem Vintage-Sound hat der texanische Hersteller in den vergangenen Jahren immer wieder produziert, wie auch die Tester in der Professional audio lobten. Für einen UVP von 1.711 Euro – das entspricht noch überschaubaren rund 428 Euro pro Kanal – kommt nun der WA-412 hinzu, der sowohl Mikrofon- als auch DI-Signale souverän verstärken möchte. Dafür kommen edelste Bauteile und vier wohl ausgestattete Vorverstärker-Sektionen zum Einsatz, die den Funktionsumfang des historischen Vorbilds sogar noch um die eine oder andere Funktion erweitern. Klanglich erwartet uns laut Hersteller „the sound of Rock’n’Roll“ – mit starkem, durchsetzungsfähigem Bass und sanften Höhen. Wir sind gespannt.

 

Äußeres

 

Das tiefe 19 Zoll-Gehäuse, in dem sich das Innenleben des WA-412 verbirgt, besteht aus schwarzem Aluminium und ähnelt stark dem Äußeren des API-Vorbilds. Es ist rundum sauber verarbeitet und macht mit seinem schlichten Design einen funktional-nüchternen Eindruck. Dank der Löcher in der rund drei Millimeter dicken, schwarzen Frontplatte lässt sich das Gerät problemlos ins Studiorack schrauben, wo es eine Höheneinheit einnimmt. Die Frontplatte ist den vier Kanälen entsprechend in die Abschnitte 1 bis 4 gegliedert, die jeweils eine siebengliedrige LED-Pegelsäule, zwei gerastete Potis für die Einstellung der Eingangsverstärkung und der Ausgangslautstärke sowie fünf mit LEDs versehene Druckknöpfe beherbergen, mit denen sich weitere Preamp-Einstellungen vornehmen lassen.

Auf der Rückseite findet sich die Mehrzahl der Anschlüsse, die sauber ins Gehäuse eingepasst und im Falle der XLR-Buchsen separat mit ihm verschraubt sind. So zeigt sich der Preamp in bester Form – auch für die Beanspruchung durch häufiges Aus- und Einstecken sowie den eventuellen Transport, beispielsweise auf die Bühne oder in den Proberaum. Dieser ist bei einem Gewicht von 5,3 kg noch halbwegs bequem möglich.

Jetzt alle Vorteile von Professional-audio.de nutzen und kostenlos registrieren!

  • Sie erhalten vollen Zugriff auf alle Inhalte unserer Website.
  • Sie erhalten unseren regelmässigen PAM-Express-Newsletter mit exklusiven Vorab-Inhalten.
Hier kostenlos registrieren

Anmelden
   
Bitte teilen Sie diesen Beitrag