Glossar

Abschnittsübersicht

1-Bit-Wandlertechnik

Alle 1-Bit-Wandler arbeiten mit der Sigma-Delta-Wandler-Technik und nutzen dabei Oversampling, Noise-Shaping und digitale Filterung. Im Grunde genommen ist die 1-Bit-Wandlertechnik ein sehr einfaches Wandler-Prinzip, das nur ein Bit kennt. Bei der Deltamodulation werden lediglich Pegeländerungen der Signalspannung digital umgewandelt. Steigt die Spannung steht dafür eine digitale „1“, sinkt sie, steht dafür eine digitale „0“. Steigt die Spannung weiter, kommt eine weiter „1“ und so fort. Jedes Bit steht für einen fest definierten Spannungswert. Bleibt die Spannung konstant, findet ein ständiger Wechsel zischen „1“ und „0“ statt. Wie man sieht, funktioniert das Verfahren nur dann, wenn sich Spannungen permanent ändern, so wie das bei Audio-Signalen der Fall ist. Durch sehr hohe Sampling- beziehungsweise Abtastfrequenzen, die hier in den Megahertz-Bereich reichen, lässt sich die Genauigkeit und Auflösung der 1-Bit-Wandlung beträchtlich erhöhen, d1-Bit-Wandlertechnik: Alle 1-Bit-Wandler arbeiten mit der Sigma-Delta-Wandler-Technik und nutzen dabei Oversampling, Noise-Shaping und digitale Filterung. Im Grunde genommen ist die 1-Bit-Wandlertechnik ein sehr einfaches Wandler-Prinzip, das nur ein Bit kennt. Bei der Deltamodulation werden lediglich Pegeländerungen der Signalspannung digital umgewandelt. Steigt die Spannung steht dafür eine digitale „1“, sinkt sie, steht dafür eine digitale „0“. Steigt die Spannung weiter, kommt eine weiter „1“ und so fort. Jedes Bit steht für einen fest definierten Spannungswert. Bleibt die Spannung konstant, findet ein ständiger Wechsel zischen „1“ und „0“ statt. Wie man sieht, funktioniert das Verfahren nur dann, wenn sich Spannungen permanent ändern, so wie das bei Audio-Signalen der Fall ist. Durch sehr hohe Sampling- beziehungsweise Abtastfrequenzen, die hier in den Megahertz-Bereich reichen, lässt sich die Genauigkeit und Auflösung der 1-Bit-Wandlung beträchtlich erhöhen, denn der Informationsgehalt setzt sich aus der Sampletiefe (Bitrate) und der Abtastrate beziehungsweise Abtastfrequenz (Samplingfrequenz) ab. Eine niedrigere Abtastrate in Kombination mit einer hohen Sampletiefe hat den gleichen Informationsgehalt wie eine hohe Abtastrate in Verbindung mit einer niedrigen Sampletiefe, wie beim 1-Bit-Wandler. Der Delta-Sigma-Wandler als A/D-Wandler besteht aus zwei Blöcken, einem analogen Modulator und einem digitalen Filter. Dem  Modulator, der als Komperator (Delta) arbeitet, ist ein Tiefpass als Integrierer (Sigma) vorgeschaltet. Gleichzeitig wird von der Eingangsspannung das durch einen 1-Bit-D/A-Wandler rückgewandelte Audio-Signal mittels Differenz-Verstärker wieder abgezogen, so dass der Komperator jedes Mal wieder zurückgesetzt wird. Dadurch entsteht der 1-Bit-Datenstrom. Das analoge Signal könnte nun unmittelbar durch Integration, also durch einen Tiefpass wieder zurückgewonnen werden - allerdings mit einem sehr schlechten Rauschabstand. Der wäre bei 64-fachem Oversampling nur 24 Dezibel groß. Erst durch Zusatzmaßnahmen lässt sich dieser deutlich steigern. Dazu benutz man das Noise Shaping. Dieses verschiebt das beim Wandlungsprozess entstehende Quantisierungsrauschen zu hohen Frequenzen hin, also außerhalb des Hörbereichs. Dies geschieht durch den analogen Integrierer, der dem Differenzverstärker nachgeschaltet ist. Dieser dämpft die Frequenzanteile, die spektral weit von der Abtastfrequenz und ihren Vielfachen liegt, was zu einem deutlich verminderten Quantisierungsrauschen führt. Dieses steigt allerdings zu hohen Frequenzen exponentiell an.

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ACID-Format

Dabei handelt es sich um das Datei-Format, in dem sogenannte ACID-Loops gespeichert werden. Das sind Musik-Clips, die ursprünglich für die Benutzung mit der Musik-Software Acid des Herstellers Sonic Foundry geschaffen wurden. Acid war eines der ersten Programme, mit dem der Benutzer kurze Klangbausteine, die Clips, zu eigenen Stücken arrangieren konnte. Acid-Loops enthalten Informationen über Tempo und Tonhöhe, so dass sie in Acid bearbeitet und an das jeweilige Arrangement angepasst werden können. Inzwischen gehört Acid Sony. Die aktuelle Ausführung heißt Acid Pro 6, für das Sony selbst und eine Reihe Dritt-Hersteller Sample-CDs mit „acidized“, also mit Acid-kompatible Loops anbieten. Obwohl der Ausdruck „ACID Loops“ streng genommen nur Clips beziehungsweise Loops für die Bearbeitung in Acid bezeichnet, verwenden manche den Begriff synonym für alle Loops im Allgemeinen, die bei der Arbeit mit typischen Anwendungen wie beispielsweise Garageband Verwendung finden.

ADAT

Alesis Digital Audio Tape. Es handelt sich sowohl um eine Schnittstelle als auch um ein digitales Ton-Aufzeichnungsformat, welches 1992 von der Firma Alesis gebaut wurde. ADAT ermöglichte die Aufzeichnung von 8 digitalen Kanälen auf einer Kassette, die mit der normalen VHS-Kassette und dem entsprechenden Laufwerk identisch ist. Heute wird das ADAT-Format noch immer als allgemeiner Übertragungsstandard eingesetzt. Die Übertragung der 8 Kanäle geschieht nur über optische (TOSLink)-Leiter. Das Format ist nicht datenreduziert.

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AES 42

Im Zusammenhang mit der Entwicklung digitaler Mikrofone, die das analoge Audiosignal unmittelbar in digitale Informationen wandeln, ist 2006 eine neue Schnittstelle basierend auf dem digitalen Interface AES3 festgelegt worden. Bereits 1997 wurde auf der AES Convention in München das Konzept digitaler Mikrofone und deren Schnittstellen diskutiert und zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Datenübertragungen aufgezeigt: der asynchrone, also intern synchronisierte Mode-1 und der der synchrone – extern synchronisierte Mode-2. Beide basieren auf der Verwendung zweiadriger, symmetrischer AES/EBU-Kabel, die bei kurzen Verbindungenstrecken auch durch herkömmliche analoge Kabel ersetzt werden können. Die Stromversorgung ist vergleichbar mit der Phantomspannung von Kondensatormikrofonen als Digital Phantom Power (DPP) mit +10 V und maximal 250 Milliampere definiert. Für die Fernsteuerung der digitalen Mikrofone wird aber zusätzlich durch Modulation der Phantomspannung ein Datenstrom in Richtung Mikrofon erzeugt. Dieser +2-Volt-Pulse ermöglicht es Parameteränderungen vorzunehmen. Für diesen Zweck ist eine Kombination aus Hardware-Interface und/oder Control-Software erforderlich. Das Datenformat des vom Mikrofon gesendeten digitalen Audiosignals entspricht grundsätzlich dem Standard AES/EBU. Da die in diesem Standard enthaltenen Userbits zur Übertragung diverser Informationen vorgesehen sind, kann ihre Bedeutung für digitale Mikrofone neu definiert werden: so geschehen im AES 42 Standard. Das Interface zwischen Mikrofon und Aufnahmegerät bereitet die Daten auf und trennt dabei die Userbits vom eigentlichen Audiosignal. Das Ergebnis: ein herkömmliches AES/EBU-Signal steht für die weitere Verarbeitung und die zusätzlichen Controler-Daten, die auf einen Bus an das Kontrollgerät geschickt werden, zur Steuerung der Mikrofone bereit. Die Kontrollbefehle werden in drei unterschiedlichen Übertragungsformaten codiert: simple instruction, extended instruction, manufacturer-spezifc instruction. Dabei ist die jeweilige Struktur des  Zwei-Byte-Formats (Adress- und Daten-Byte) verschieden und ermöglicht dadurch eine unterschiedliche Anzahl von Befehlen. Um lediglich die wichtigsten Befehle ausführen zu können gibt es die so genannte simple instruction. Dafür sind die ersten drei Bits (0, 1, 2) des Adress-Bytes vorgesehen, über die sich insgesamt drei so genannte Direct Commands ausführen lassen. Dieses Format dient lediglich zur Übertragung und Steuerung der wichtigsten Parameter. Die Struktur der extended instruction ist grundsätzlich die gleiche, wie bei der simple instruction: ein Adress- und ein Datenbyte. Allerdings sind hier zusätzlich die hinteren fünf Bits (3, 4, 5, 6, 7) für die auszuführenden Direct-Commands vorgesehen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit 31 weiter Befehle – also insgesamt 34 – auszuführen. Die Möglichkeiten der Parameteränderungen sind hier deutlich erweitert. Je nach Hersteller kann diese Struktur (manufacturer-spezific instruction) abgeändert werden.

AES/EBU

Audio-Engineering-Society/European-Broadcast-Union. Hier handelt es sich um die Digitalton-Schnittstelle von 1989, nach IEC 958, (AES 3) die allgemeingültig ist. Wesentliche Merkmale sind: Übertragung von Stereo-Programmen mit bis zu 24 Bit Auflösung. Im Studiogebrauch hat sie Taktfrequenzen zwischen 32 und 192 kHz. Die Normung beinhaltet die Übertragung über normale, symmetrische Leitungen mit XLR-Anschlüssen. Die Schnittstelle ist selbsttaktend, d.h. sie überträgt ihre eigenen Synchrondaten. Mittlerweile besteht diese Schnittstelle aus mehreren Normen, die u. a. auch den Anschluß von digitalen Mikrofonen erlaubt. Hier ist es dann Die AES 42. Zusätzlich zum Takt wird auch noch die Speisespannung für das digitale Mikrofon übertragen.

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AIFF

(engl.: Audio Interchange File Format) Das von der Firma Apple entwickelte Dateiformat dient zum speichern von Audiodaten. Durch das Verfahren der Linear-Puls-Code-Modulation (LPCM) werden die analogen Signale binär und im Gegensatz zu komprimierten Formaten wie MP3 oder Vorbis verlustfrei gewandelt und gespeichert. AIFF basiert auf der Struktur des von Electronic Arts entwickelten universellen Interchange File Format (IFF) und ist das Standard Audioformat auf Macintosh-Computern, vergleichbar mit Wave-Files auf dem PC.

Aliasing

Begriff, der erst durch die Digitaltechnik an Bedeutung gewonnen hat. Aliasing oder so genannte „Aliasing-Effekt“ treten auf, wenn analoge Signale digitalisiert werden und das Abtast- oder Shannon-Theorem nicht beachtet wird: Um das Ursprungssignal korrekt zu wandeln, dürfen im abgetasteten Signal nur Frequenzanteile vorkommen, die weniger als halb so groß wie die Abtastfrequenz/Samplingrate sind. Wird dies nicht beachtet, werden Frequenzanteile wie beispielsweise Obertöne, die größer als die halbe Abtastfrequenz sind, als niedrigere Frequenzen interpretiert. Das erklärt auch den Begriff: Diese geben sich als andere („alias“) aus. Aliasing führt somit zu falschen Wellenformen im Vergleich zum Ursprungssignal. Durch eine ganzzahlige Vervielfachung der Abtastfrequenz kann der Aliasing-Effekt vermieden werden. Dieses Verfahren nennt man Oversampling.

ASIO

(Audio Stream Input/Output) ist ein Software-Protokoll, das von der Firma Steinberg entwickelt wurde. Es fungiert wie ein Treiber als Mittler zwischen Soundkarte und Musik-Software und gewährleistet gerade bei mehrkanaligen Anwendungen einen stabilen, reibungslosen und raschen Datenverkehr. Diese Schnittstelle hat sich als Industrie-Standard etabliert und ist mittlerweile fester Bestandteil jeder Soundkarte. Aktuell liegt ASIO in der Version 2.1 vor.

Band-Echo

Lange bevor es spezielle Effekt-Geräte für Hall- und Delay-Effekte gab, erfand der Gitarrist und Tüftler Lester William Polfus, besser bekannt als Les Paul, das erste Echogerät. Dabei handelte es sich um ein Tonbandgerät, in das er einen zusätzlichen und verschiebbaren Wiedergabekopf einbaute. Der vom Instrument kommende Ton wird auf das Band gespielt und von den beiden Wiedergabeköpfen zeitlich versetzt (delayed) wieder hörbar gemacht: Es entstand ein Echo- oder Delay-Effekt. Die Intensität, die Länge der Verzögerung und die Anzahl der Echos konnte Les Paul über den zusätzlichen Wiedergabekopf und einen Drehregler beeinflussen. Die ersten eigenständigen Bandecho-Effektgeräte basierten auf demselben Grundprinzip: Bei einem normalen Tonbandgerät läuft eine Endlosbandschleife an mehreren Aufnahme- und Löschköpfen vorbei. Die begehrtesten und teuersten Band-Echo-Geräte kamen von Echoplex und wurden unter anderem von Les Pauls Gitarristenkollegen Chet Atkins weidlich eingesetzt.

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Bassreflexlautsprecher

Mit Hilfe einer Austrittsöffnung im Gehäuse eines Lautsprechers wird der vom Basschassis im Gehäuse komprimierte Luftstrom so genutzt, dass er, exakt um 180° phasenverschoben, beim Austritt aus dieser Öffnung:
1. den Wirkungsgrad der Lautsprecherbox,
2. die Richtwirkung, also die Schallabstrahlrichtung der Box, in den unteren Frequenzen erhöht und
3. die Resonanzfrequenz der gesamten Anordnung (Lautsprecher – Luftvolumen – Gehäuseschwingungen) nach unten verschiebt.
Daher ist es außerordentlich wichtig, diese Öffnung an die jeweiligen Eigenschaften des Basschassis und des Gehäuses anzupassen. Vorteile eines solchen Lautsprechers: Weniger Verzerrungen, bessere Tiefenwiedergabe und ein höherer Wirkungsgrad. Diese Baßreflextechnik wird daher gern bei kleineren Boxen angewandt. Es bleibt dem Hersteller überlassen, ob er die Öffnung nach vorn oder nach hinten verlegt. Wichtig ist in jedem Fall eine sorgsame Gestaltung der Ränder dieser Öffnung, um Strömungsgeräusche zu minimieren.

Bias

bezeichnet in der Elektronik allgemein eine konstante, einseitige Größe, die den eigentlichen Nutzsignalen überlagert wird, um diese an einem gewünschten Arbeitspunkt zu betreiben. Dabei kann es sich um einen Gleichstrom oder eine Gleichspannung handeln, die an einer bestimmten Stelle einer elektronischen Schaltung angelegt wird. Im Speziellen bezeichnet Bias bei Elektronenröhren die Steuerspannung zwischen der Kathode und dem Steuergitter. Dabei regelt die Höhe dieser Spannung den Stromfluss und führt, richtig eingestellt, zum korrekten Arbeitspunkt der Röhre. Dieser wird durch das sogenannte Einmessen ermittelt. Da Röhren aber mitunter starke Streuungen ihrer Kenndaten aufweisen, führen lediglich das Messen des Ruhestroms und dessen Justage mit Hilfe der Bias-Spannung zum optimalen Ergebnis. Die Vergrößerung der negativen Bias-Spannung führt bei Röhrenverstärkern zu langer Lebensdauer bei möglichst linearer Verstärkung. Diese ist dann allerdings gedrosselt und es fließt ein geringerer Ruhestrom. Der Nachteil: Bei zu negativer Bias kommt es zum sogenannten Cut-Off und es fließt fast gar kein Strom mehr. Außerdem neigt eine Verstärkerstufe mit schwachem Ruhestrom zu unharmonischen Übernahmeverzerrungen, die sich negativ auf den Klang auswirken. Eine zu geringe, negative Bias-Spannung hingegen verkürzt die Lebensdauer der Röhren und birgt die Gefahr in sich, dass diese durchbrennen. Allerdings kann es in Maßen helfen, etwas mehr Punch und Dynamik in den Klang zu bekommen.

Binaurale Tonaufnahmen

heißt wörtlich übersetzt: Zweiohrig. Werden Tonaufnahmen unter ähnlichen Bedingungen erstellt, wie wir hören, nämlich zweiohrig/binaural, so spricht man von einer binaurealen Tonaufnahme. Bei der einfachsten Methode benötigt der Tontechniker zwei Mikrofone, die seitwärts voneinander wegzeigen und einen Abstand zueinander abhalten, der in etwa dem Ohrabstand des Menschen entspricht. Zwischen die Mikrofone wird ein Trennkörper, zum Beispiel ein Fußball, platziert, um einen Kopf zu simulieren. Dass diese Methode im Ergebnis nur Näherungswerte liefert, leuchtet ein. Wesentlich besser gelingen binaurale Tonaufnahmen mit genauen Kopfnachbildungen wie dem Kunstkopf. Die in den Gehörgang des Kunstkopfes eingesetzten Mikrofone sind ideal angeordnet.

BIOS

Das Basic Input Output System ist eine Steuersoftware, die nach dem Start des Computers zuerst ausgeführt wird und die die Funktion des Computers ohne installiertes Betriebssystem gewährt. Sie enthält notwendige Grundfunktionen zur Steuerung der vorhandenen Komponenten (Grafikkarte, RAM, Festplatte, et cetera). Einstellungen und Überwachungen lassen sich mit ihr ausführen, wie etwa der IRQs, der CPU, des FSB, oder dem Ladevorgang des Betriebssystems. Diese Software ist auf einem gesonderten Chip auf dem Mainboard gespeichert.

BITC

Die Abkürzung steht für „Burnt-In Time Code“ – auch „Visible Time Code“ genannt –, findet sich im Video-Bereich und ist eine Kombination aus Synchronisations- und Video-Signal. Ein BITC-Signal setzt sich aus einem Synchronisations- und Bild-Signal zusammen, das in Ziffern ausgedrückt, eine Zeitangabe über ein Video-Bild legt. BITC-Signale finden sich beispielsweise bei Camcordern und Video-Recordern, die sich über eine Funktionstaste ins Bild einblenden lassen.

Blumlein-Stereofonie

Der Urvater des Binaural Sounds Alan Dower Blumlein (1903-1942), hat den Weg für stereofone Aufnahmen geebnet. Heute als Stereofonie bezeichnet, beschreibt er als erster die Aufstellung zweier Mikrofone mit bidirektionaler Charakteristik, um die horizontale Ortbarkeit bei der Wiedergabe zu optimieren. Im Idealfall wird die Schallquelle am selben Punkt (koinzident) im Raum eingefangen, um Phasenauslöschungen durch Kammfiltereffekte zu verhindern. Bei dieser Anordnung gehen die Laufzeitunterschiede gegen Null. Dieses Verfahren ermöglicht es, im Nachhinein die Breite des Panoramas ohne Klangverluste zu verändern. In der Praxis werden dafür zwei Mikrofone mit Acht-Charakteristik möglichst nah bei einander auf einer vertikalen Linie übereinander angeordnet. In Bezug auf die Mitte der aufzunehmenden Schallquelle weicht das linke Mikrofon um 45 Grad nach links und das rechte im selben Winkel in die andere Richtung ab. Gerade in der Surroundmikrofonierung genießen Blumleins Überlegungen bis heute einen hohen Stellenwert, da auch Rauminformationen durch die Bidirektionalität der Mikrofonkapseln erfasst und durch die Anordnung an einem Punkt im Raum problemlos weiterverarbeitet werden können.

BNC

Die Abkürzung BNC steht für Bayonet Neill Concelman, nach den gleichnamigen Entwicklern Paul Neill und Carl Concelman. Anfang der 1940er Jahre als verkleinerte Version der C-Steckverbinder entwickelt, wurden BNC-Stecker zunächst im Computer- und Video-Bereich eingesetzt. Es handelt sich grundsätzlich um koaxiale Steckverbinder mit Bajonettverschluss für Frequenzen bis etwa 4 GHz. Der definierte Wellenwiderstand liegt bei entweder 50 oder 75 Ohm. Die Vorteile sind das einfache und schnelle Aufkrimpen der Stecker, die Sicherheit durch den Drehverschluss und die hohe Signalqualität. Diese ist durch den hohen Datendurchfluss und den korrekten Eingangswiderstand gewährleistet und hält sich auch über große Distanzen. Auch im professionellen Audiobereich nutzt man diese Eigenschaften:  BNC-Verbindungen werden zur Übertragung von digitalen Audiosignalen, noch viel häufiger aber zur Wordclock-Übertragung verwendet. Um digitale Geräte mit einander zu verbinden, brauchen sie einen gemeinsamen Grundtakt, der durch die Samplingfrequenz vorgegeben ist. AES/EBU, S/PDIF und ADAT sind selbsttaktende Formate, die grundsätzlich keine zusätzliche Synchronisation benötigen. In der Praxis kommt es bei der Vernetzung mehrerer Geräte aber häufig zu Unregelmäßigkeiten, so dass sich ein zentraler Taktgeber (Master) empfiehlt, der alle digitalen Geräte mit demselben Wordclock-Signal versorgt. Da die Oberwellen dieses Signals weit über 500 kHz reichen, bietet sich die für hohe Frequenzen ausgelegte BNC-Verbindung an. Wichtig ist, dass sowohl das verwendete Kabel, als auch der Abschlusswiderstand am Ende der Verteilungskette 75 Ohm betragen, um Spannungsabfall und Reflexionen zu vermeiden. Dafür muss das letzte Glied der Wordclock-Kette mit einem Abschlusswiderstand von 75 Ohm versehen werden, um das System zu terminieren. Einige Geräte verfügen über eine schaltbaren Abschluss, bei anderen wird die Terminierung durch das Anbringen eines T-Stückes und aufgeschraubten Abschlusswiderstand erreicht. Eine zu geringe Spannung führt zu einem Ausfall der Wordclock und Reflexionen die Jitter verursachen können oder ebenfalls zum Ausfall führen.

BWF

steht für „Broadcast Wave Format“ und hat sich auf Basis des Microsoft-wav-Formats gebildet. BWF wurde 1997 von der EBU in Zusammenarbeit mit der Audio-Industrie entwickelt. Hintergrundgedanke war, für den Rundfunkbereich ein standardisiertes Audio-Format zum Zweck des plattformunabhängigen Datenaustausches zwischen Audio Workstations mit unterschiedlichen nativen Audio-Formaten bereit zu stellen. Genauso wie das wav-Format, besteht ein BWF-File aus zwei Teilen: Der eigentlichen PCM-codierten Audio-Information und den Meta-Daten, die Informationen unter anderem über das Datenformat und die Abtastrate enthält, die das Lese-Programm zur Interpretation der Daten benötigt. Das BWF-Format fügt nun vor die Meta-Daten des wav-Formats zusätzliche Meta-Daten hinzu, die unter anderem Informationen über das Erstellungs-Datum, den Urheber und eine eigene Identifikations-Nummer enthält. Vorteil: Das BWF-Format kann auch von Anwendungen interpretiert werden, die nur das wav-Format auslesen können. Die zusätzlichen Meta-Daten werden einfach ignoriert. Ein BWF-File kann bis zu vier Gigabyte groß sein. Außer dem wav-Format, kann auch das mpeg-wav Format in BWF gewandelt werden.

C++

Die Abkürzung steht für eine weiterentwickelte Form der Programmiersprache C, die sich bis zur Einführung von C++ als so genannte Programmiersprache der dritten Generation großer Beliebtheit erfreute. Hauptmerkmal von C ist, dass Quellcode mit einem für den Menschen lesbaren und interpretierbaren Befehlssatz erstellt wird. Nach Fertigstellung des Quellcodes muss dieser von einem Übersetzungsprogramm, einem so genannten Compiler, in Maschinen-Code übersetzt werden. Der so übersetzte Maschinen-Code ist schließlich vom Computer interpretierbar und führt zur Ausführung des Programms. C++ wurde ab 1979 von dem dänischen Informatiker Bjarne Stroustrup entwickelt, der seinerzeit bei den AT & T Bell Laboratories beschäftigt war. Der Anlass für diese Weiterentwicklung bestand im Vorhaben, das UNIX-Betriebssystem hinsichtlich seiner Möglichkeiten zum verteilten Rechnen zu testen. Da UNIX quasi ab Werk mit der Sprache C ausgerüstet war, bot sich eine entsprechende Anpassung dieser Programmiersprache an die Aufgabe an. Die Urversion von C++ wurde damals noch unter dem Begriff „C with classes“ subsumiert. Der Begriff C++ taucht erstmals 1982/83 auf. Die Bezeichnung geht zurück auf eine Abkürzungsformel innerhalb der Sprache, dem so genannten Inkrement-Operator. Programmierer sparen sich damit das Ausschreiben einer Werte-Erhöhung in der Form i = i + 1, indem sie einfach die Zeichenfolge i++ benutzen. Seine ISO-Norm erhielt C++ nach etlichen Überarbeitungen und Erweiterungen im Jahre 1998. Das Haupt-Feature mit dem C++ im Allgemeinen immer in Verbindung gebracht wird, ist das Konzept der so genannten Objektorientierten Programmierung, die in C++ erstmals weltweite Verbreitung fand. Durch die Definition von Objekten im Programmiercode wurde es möglich, einerseits den Quellcode übersichtlicher und ihn andererseits modular zu gestalten. Ein Objekt enthält dabei eine Reihe von Anweisungen und/oder Variablen, das sind Platzhalter zur Aufnahme von Zahlenwerten. Ausgestattet mit diesen Eigenschaften und mit einer eindeutigen Bezeichnung versehen, lassen sich Objekte im Quellcode einsetzen und sorgen für mehr Übersichtlichkeit. Der Clou: Objekte können ihre Eigenschaften an andere Objekte weiter vererben und sogar ihre Eigenschaften ändern, was die Einsetzbarkeit von C++ hinsichtlich Flexibilität erhöht. Die Verbreitung und Akzeptanz von C++ ist nicht nur auf die Abwärtskompatibilität zu C zurückzuführen und ihre Kompatibilität zu sämtlichen Betriebssystemen, sondern auch auf die sehr hohe Geschwindigkeit mit der C++-Programme abgearbeitet werden. Auf Basis von C++ sind mittlerweile weitere Ableger wie Java und C# (sprich: Sharp) entstanden. Java wurde von der Firma Sun Microsystems entwickelt und findet bis heute die häufigste Verwendung im Internet. C# ist eine Eigenentwicklung der Firma Microsoft. Das Prinzip der Objektorientierung ist dabei auch schon von anderen Sprachen aufgegriffen und verwendet worden, wie etwa Objective-C, das sich bis heute im Mac OS X Betriebssystem fröhlicher Urständ erfreut.

CD-DA

Die Abkürzung ist eine andere Beschreibung für eine Audio-CD und meint ausgeschrieben „Compact Disc-Digital Audio“. Die Spezifikationen zur Organisation der Audio Daten auf einer CD sind im so genannten Red Book Standard definiert. Audio-CDs, die diesen Standard erfüllen tragen ein spezielles Compact-Disc-Digital-Audio Logo auf dem Datenträger.

Cent

Das Cent ist eine lineare Maßeinheit, die aus der Musiktheorie kommt und 1875 von Alexander John Ellis eingeführt wurde. Mit der Cent-Skala lassen sich Tonhöhen und Intervalle jenseits der westlich-europäischen Musik mit ihrer Einteilung in Halb- und Ganztönen exakt definieren. In Anlehnung an den Tonumfang einer Oktave und ihrer Einteilung in zwölf Halbtöne wurde ein Skalen-System definiert, das den Tonraum von Halbton zu Halbton in hundert Schritte unterteilt. Das Intervall der Oktave besitzt demnach also 1200 Cent. Viertel- oder Achteltönige Skalen lassen sich damit exakt definieren. So lässt sich beispielsweise das Intervall einer Quinte mit dem Wert 700 Cent oder das Intervall eines Dreiviertel-Tons mit 75 Cent beschreiben.

Chipset

Dieser Begriff, oftmals auch Chipsatz genannt, bezeichnet zumeist zwei Chips auf dem Mainboard – North- und Southbridge genannt. Sie dienen zur Unterstützung der CPU und zur Steuerung des Datenflusses zwischen dem Mainboard und der installierten Peripherie. Chipsets sind auch mit verantwortlich für die Schnelligkeit eines Rechners. Bekannte Chipset-Hersteller sind Intel, AMD, ATI, VIA, nVidia, ALI oder SIS.

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Chorus

Audio-Effekt, der die gezielte Verstimmung eines Signals diesem wieder überlagert, damit dieses „breiter“ wirkt.

Class-A-Verstärker

Bei klassischen Class-B-Verstärkern wird der Arbeitspunkt eines Transistors, respektive Verstärkers, so gelegt, dass der Verstärker nur eine Halbwelle einer Sinusschwingung, beispielsweise die positive, verarbeitet. Für die Verstärkung der negativen Halbwelle benötigt meinen einen weiteren, entsprechend verschalteten Class-B-Verstärker. Beim Zusammenführen dieser beiden, nunmehr verstärkten Halbwellen, zu einem vollständigen Sinussignal entstehen so genannte Übernahmeverzerrungen, die bei Audio-Verstärkern zum Teil sehr deutliche Klangbeeinträchtigungen nach sich ziehen. Der Vorteil dieser Schaltung ist jedoch: es lassen sich selbst hohe Verstärkungen, beispielsweise bei Leistungsverstärkern, relativ problemlos erzielen.

Beim Class-A-Verstärker wird dagegen die gesamte Schwingungsamplitude eines Signals von einer einzigen Verstärkerstufe verarbeitet, indem der Arbeitspunkt der Schaltung entsprechend definiert wird. Vorteil dieser Schaltung: Es können prinzipbedingt keine Übernahmeverzerrungen auftreten, was der Klangqualität deutlich zu gute kommt. Der Preis, den die Entwickler dafür zahlen, ist ein sehr hoher Ruhestrom, der auch dann fließt, wenn der Verstärker keine Signale verarbeiten muss. Dies begrenzt die maximale Ausgangsleistung bei Class-A-Leistungsverstärkern wegen der enormen Hitzeentwicklung. Außerdem steigen die Kosten beispielsweise für das Netzteil, das ja immer sehr hoher Ströme liefern muss, im Vergleich zu einem Class-B-Verstärker enorm an. Bei Kleinsignal-Verstärkern, etwa Mikrofon-Vorverstärkern, spielen diese Faktoren keine Rolle. Zwar fließen auch hier schon im Ruhebetrieb vergleichsweise hohe Ströme aber die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen. Was zählt, ist die hohe Klangqualität der Class-A-Schaltung.

Class-D-Verstärker

Analoge Leistungsverstärker können auch mithilfe von Schaltverstärkern aufgebaut werden, indem ein analoges Signal zunächst mit einem Analog-digital-Umsetzer (ADU/ADC) in ein pulsweitenmoduliertes Schaltsignal umgewandelt wird. Das digitale Signal wird dann verstärkt und mit Hilfe eines  passiven Tiefpass-Filters wieder in eine sich stetig veränderliche Spannung zurückgewandelt. Diese Methode wird bei Audioverstärkern als Class-D-Verstärker bezeichnet.  Anders als bei konventionellen Verstärkern im Class-A- oder Class-B-Betrieb verstärkt der Class-D-Verstärker keine lineare Spannung. Stattdessen arbeiten die Transistoren der Leistungsstufe als sehr schnelle Schalter, die wie in der digitalen Welt üblich nur zwei Zustände kennen – den geöffneten und den geschlossenen: Null und Eins. Um die hohe Schaltgeschwindigkeit zu erreichen, werden an dieser Stelle häufig Power-MOSFETs verwendet. Schaltendstufe müssen mit einem binären Signal angesteuert. Ein Rechtecksignal mit einer Frequenz im nicht hörbaren Bereich (0,5 bis 2 Megahertz) dient dabei als Träger des Steuersignals. Dieses bestimmt die Häufigkeit des Ein-, und Ausschaltvorgangs der Transistoren. Das Ergebnis ist ein frequenzgleiches Signal am Ausgang aber mit größerer Amplitude. Bei der Übertragung  von Musik muss der Träger noch zusätzlich mit dem Audiosignal moduliert werden. Dafür wird häufig ein Sigma-Delta-Modulator verwendet. Als Konverterschaltung wandelt dieser ein beliebiges, bandbegrenztes analoges Signal in ein digitales 1-Bit-Ausgangssignal. Das Ausgangssignal wird dabei durch das Eingangssignal in der Pulsdichte moduliert, das modulierte Signal anschließend von der Schaltentstufe übertragen und dabei verstärkt. Um abschließend die hohe Trägerfrequenz aus dem Signal zu Filtern wird ein zusätzlicher Tiefpassfilter integriert. Wichtig bei der Konstruktion digitaler Verstärker ist die Ansteuerung der Schalttransistoren um Störungen (unterschiedliche Ein- und Ausschaltzeiten, Kurvenformverzerrungen, Versorgungsspannungsstörungen) durch nicht lineares Schaltverhalten zu vermeiden. Deswegen  sollte gewährleistet sein, dass die Schalttransistoren möglichst immer im idealen Bereiche arbeiten. Die Vorteile einer Schaltendstufe liegen in der geringeren Verlustleistung und damit einem hohen Wirkungsgrad, der über 90 Prozent liegen kann. Außerdem sind selbst bei kleinen Baugrößen und geringem Gewicht – es werden keine Kühlkörper oder Netztrafos benötigt – hohe Endleistungen möglich. Eine voll digitalisierte Signalkette ermöglicht es zudem, den geringen Rauschabstand digitaler Medien bis zum Lautsprecher zu transportieren. Über die klanglichen Eigenschaften lässt sich aber nach wie vor vortrefflich streiten und der sterile und kühle Klang digitaler Signalbearbeitung eilt ihr nach wie  vor voraus.

CV/Gate

Unter dieser Buchstaben-Wort-Kombination wird eine analog aufgebaute Methode zur Fernsteuerung von Synthesizern und Synthesizer-Komponenten beschrieben, die lange vor Einführung der MIDI-Schnittstelle existierte. CV steht dabei als Abkürzung für „Control Voltage“, also Steuerspannung. Bis heute findet sich diese Steuermöglichkeit in modularen Synthesizer-Systemen. Der MS-20 Synthesizer von Korg bot diese Möglichkeit durch ein integriertes Anschlussfeld ebenfalls an. Die Ein- und Ausgänge der separat geführten CV- und Gate-Leitungen sind als Klinkenbuchsen ausgelegt. So war es durch Verbinden herkömmlicher Klinkenkabel möglich, gleichzeitig zwei Synthesizer in einer Master-Slave-Anordnung zu spielen. Die CV-Leitung übermittelt dabei die Steuerspannung, die dem empfangenden Synthesizer etwa die zu spielende Tonhöhe mitteilt. Über die Gate-Leitung – oft auch als Trigger bezeichnet - erhält der empfangende Synthesizer schließlich die Information, wie lange die über die CV-Leitung übermittelte Tonhöhe gehalten werden soll. Je nach Ausstattung der Prä-MIDI-Synthesizer mit entsprechenden Ein- und Ausgängen war es möglich, außer der Tonhöhe etwa auch die Filter-Eckfrequenz, die Resonanz, das Modulations- oder Pitchbendrad fernzusteuern. Eine kombinierte Verbindung aus CV- und Gate-Leitung ist dafür, je nach Anwendungszweck, nicht erforderlich. Die über Potis steuerbaren Oszillatoren, Filter und Hüllkurven in analogen Synthesizern werden nach demselben Prinzip, jedoch nur intern, gesteuert. Die Abkürzung VCO für „Voltage controlled Oszillator“ meint in dem Zusammenhang nichts anderes. Zwei Arten und Techniken zur Übermittlung von CV- und Gate-Signalen haben sich in der damaligen Zeit etabliert. So nutzt die Volt/Oktave-Technik bei der Übermittlung von Steuerspannungen eine logarithmische Methode, bei der eine Spannung von einem Volt bezogen auf die Tonhöhe eine Oktave umfasst. Wird also zuerst eine Spannung von zwei Volt und anschließend eine von vier Volt gesendet, dann liegt das zuletzt gesendete Signal zwei Oktaven über dem ersten. Im Gegensatz dazu definiert die Hertz/Volt-Technik eine Oktave durch simples Verdoppeln oder Halbieren der Steuerspannung. In oben angeführtem Beispiel würde die Spannungsänderung eine Transponierung von lediglich einer Oktave nach sich ziehen. Die Gate-/Trigger-Informationen wurden ebenfalls mit zwei unterschiedlichen Techniken übermittelt. Der V-Trigger, auch Voltage- oder positiver Trigger genannt, übermittelt durch Senden einer Spannung in einem Bereich zwischen zwei bis zehn Volt – je nach Hersteller –, beispielsweise dass eine Note angeschlagen wurde. Wird die Taste am Synthesizer losgelassen quittiert der V-Trigger dies mit einer Spannung von Null Volt. Im Gegensatz dazu arbeitet der sogenannte S-Trigger, auch Short Circuit- oder Negativer Trigger genannt, in umgekehrter Weise. So liegt bei nicht  gedrückter Taste permanent eine hohe Spannung an, die erst bei Tastendruck vermindert wird. Die Existenz dieser zwei Methoden führte dazu, dass sich Synthesizer unterschiedlicher Hersteller nicht ohne weiteres miteinander verbinden ließen, da zur damaligen Zeit kein verbindlicher Standard definiert wurde. CV- und Trigger-Verfahren mischten sich bunt von Instrument zu Instrument miteinander. Diese babylonische Signalverwirrung wurde schließlich mit Einführung der MIDI-Schnittstelle beseitigt.

D.I.

engl. für direct injection, auf Deutsch etwa Direktabnahme: Das Signal des Instruments wird nicht indirekt über ein Mikrophon vom Verstärker abgenommen; stattdessen wird es direkt mit der Audiohardware (Mischpult, Audiointerface) über ein Kabel verbunden.

D.I.-Box

Das Kürzel „D.I.“ steht für Direct Injection, auf Deutsch etwa Direktabnahme. Das Signal vom Instrument, beispielsweise einer Gitarre wird also nicht indirekt über ein Mikrofon vom Verstärker, sondern direkt über ein Kabel an die Audio-Hardware (Mischpult, Audio-Interface) geleitet. Gerade bei langen Kabelstrecken ist der direkte Anschluss einer Gitarre an die Audio-Hardware allerdings störanfällig. Das liegt daran, dass Instrumenten-Kabel üblicherweise nur unsymmetrisch gebaut werden. Besser wäre ein symmetrisches Kabel, da hier das Signal. parallel durch die beiden Adern, einmal phasenrichtig („Hot“) und einmal phasenverkehrt („Cold“), übertragen wird, so wie es bei allem Mikrofonkabeln Standard ist. Beide Signale fließen also phasenverkehrt zueinander. Störungen, die von außen auf das Kabel einwirken heben sich dadurch am Eingang des Mischpults gegenseitig auf und bleiben unhörbar. Hier hilft nun die D.I.-Box. Sie symmetriert das zunächst das vom Instrumentenkabel kommende unsymmetrische Signal, indem es durch den Mittelabgriff eines Trafos aufgeteilt wird und führt jetzt ein symmetrisches Signal weiter zum Mischpult. Die D.I.-Box selbst beseitigt also keine Störsignale durch Filter oder sonstige Maßnahmen, sondern sorgt lediglich für eine Symmetrierung des Signals. Eine weitere Aufgabe der D.I.-Box ist die Impedanzanpassung, um beispielsweise eine hochohmige, passive E-Gitarre mit dem Eingang eines Mischpults verbinden zu können. Wenn ein Mischpult oder Vorverstärker allerdings so genannte HiZ-Eingänge hat und lange Kabelstrecken nicht notwendig sind – beispielsweise im Home-Studio -, kann auf die D.I.-Box auch verzichtet werden. Viele von Professional audio Magazin getestete Mikrofon-Vorverstärker mit zusätzlichem Instrumenteingang besitzen solche HiZ-Eingänge.

Daisy Chaining

Der Begriff kommt aus der Computer-Technik und bezeichnet die serielle Verschaltung mehrerer Hardware-Komponenten, ausgehend von einem einzigen Master-Gerät. Die so miteinander verbundenen Komponenten bilden dabei das Glied einer Kette und reichen Signale an das nach ihm stehende Gerät weiter. Der Vorteil dieser Verschaltung besteht in der zentralen Steuerung sämtlicher angeschlossenen Komponenten durch das Master-Gerät.

Darlington-Schaltung

Dabei handelt es sich um eine elektronische Schaltung, die den Namen ihres Erfinders Sidney Darlington (1906 – 1997) trägt. Sie besteht aus zwei kombinierten Bipolartransistoren und dient zur Verbesserung der schaltungstechnischen Eigenschaften eines Einzeltransistors. Wenn sich beide Transistoren in einem Gehäuse befinden, ist die Bezeichnung Darlington-Transistor gebräuchlich. Der Vorteil der Darlington-Schaltungs-Anordung ist, dass bei gleich bleibendem Platzbedarf eine erheblich höhere Stromverstärkung erreicht werden kann, da die benötigten Steuerströme gegenüber Leistungstransistoren geringer sind. Die gesamte Verstärkung entspricht dabei ungefähr dem Produkt der Verstärkungen der beiden Einzeltransistoren. Nachteilig ist die gegenüber einem einzelnen Transistor größere Phasenverschiebung, so dass bei negativer Rückkopplung eher Instabilitäten auftreten können.

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D’Appolito-Anordnung

Unter diesem Begriff wird im Hifi-Boxen-Bau eine bestimmte Anordnung von Lautsprechern verstanden. In einer vertikalen Linie sind dabei über und unter einem Hochtöner in symmetrischen Abständen jeweils ein Tief- oder Mittelton-Lautsprecher positioniert. Entwickelt wurde diese Anordnung von dem amerikanischen Ingenieur Joseph d’Appolito, der damit versuchte einen höheren Wirkungsgrad der Box zu erzielen ohne jedoch Klangeinbußen gleichzeitig in Kauf nehmen zu müssen. Wichtig bei dieser Anordnung ist, dass der Abstand der Membranzentren beider Tief-/Mitteltöner nicht größer als zwei Drittel der Wellenlänge der Trennfrequenz von Mittel- und Hochtöner betragen darf. In Kombination mit Hoch- und Tiefpassfiltern zur Frequenzabtrennung – die Frequenzbereiche von Mittel- und Hochtöner greifen dabei nahtlos ineinander über – entstehen bei dieser Lautsprecher-Anordnung Phasen-Verschiebungen und Interferenzen, die vor allem Schallreflexionen von Boden und Decke minimieren und somit zu einer besseren räumlichen Darstellung führen sollen. Nebeneffekt: Die Änderung der Hörposition in der Vertikalen führt zu keinen klanglichen Einbußen bei einer gleichzeitig breiten horizontalen Abstrahlung. In der Realität ist diese Anordnung jedoch nicht originalgetreu reproduzierbar, da die Dimensionen der Hochtöner eine exakte Anordnung der Lautsprecher verhindern. Eine Variation der d’Appolito-Anordnung findet sich heute zumeist bei Consumer Heimkino Surround-Anlagen im Center-Lautsprecher, der allerdings liegend die Anordnung Mittel-, Hoch-, Mitteltöner besitzt.

dB (Dezibel)

Relative Maßzahl für den Vergleich zweier Schalldruckpegel. Als Bezugsgröße (Absolutpegel) wird gern die Hörschwelle genommen. Damit lassen sich Aussagen über Lärmbelästigung oder Lautstärken machen. Für die Messung der Schalldrücke von Lärm werden spezielle Filter verwendet, die das subjektive Hörempfinden simulieren. Werte werden dann in dB(A) – bei Bewertung nach DIN/IEC 651 – oder dB(CCIR) – bei Bewertung nach CCIR 468-3 – angegeben. Das Dezibel ist kein absolutes Maß wie Meter oder Gramm, sondern kennzeichnet das Verhältnis zwischen den Zahlenwerten. Mit Rücksicht auf das logarithmische Hörempfinden des menschlichen Ohres wurde „Dezibel" aus dem 10er-Logarithmus eines Spannungs- bzw. Leistungsverhältnisses abgeleitet. So entsprechen z.B. 20 dB einem Spannungsverhältnis von 10:1 bzw. einem Leistungsverhältnis von 100:1.

DC-Offset

Die Offsetspannung ist eine Kenngröße von Operationsverstärkern, die Abweichungen als Folge systematischer Fehler in einer Schaltung angibt. Sie wird bei einer Ausgangsspannung von Null Volt als Differenzeingangsspannung gemessen. Dieser so genannte Nullpunktfehler entsteht zum einem durch Basisströme, die über die Eingangswiderstände abfließen, zum anderen durch produktionsbedingte Asymmetrien der eigentlich symmetrisch aufgebauten Eingangsstufen in integrierten Schaltkreisen. Um die Offsetspannung und auftretenden Offsetströme durch gegengerichtete Ströme auszugleichen, muss die Gleichspannungskompensation durch eine externe Beschaltung erfolgen. Bei vielen Operationsverstärkern sind dafür externe Anschlüsse zur Symmetrierung – Nullpunktkompensation – herausgeführt um die Einstellung des Kompensationspunktes vorzunehmen. In der Digitaltechnik ist der Gleichspannungsoffset ein, durch normale Bauteiletoleranzen, verursachter Fehler, der sich bei weiterer Verarbeitung auf digitaler Ebene durch die Rechenoperationen potenzieren kann. Der digitalisierte Wert bei einer Eingangsspannung von Null zeigt eine leichte Abweichung, die mathematisch im weiteren Verlauf der Bearbeitung zu allen Samples addiert wird.

Decca-Tree (auch Decca-Dreieck)

Hierbei handelt es sich um eine Variante des A-B-Verfahrens mit drei Mikrofonen. Diese Mikrofontechnik wurde in den 50ger und 60ger Jahren empirisch bei der Firma Decca in Großbritannien für stereophone Zweikanal-Aufnahmen von Kammer- und sinfonischer Musik entwickelt. Obwohl nicht einwandfrei zu klären ist, wann die Geburtsstunde des Decca-Trees schlug, geht diese wahrscheinlich auf das Jahr 1953 zurück: Damals machte der Decca–Toningenieur Roy Wallace unter dem damaligen Cheftonmeister Arthur Haddy bei Aufnahmen im damaligen Decca-Studio 1 in Broadhurst Garden No. 153 in West Hempstead/London bei Orchester-Aufnahmen Versuche mit einer Mikrofonanordnung für den seinerzeit neu aufgekommenen Zweikanal-Stereoton. Die ursprüngliche Anordnung bestand aus drei Neumann M49 Mikrofonen mit Nieren-Charakteristik, die in Form eines Dreiecks mit Kreuztraversen auf einem Stativ vor dem Orchester aufgestellt waren. Die Mikrofonsignale mischte Wallace mit einem umgebauten Monomischpult auf zwei Kanäle zusammen. Dabei wurde das linke Mikrofon ausschließlich auf den linken, das rechte Mikrofon auf den rechten und das mittlere Mikrofon zu gleichen Teilen nach links und nach rechts geschaltet. Damit ergab sich die für die Stereofonie einerseits erwünschte sehr räumliche Abbildung des Orchesters, andererseits aber auch eine präzise zu lokalisierende Mitte. Es folgten weitere Versuche von Wallace mit Mikrofonen des Typs Neumann KM56s, einem Doppelmembran-Mikrofon, das ebenfalls auf Niere gestellt wurde. Klingendes Ergebnis dieser nachfolgenden Versuche war die erste auf LP veröffentlichte Stereo-Aufnahme der Decca. Bei dieser Aufnahme waren die Mikrofone etwa 3,30 Meter vom Boden aus gemessen über dem Dirigenten angeordnet, dabei leicht nach hinten versetzt und um circa 30 Grad nach unten zum Orchester gerichtet. Das mittlere Mikrofon stand deutlich in das Orchester hineingerückt, um für die zentralen Instrumente des halbkreisförmig sitzenden Ensembles den gleichen Abstand zu erhalten, den die Instrumente links und rechts zu den beiden äußeren Mikrofonen hatten. Von oben betrachtet erinnert diese Anordnung an einen stilisierten Tannenbaum, was vermutlich zu der Bezeichnung „tree“ (engl. Baum) führte. Der Decca-Tree wurde später von Arthur Haddy selbst und dem Tonmeister Kenneth Wilkinson verfeinert. Entscheidend war die Verwendung der Neumann Mikrofone des Typs M50, einem Druckempfänger mit besonderer Richtwirkung. Die M50-Mikrofone hatten gegenüber den zuvor verwendeten Richtmikrofonen klangliche Vorteile: Insbesondere war die Basswiedergabe und der Raumeindruck deutlich besser. Da die M50 grundsätzlich empfindlicher für rückwärtigen Schall waren, konnten die sie bei vergleichbarem Raumschallanteil näher am Ensemble positioniert werden, was den klanglichen Vorstellungen der Toningenieuren entgegenkam: Diese versuchten einen Näheeindruck trotz vergleichbarem Raumschallanteil zu erzeugen. Gemeinsam mit den M50-Mikrofonen und der Anordnung im Decca-Tree oder Decca-Dreieck entstand das, was von Kennern als der typische Decca-Klang bezeichnet wird. Seitdem wurde das Prinzip des Decca-Trees nicht verändert, es gab lediglich verschiedene Verfeinerungen, unter anderem bei den Labels Teldec und RCA, die beide mit der britischen Decca verbunden waren.

Dithering

In der digitalen Audiotechnik wird hiermit eine Technik zur Minimierung zusätzlicher Quantisierungsfehler, die beim Resampling entstehen, bezeichnet. Bei jeder digitalen Formatkonvertierung – also der Umwandlung bereits digitalisierter Daten von einem digitalen Format in ein anderes – treten in Abhängigkeit vom digitalen Eingangssignal, hier besonders bei kleinen Signalpegeln, nichtlineare Verzerrungen auf. Hinzu kommt, dass die Voraussetzungen für die Beschreibung dieses Fehlers als klassisches Quantisierungsrauschen, wie es bei der A-D-Wandlung auftritt, nicht mehr gegeben sind. Zur Reduzierung dieser nichtlinearen Effekte ist daher eine Linearisierung der Kennlinie des Requantisierers notwendig. Dieses wird durch ein statistisches Verfahren erreicht, bei dem vor der Requantisierung zu dem digitalen Eingangssignal ein Zufallssignal addiert wird. Dabei handelt es sich seinerseits um ein Rauschsignal. Dieses wird als Dither-Signal oder auch Dither-Rauschen bezeichnet. Das Dither-Rauschen entspricht etwa Weißem Rauschen, das vom Hörer kaum wahrgenommen wird, allerdings ist es statistisch anders verteilt. Obwohl sich dadurch die Rauschenergie des Eingangs-Signals erhöht, werden die leisen Signalanteile nun besser wahrgenommen. Das liegt daran, dass durch die Überlagerung mit Dither-Rauschen die aus einer Korrelation des Quantisierungsfehlers resultierende Rechteckschwingung wieder annähernd als die ursprüngliche Wellenform erkannt wird. Denn im Prinzip einer Pulsweitenmodulation wird das Wellensignal jetzt, umso näher es der jeweiligen Quantisierungsstufe steht, durch das Rauschen dekorelliert und wechselhafter den jeweiligen Quantisierungsstufen zugeordnet. Durch diese wechselhafte Zuordnung wird die Rechteckschwingung umgangen. Daraus ergibt sich übrigens auch der Name: Der englische Begriff „Dither“ bedeutet auf Deutsch „Zittern“.

Doppelmembran-System

Großmembran-Mikrofone erlauben die Umschaltung der Richtcharakteristik, die entweder am Mikrofon selbst, oder an einem dazu angeschlossenen Netzgerät erfolgt. Diese Mikrofone enthalten ein Doppelmembransystem, welches eine Kombination zweier Nierenmikrofone darstellt, die mit ihrer Rückseite zueinander stehen, also quasi wie ein Janus-Kopf. Die beiden Membranen sind elektrisch voneinander getrennt, die Gegenelektrode zwischen ihnen ist gemeinsam. Während die vordere Membran direkt mit dem im Mikrofon befindlichen Vorverstärker verbunden ist und eine feste Vorspannung, beispielsweise +60V, erhält, kann bei der rückwärtigen Membran diese Vorspannung folgendermaßen geändert werden:
Bei gleicher Vorspannung von +60 Volt, sind beide Membranen elektrisch parallel geschaltet, jeder Schall erzeugt ein Signal, gleich, aus welcher Richtung er kommt. Es ergibt sich eine Kugelcharakteristik. Wird die hintere Membran abgeschaltet, (Vorspannung „0“), so ist sie nicht mehr am „Schallgeschehen“ beteiligt, das Mikrofon hat eine reine Nierencharakteristik. Wird die hintere Membran mit entgegen gesetzter Vorspannung von -60 Volt betrieben, so hat dieses Mikrofon nach hinten die gleiche Empfindlichkeit wie nach vorn, jedoch ist sein Ausgangssignal dann gegenphasig: Wir erhalten die Achtercharakteristik. Bei Beschallung des Mikrofons von der Seite (90°) heben sich die beiden Signale – (Front 0° - Rückseite 180°) auf: Es kommt zur Auslöschung. Bei manchen Röhrenmikrofonen lässt sich vom Netzgerät aus die Spannung für die rückwärtige Membran zwischen der Polarisation „gleich“ über „0“ bis „entgegengesetzt“ (+60 Volt, 0 Volt, -60 Volt) stufenlos einstellen. Diese Mikrofone sind somit in der Richtcharakteristik fernumschaltbar.

Double Rate AES Output

Hierbei handelt es sich wie auch bei Dual AES, Double Wide oder Dual Line um eine von vielen Bezeichnung des so genannten Double-Wire-Verfahren für Signale im AES/EBU-Format. Das Double-Wire-Verfahren ist heute Industriestandard, lediglich die Bezeichnung ist uneinheitlich. Die AES3 Spezifikation benutzt übrigens die völlig ungebräuchliche Bezeichnung „Single channel double sampling frequnecy mode“. Der Hintergrund: Vor 1998 gab es keine Receiver-/Transmitter-Schaltkreise, die mehr als 48 kHz übertragen konnten. Das Prinzip: Zur Übertragung höherer Abtastraten wird auf einer AES-Leitung statt zwei, nur noch ein Kanal übertragen. Die ungeraden und geraden Samples des linken Kanals liegen auf Pin eins und zwei der ersten AES-Leitung, die des rechten auf denen des zweiten Signalweges. Dadurch ergibt sich in der Summe die doppelte Samplingrate, jedoch sind zur Übertragung eines Stereo-Signals zwei AES/EBU-Ports erforderlich. Double-Wire funktioniert nicht nur mit Single Speed, sondern auch mit Double Speed. Letzteres wird vom Pro Tools HD-System genutzt, dessen Übertrager nur bis maximal 96 kHz arbeiten. Dadurch entstehen aus vier Kanälen mit jeweils 96 kHz zwei Kanäle mit 192 kHz.

Druckgradientenempfänger

Beim Druckgradientenempfänger sind beide Seiten der Membran dem Schallfeld ausgesetzt. Die vom Mikrofon abgegebene Spannung hängt beim idealen Druckgradientenempfänger nur von der Druckdifferenz vor und hinter der Membran ab. Damit ergibt sich eine achtförmige Richtcharakteristik. Durch die konstruktive Gestaltung der Mikrofonkapsel mit Laufzeitgliedern können einseitig gerichtete Charakteristiken erzielt werden, wie z.B. breite Niere, Niere und Superniere.

DSD

Direct Stream Digital ist eine von Sony und Phillips entwickeltes Methode zur hochauflösenden digitalen Audiosignalspeicherung. Angewendet wird dieses Verfahren hauptsächlich in der Erstellung von Super Audio CDs (SACS). Im Gegensatz zum PCM-Format (Pulse Code Modulation) wird das DSD-Format durch Pulsdauermodulation erstellt. Die Kodierung erfolgt hierbei durch einen 1-Bit-Sigma-Delta-Wandler der mit einer Samplingfrequenz von 2,8224 MHz arbeitet. Der so gewonnene hochauflösende Datenstrom wird direkt aufgezeichnet und gibt im Vergleich zur 16-bit-Technologie keine quantisierten Pegelwerte wieder, sondern extrem hoch aufgelöste Delta-Sigma-Werte. Durch Oversampling (Überabtastung) sind die im Impulsstrom gespeicherten Audiodaten präziser als herkömmlich gespeicherte Audiodaten. Im DSD-Format ist der Frequenzgang auf 100 kHz ausgeweitet, mit einer Dynamik von 120 dB im hörbaren Frequenzbereich. Durch die grundsätzlich geringe Dynamik eines Sigma-Delta-Analog-Digital-Wandlers mit nur einem Bit am Quantisierer entsteht allerdings ein erhöhtes Quantisierungsrauschen, welches durch das Noise Shaping in einen sehr hochfrequenten und damit unhörbaren Bereich verschoben werden muss.

DSDIFF

Ist die Abkürzung für Direct Stream Digital Interchange File Format. Dieses Format stellt den Quasi-Standard zur Speicherung und zum Austausch von Audiodateien, die im DSD-Format aufgezeichnet wurden, für die anschließende Herstellung von SACDs dar. Derzeit liegt es in der Version 1.5 vor.

DSP

ausgeschrieben Digital Signal Prozessor, ist der Oberbegriff für alle Rechner, die in Echtzeit digitale Signale bearbeiten. Im Unterschied zur CPU eines Computers können sie einen kontinuierlichen Datenstrom bearbeiten.

DSP-Karte

Damit ist eine PCI-Karte gemeint, die, im Gegensatz zu einer normalen Audio-Karte, einen oder mehrere DSPs (digitale Signalprozessoren) sowie einen eigenen Arbeitsspeicher besitzt. Diese Karten bieten zusätzliche Rechenleistung, dienen zur Entlastung der CPU des Rechners und führen mitunter eigens für diese Karten erstellte Programme und Plug-ins aus. Hersteller solcher DSP-Karten sind beispielsweise Creamware, Digidesign, Universal Audio, Waves, TC Electronic

Dubbing

Wörtlich übersetzt: Verdoppeln durch Kopieren. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren in der Tonstudiotechnik. Wenn die Anzahl der zur Verfügung stehenden Aufnahmespuren – Tracks – nicht ausreicht, werden mehrere, bereits aufgenommene Spuren abgemischt und danach zusammengefasst, indem sie auf eine oder zwei andere, freie Spuren des gleichen Bandes aufgenommen werden. Mitunter sind für dieses Verfahren auch die Begriffe „Bouncing“ oder „Ping-Pong-Recording“ gebräuchlich.
Beispielsweise wurden einige Alben der Beatles so produziert. Hier standen nur 4 Spuren gleichzeitig zur Verfügung. Um diese „zu vervielfachen“ wurden drei Spuren abgemischt und mono auf die vierte Spur aufgenommen/zusammengefasst, um so drei neue, freie Spuren zu erhalten.
Auf der analogen Ebene ist dieses Verfahren mit dem großen Nachteil verbunden, dass die Klangqualität (erhöhtes Rauschen) leidet. Moderne Hard-Disk-Systeme erlauben Dubbing ohne Qualitätsverlust: Hier geht keine Spur verloren, stattdessen wird lediglich eine neue Datei auf der Festplatte abgelegt, mit der weitergearbeitet werden kann.

Ducking

ist eine besondere Anwendungsform  der Signalkomprimierung. Der über einen Side Chain-Eingang (sieh Begriffserklärung in diesem Glossar) gesteuerte Kompressionsprozess, unterdrückt das laufende Signal durch Komprimierung um einen meist einstellbaren Prozentsatz. Ein typischer Anwendungsfall ist die automatische Herunterregelung der Musiklautstärke bei Ansagen eines Moderators, wie sie beispielsweise in Apples Garageband zu finden ist.

Dynamischer Wandler

Die Membran eines dynamischen Wandlers wird von einer Spule angetrieben, die sich im Luftspalt eines Permanentmagneten befindet. Wird diese Spule von einem Wechselstrom (d.h. dem Musiksignal) durchflossen, so entsteht eine magnetische Wirkung, die Schwingspule wird in den Luftspalt gezogen oder ein Stück weit herausgedrückt. Durch diese Schwingungen werden Schallwellen und damit das ursprüngliche Audiosignal erzeugt. Bei einem dynamischen Hörer sollte die Masse des gesamten Systems so gering wie möglich sein, um eine hohe Impulstreue zu gewährleisten.

EAN-Code

bedeutete ursprünglich European Article Number, im Zuge der Globalisierung steht sie heute für International Article Number. Es handelt sich dabei um eine Produktkennzeichnung für Handelsartikel, so auch für CDs und DVDs, die in der Regel als maschinenlesbarer Strichcode auf die Warenverpackung aufgedruckt wird und kann von Laserscannern decodiert werden. Die EAN selbst erscheint noch einmal als Zahl, die aus 13 oder acht Ziffern besteht. Sie wird zentral verwaltet und an den Produkt-Hersteller auf Antrag vergeben. Voraussetzung für die Vergabe der EAN ist die Global Location Number (GLN), in Deutschland auch unter der Bezeichnung Internationale Lokationsnummer (ILN) geläufig. Diese dient der Identifizierung des Herstellers, denn sie enthält Firmenamen, Betriebsbezeichnung und die Herstelleranschrift. Für die zentral vergebenen GLNs beziehungsweise ILNs fallen jährliche Gebühren an. GLN und ILN sind selbst Bestandteil des EAN-Codes. In den USA gibt es den vergleichbaren Universal Product Code (UPC), der wie der EAN-Code aus 13 Ziffern besteht. Inzwischen sind beide Systeme zusammengeführt worden, das neue System nennt sich daher EAN-UCC. Auch ohne Scanner lassen sich amerikanische und europäische CDs und DVDs übrigens einfach unterscheiden: In den USA ist die führende Ziffer unter dem Strichcode auf der CD/DVD-Hülle immer eine Null.

ECC83-Röhre

Hierbei handelt es sich um eine Elektronenröhre vom Trioden-Typ für Niederfrequenzverstärker. Grundsätzlich liegt jedem Röhrentyp dasselbe Bauprinzip zu Grunde: In dem evakuierten Gefäß, also dem Glaskolben, in dem Vakuum herrscht oder das mit einem Edelgas gefüllt ist, sind verschiedene Elektroden, mindestens aber eine Kathode und eine Anode eingeschmolzen. Das Grundarbeitsprinzip der Röhre beruht auf der physikalischen Eigenschaft, dass aus glühenden Stoffen, hier Metalldrähten, Elektronen austreten. Diese Elektronenemission kann im Vakuum zwischen der negativen Elektrode (Glühkathode) und einer positiv geladenen Elektrode, der Anode, einen Elektronenstrom unterhalten. Eine Röhre mit zwei Elektroden lässt den Anodenstrom nur in einer Richtung durch. Sie dient daher als Gleichrichter. Da bei ihr nur zwei Elektroden vorhanden sind, wird sie als Diode („Di“ bedeutet im Griechischen „Zwei“) bezeichnet. „Tri“ bedeutet „Drei“ – folgerichtig besitzt eine Triodenröhre eine zusätzlichen dritten Elektrode, das so genannten Gitter oder Steuergitter. Wegen dieses Gitters wird die Triodenröhre manchmal auch Eingitterröhre genannt. Die Menge der zwischen Kathode und Anode fließenden Elektronen lässt sich durch die Höhe einer am Gitter anliegenden negativen Spannung steuern. Das Gitter liegt räumlich sehr nahe an der Kathode, daher erzeugen schon kleine Variationen der Gitterspannung vergleichsweise große Schwankungen des Elektronenstroms zwischen Anode und Kathode: In der Nähe der Kathode sind die Elektronen nämlich noch langsam und können deswegen bereits mit einer kleinen negativen Steuerspannung beeinflusst beziehungsweise blockiert werden. Die Höhe dieser Steuerspannung verändert also die Stärke des Elektronenstroms zur Anode. Und da dieser Strom um einige Größenordnungen stärker ist als der vergleichsweise geringe Strom der durch das Gitter fließt, arbeitet eine solche Röhr als Stromverstärker: Kleiner Eingangstrom erzeugt hohen Ausgangsstrom im Takte der anliegenden Steuerspannung. Eben diese Eigenschaft macht die Triode zum ersten elektronischen Verstärker in der Geschichte der Elektrotechnik. Heutzutage sind Triodenröhren als Verstärker im Bereich der Konsumentenelektronik längst durch die meistens kleineren, rausch- und verlustärmeren Transistoren ersetzt worden. Lediglich in der professionellen Audio-Technik und für High-End-HiFi-Geräte werden sie nach wie vor trotz oder wegen ihrer eigentlich vorsintflutlichen Technik und vor allem wegen ihres völlig anderen Verhaltens bei Übersteuerung verwendet. Röhren erzeugen bei Übersteuerung vorwiegend so genannte Harmonische Verzerrungen, wo hin gegen Halbleiter eher zu unharmonischen Verzerrungen (k3, k5 etc) neigen. Harmonische Verzerrungen (k2, k4 etc) klingen für das menschliche Ohr sehr viel angenehmer und werden oft gar nicht als Verzerrunbgen wahrgenommen. Übrigens: Der so genannte warme Klang eines Röhrenverstärkers wird allerdings oft fälschlicher weise von der warmen anheimelnden Atmosphäre, die eine Betrieb befindliche Röhre ausstrahlt, abgeleitet. Triodenröhren finden sich vor allem in Vorverstärkerstufen, so auch die ECC83. Das C in der Typenbezeichnung bedeutet Triode, das E bedeutet 6,3 Volt Heizspannung. Wie das Doppel-„C“ vermuten lässt, sind in einer ECC83 zwei Trioden vereint. Solche Röhren werden auch als Mehrfach- oder Verbundröhren bezeichnet. Die ECC83 ist besonders rausch- und mikrofoniearm – von außen einwirkende Schwingungen, beispielsweise durch hohe Schalldrücke, erzeugen nur geringe Modulationseffekte - , weswegen sie sich für Niederfrequenzverstärker, zum Beispiel Gitarren- oder Mikrofon-Vorverstärker eignet. Allerdings wird sie – das gilt für alle Röhren des Trioden-Typs – wegen ihres geringeren Wirkungsgrades nur in Vorverstärkerstufen eingesetzt. In Endstufen kommen üblicherweise Röhren anderen Typs zum Einsatz. Heute werden Röhren, da ihre Herstellung wesentlich aufwändiger und damit teurer als die von Halbleitern ist, hauptsächlich in Fernost und vor allem in Osteuropa gefertigt.

Eingangsanpassung

Damit aufeinanderfolgende Stufen eines Verstärkers optimal arbeiten, benötigt man bestimmte Anpassungen. Neben der Spannung selbst spielt auch die Impedanz (Wechselstromwiderstand, angegeben in Ohm) eine wesentliche Rolle. Grundsätzlich gilt, dass der Eingangswiderstand eines Verstärkers stets größer sein muss als der Ausgangswiderstand des Instrumentes oder Mikrofons. Schließt man eine Quelle, zum Beispiel ein Mikrofon, mit niedriger Ausgangsimpedanz (Quellenwiderstand) an einen Verstärker mit hoher Eingangsimpedanz an, so wirkt sich dies unmittelbar klanglich aus: Je höher die Eingangsimpedanz, desto höher der zu erzielende Pegel. Gleichzeitig führen höhere Eingangsimpedanzen zu einer Betonung der hohen Frequenzbereiche. Gerade bei höhenschwachen Mikrofonen kann durch eine höher gewählte Eingangsimpedanz der Klang deutlich beeinflusst werden. Daher lässt sich der Eingangwiderstand bei einigen Mikrofonvorverstärkern mehrstufig einstellen/erhöhen. Umgekehrt führt ein zu niedrig gewählter Eingangwiderstand bei einer hochohmigen Quelle (Beispiel: E-Gitarre) zu einem Kurzschluss, der zu einem Höhenverlust führt: Das Instrument klingt matt und muffig. Deswegen sind manche Vorverstärker mit einem „HiZ“-Schalter ausgestattet, damit Quell- und Eingangswiderstand zueinander im richtigen Verhältnis stehen. Bei Mischpulten kann ein solcher Schalter fehlen. Deswegen benötigen Gitarristen eine D.I.-Box, um das hochohmige Signal der Gitarre in ein niederohmiges zu wandeln.

Elektrostatischer Wandler

Im Gegensatz zum >dynamischen Wandler, dessen Membran ringförmig von einer Schwingspule angetrieben wird, schwingt beim elektrostatischen Wandler die Membran ganzflächig. Dies wird dadurch erreicht, daß zwischen zwei Flächenelektroden eine hauchdünne leitfähige Polymerfolie eingespannt ist, die auf geringste Veränderungen der Tonfrequenzspannung reagiert. Die Elektroden aus hochfestem Material sind wabenartig durchbrochen und damit schalldurchlässig; durch eine Polarisationsspannung wird ein elektrostatisches Feld erzeugt. Wird nun die hochtransformierte Signalspannung angelegt, so kommt es zu Ladungsverschiebungen, die die Membran in Schwingungen versetzen: Es entstehen Schallwellen, d.h. das ursprüngliche Tonsignal. Die geringe Masse der Membran trägt wesentlich zur detailgetreuen Auflösung bei. Ein elektrostatischer Wandler überrascht immer wieder durch seine räumliche Weite und Tiefe.

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ENG

ist die Abkürzung für „Electronic News Gathering“. Unter diesem Begriff werden alle Produkte und auch Tätigkeiten subsumiert, die sich um die mobile Aufzeichnung von Bild und Ton im Nachrichtensektor von Rundfunk und Fernsehen drehen. Die Bandbreite in diesem Tätigkeitsbereich erstreckt sich vom einzelnen Journalisten, der mit Videokamera oder Tonbandgerät ausgestattet ist und beispielsweise Interviews und Reportagen auf der Straße anfertigt, bis hin zu modern ausgestatteten Übertragungswagen mit umfangreichen technischen Möglichkeiten zur Aufzeichnung und Aufbereitung von Bild- und Tonmaterial, etwa von Großveranstaltungen wie Sport- und Musikereignissen. Eine eigene Branche hat sich um diesen Tätigkeitsbereich herum entwickelt, die spezielle Produkte rund um das ENG anbieten. Sie zeichnen sich sämtlich durch hohe Robustheit bei gleichzeitig kompakter und leichter Bauweise aus. Die Palette reicht etwa von Behältnissen und Stativen für den Bild- und Tonbereich bis hin zu Bild- und Tonaufzeichnungsgerätschaften für den mobilen Einsatz.

Envelope Follower

Bei einem Envelope  Follower – deutsch: Hüllkurvenfolger – handelt es sich um eine Schaltung, die sich als separates Modul in den ersten modularen Synthesizer-Systemen der 1960er Jahre fand. Die Schaltung vermag dabei die Amplitude eines in die Schaltung eingespeisten Audio-Signals in eine Steuerspannung umzuwandeln. Die so generierte Hüllkurve kann wiederum zur Kontrolle weiterer Parameter anderer Module dienen und etwa auf die Tonhöhe eines Oszillators oder die Filtereckfrequenz eines Filters einwirken. Bei der Analyse eingespeisten Audio-Materials gibt es zwei mögliche Verfahren: Der Hüllkurvenfolger analysiert die Gesamt-Amplitude des Signals oder aber nur die positiven oder negativen Halbschwingungen. Dem Hüllkurvenfolger selbst ist noch ein Tiefpass-Filter nachgeschaltet, das die generierte Steuerspannung glättet, so dass quasi nur noch die äußere Kontur der (Halb-)Amplitude als Steuerspannung entsteht. Ohne Einsatz dieses Filters würde die Steuerspannung zu wellig geraten und eher zittrige oder verzerrte Modulationen erzeugen. Mit Hüllkurvenfolgern sind somit im Vergleich zu herkömmlichen ADSR-Hüllkurven ungleich lebendigere Ergebnisse möglich. Hüllkurvenfolger finden sich abseits der oben dargestellten Einsatzmöglichkeit auch als Komponenten in vielen weiteren Studio-Geräten. So finden sie sich im Sidechain-Eingang von Kompressoren und Expandern oder beispielsweise als Bestandteil des so genannten Auto Wah Effektes – ein Filter, das in Abhängigkeit zur eingespeisten Steuerspannung des Hüllkurvenfolgers die Eckfrequenz automatisch ändert.

Exciter

Wörtlich übersetzt: Erreger. In der Studiotechnik eine Schaltung, die einem vorhandenen Signal gezielt Obertöne zumischt, um es präsenter und dadurch lauter klingen zu lassen.

FAT

Die Abkürzung steht für „File Allocation Table“ (deutsch, Dateizuordnungstabelle) und stellt ein System zur Einteilung des Speicherplatzes auf der Festplatte dar und findet sich in erster Linie im Zusammenhang mit Microsoft Windows. Bis zur Einführung von Windows NT war FAT die einzige Methode, um Festplatten zur Aufnahme von Daten einzuteilen. Zwei Versionen dieses Dateisystems – FAT16 und FAT32 – sind bis heute immer noch anzutreffen, obwohl das neuere und modernere NTFS-Dateisystem ungleich mehr Vorteile besitzt. Die FAT stellt eine Liste von Einträgen dar, die Informationen über jede Speichereinheit – Cluster genannt – der Festplatte enthält. Drei Zustände gibt es. Erstens: Die Speichereinheit ist unbelegt und kann beschrieben werden. Zweitens: Die Speichereinheit ist beschädigt. Drittens: Die Speichereinheit ist beschrieben. Aufgrund des 16 Bit-Rasters mit dem FAT16 arbeitet, konnten so lediglich 65.536 dieser Cluster adressiert beziehungsweise verwaltet werden, was einen maximal adressierbaren Festplattenplatz von zwei Gigabyte ergibt. Mit Einführung von Windows 95B wurde FAT 32 mit einem 32 Bit Raster (268.435.456 adressierbare Cluster) eingeführt, um auch Festplatten größer als zwei Gigabyte ansprechen zu können. Obwohl NTFS als das modernere Dateiformatierungssystem ab Windows 2000 Einzug auf die Festplatten von Home-Computern hielt, ist zumindest das FAT32 System immer noch weit verbreitet. Selbst Windows XP erlaubt die Formatierung von Festplatten mit FAT. Vorteil von FAT: Es ist nicht nur für ältere Windows-Versionen vor NTFS lesbar, sondern auch für Linux- und Macintosh-Systeme.

Federhall

Bevor es elektronische Hall-Geräte gab, wurden trockene Aufnahmen entweder mittels spezieller Hallräume, mit Hallplatten oder mit Federhallgeräten verhallt. Herzstück eines Federhall-Gerätes sind eine oder mehrere Spiralfedern, die locker in einem Rahmen eingespannt sind. Nahe der Federaufhängung sind jeweils ein Magnet und zwei Spulen (Geber und Nehmer) angebracht. Diese dienen als elektromechanische Wandler. Die Magnete sind mit der Hallfeder fest verbunden, die Spulen unbeweglich am Rahmen angebracht. Der Spule, die als Geber fungiert, wird über den Geberverstärker Strom eingeprägt. Dieser Verstärker wird von einem elektrischen Signal gesteuert, das mit Hall versehen werden soll. Die Geberspule versetzt den Magneten in Schwingung, diese wird auf die Feder übertragen. Je nach Einspannung wird diese sowohl in Längs-, Quer- oder Drehschwingung versetzt. Diese Schwingung setzt sich bis zum Ende fort, die Nehmerspule nimmt die Schwingung auf, wandelt sie zurück in ein elektrisches Signal, das schließlich vom Nehmerverstärker ausgegeben wird. Beim Durchlaufen der Hallfeder wurde das Signal jetzt so verändert, dass es für das menschliche Ohr wie ein Hall klingt. Der Nachteil eines einfachen Federhalls, ist seine Unnatürlichkeit, da die Verzögerung der Feder konstant ist, außerdem kann die Feder aufgrund ihrer Trägheit keinen kurzen Signalimpulsen folgen: Es entsteht das charakteristische Scheppern. In aufwändigen Studiogeräten, zum Beispiels von AKG, wurden daher oft mehrere Federn unterschiedlicher Länge parallel aufgehängt. Da die Spiralfedern sehr erschütterungs- und schallempfindlich, die elektromechanischen Wandler zudem anfällig für Einstreuungen sind, wurde ein teilweise enormer Aufwand getrieben, um unerwünschte Nebeneffekte wie das Scheppern und Nebengeräusche zu unterdrücken. Heute wird der Federhall wegen seiner Nachteile im Studio nicht mehr verwendet, gehört aber nach wie vor zur Grundausstattung von vielen Gitarrenverstärkern und von klassischen Hammondorgeln.

Ferrit Bead

Im Deutschen ist hierfür die Bezeichnung Ferritkern gebräuchlich: Es handelt sich dabei um ein kleines Stück des keramischen Werkstoffes Ferrit, der sich wegen seiner äußerst geringen elektrischen Leitfähigkeit, als Kernmaterial für Spulen und Transformatoren auch für höchste Frequenzen eignet. Ein Ferritkern, durch den stromdurchflossene Leiter geführt werden, wirkt wie eine Drossel mit äußerst geringer Windungszahl. Dadurch können hochfrequente Störimpulse auf Signal- und Versorgungsleitungen von Geräten ferngehalten sowie deren Austreten aus dem Gerät beziehungsweise deren Weiterverbreitung auf der Leitung verringert werden.

FET

ist die Kurzform für Feldeffekttransistor (engl.: field-effect-transistor). Hiermit werden unipolare Transistoren bezeichnet, bei denen im Gegensatz zu den bipolaren Transistoren nur ein Ladungstyp am Stromtransport beteiligt ist. Die am weitesten verbreitete Art des Feldeffekttransistors ist der MOSFET (Metall-Oxid-Halbleiter FET). Während Bipolartransistoren stromgesteuert sind, handelt es sich bei FETs um spannungsgesteuerte Schaltungselemente, die dazu dienen, elektrischen Strom zu schalten oder zu verstärken. Der FET funktioniert dabei als Halbleiter-Widerstand, dessen Querschnitt oder Dichte der Ladungsträger - und damit seine Leitfähigkeit – verändert werden kann. Dies geschieht durch eine quer zur Flussrichtung anliegende elektrische Spannung. Obwohl das Prinzip des FET bereits 1927 von dem amerikanischen Physiker österreichisch-ungarischer Abstammung Dr. Julius Edgar Lilienfeld entdeckt wurde, gelangte der FET erst in den 60er Jahren mit der Beherrschung der Silizium-Halbleitertechnik zur Serienreife.

FFT-Analyse

FFT bedeutet ausgeschrieben „Fast (Schnelle) Fourier Transformation“. Bei der Fourier-Transformation, benannt nach dem französischen Mathematiker Jean Baptiste Joseph Fourier, handelt es sich um ein mathematisches Verfahren, mit dem Signale aus dem Zeitbereich in den Frequenzbereich transformiert/übertragen werden. Sie dient bei der Schallanalyse zur Bestimmung des Frequenzspektrums eines zeitbezogenen Signals, zum Beispiel eines Sprach- oder Tonsignals und kann dessen Zusammensetzung  sichtbar machen. Die (diskrete) Fourier-Transformation (DFT) ist sehr rechenaufwändig, erst mit der FFT konnten die Rechnungen erheblich vereinfacht werden.

Flanger

Aus der experimentellen elektronischen Musik stammendes Gestaltungsmittel, um Räumlichkeit zu erzeugen. Ein Tonsignal wird in 2 Wege aufgeteilt und der 2. Weg wird gegenüber dem anderen im Bereich 1 – 20 ms verzögert diesem 1. Weg wieder zugemischt. Es entstehen frequenzabhängige Kammfiltereffekte, die, wenn sie auf die Stereokanäle verteilt werden, einen räumlichen Eindruck hinterlassen.

Flip-Mode

Die Digitaltechnik macht es möglich. Der Flip- oder auch Swap-Mode dient der funktionalen Änderung bestimmter Bedienelemente. Bei Mischpulten können damit Drehregler, Knöpfe oder Fader mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich die Parameteränderungen des Panoramareglers und des Kanalfaders zu tauschen, so dass die Pegelanpassung über den Drehregler und das Panning über den Fader geschieht.

Floating Point Unit (FPU)

ist eine spezielle Central Processing Unit (CPU), die meistens als Koprozessor dazu dient, Gleitkommazahlen zu verarbeiten. Die FPU ermöglicht einen wesentlichen Leistungssprung, da Gleitkommaberechnungen nicht über eine separate Software laufen müssen, was im Gegensatz zu den Berechnungen über die FPU sehr langsam von statten geht.

Frontside Bus (FSB)

Dieser Begriff bezeichnet eine Schnittstelle beziehungsweise eine Direktverbindung zwischen CPU und einem der Chips des Chipsets und regelt den Datenfluss, sowie ihre Geschwindigkeit zwischen CPU und der angeschlossenen Peripherie. Der FSB besitzt eine eigene Geschwindigkeit – gemessen in Megahertz – die Aussagen über die maximale Datentransferrate gibt.

General MIDI Level 2 (GM2)

Der General MIDI Standard wurde 1991 erstmals von der MIDI Manufacturers Association (MMA) als Standard definiert. Er diente primär dazu, bestimmte Klänge und Werks-Presets in Synthesizern auf bestimmte MIDI Program Change-Nummern zu definieren. Sinn und Zweck: Ein Arrangement, das im General MIDI-Standard komponiert und als MIDI-Datei gespeichert wurde, klingt auf jedem Klangerzeuger, der diese fest definierte Zuordnung der Klänge zu den Program Change-Nummern enthält, gleich. So findet sich etwa auf MIDI-Program Change Nummer 78 immer eine Shakuhachi-Flöte. Dieser Standard sieht ein Set an 128 Klängen vor, die über alle 16 MIDI-Kanäle im Multi-Mode angesprochen werden können. Besonderheit: Das damals einzig verfügbare Drumset wird ausschließlich auf Kanal 10 angesprochen und jedes der 30 Einzel-Instrumente wie etwa die Snare-Drum ist fest auf eine bestimmte MIDI-Notennummer – hier: Notennummer 38 – am Keyboard definiert. Eine Polyphonie von mindestens 24 Stimmen musste ebenfalls garantiert sein. Darüber hinaus mussten Klangerzeuger mit General MIDI Standard auch insgesamt 15 MIDI-Controller Messages senden und auch empfangen können. Dazu zählen etwa die Lautstärke, Panorama, Modulations- und Pitch Bend-Rad. 1999 wurde dieser erste Standard, der im Nachhinein die Zusatzbezeichnung „Level 1“ erhielt, durch eine Erweiterung abgelöst, die schließlich von der MMA mit der Bezeichnung General MIDI Level 2 (GM2) versehen wurde. Dieser neue Standard ist abwärtskompatibel zum Level 1 Standard, verfügt aber jetzt über 256 adressierbare Presets. Zur Ansteuerung dieser doppelten Menge an Klängen bedient sich der Level 2 Standard nicht nur der MIDI Program Change-Befehle, sondern auch des so genannten Bank Select-Befehls, der es quasi erlaubt, mehrere Variationen innerhalb einer Programmnummer – tatsächlich ist der hierarchische Aufbau umgekehrt, also jede Bank enthält immer 128 Program Change Nummern – aufzurufen. So ist das Acoustic Grand Piano, das sich auf Program Change Nummer 1 findet, durch Aufruf von Bank Select Befehlen im Level 2 Standard auch in den Variationen Wet und Dry Acoustic Grand Piano zusätzlich verfügbar. Daneben sieht der Level 2 Standard nunmehr eine Polyphonie von mindestens 32 Stimmen vor und die Zahl der sende- und empfangsfähigen MIDI-Controller wurde auf 28 erweitert. So lässt sich nun über Controller Nummer 71 die Filterresonanz eines Klangs gezielt ansteuern und über Controller-Nummer 93 etwa der Anteil des Chorus-Effekts einstellen. Das Repertoire an Drumsets ist dank der Bank Select-Einbindung auf nunmehr neun unterschiedlich klingende Sets angewachsen wie etwa ein Electronic, Jazz, Brush, oder Orchestra Kit, die sich jetzt zusätzlich auch auf MIDI-Kanal 11 ansteuern lassen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass etwa Firmen wie Roland und Yamaha diesen Standard auf eigene Art und Weise pflegen und teilweise mit Features versehen, die über den Standard hinausgehen. Ein Beispiel: Der auf GM basierende XG-Standard von Yamaha offerierte bereits 1998 eine 128-stimmige Polyphonie, sowie 64 ansteuerbare MIDI-Kanäle.

General-MIDI

Hauptwesenszug dieses MIDI-Standards (Anfang der 90er Jahre von der Firma Roland initiiert) ist die Vereinheitlichung und eindeutige Zuordnung von MIDI-Programmwechsel-Nummern zu Klängen. So ist in der ersten Version dieses Standards eine Liste von 128 Klängen und dazu beigeordneten Programmwechselnummern definiert worden. Innerhalb dieser Liste sticht die Abteilung Schlagzeug besonders hervor. Grundsätzlich werden Drums nur über MIDI-Kanal 10 angesprochen und jeder Notennummer ist ein eindeutiges Schlaginstrument zugeordnet. Alle übrigen Klänge sind lediglich über ihre eindeutig zugeordnete Programmwechselnummer anzusteuern. Jeder Klangerzeuger, der diesen Standard erfüllt, besitzt beispielsweise auf Programmnummer 41 den Klang „Violine“. Durch diesen Standard ist gewährleistet, dass MIDI-Arrangements unabhängig von dem Klangerzeuger, mit dem sie erstellt wurden, auf anderen Geräten dieses Standards immer das gleiche Arrangement erklingen lassen. 1998 wurde schließlich die zweite Version des General MIDI-Standards verabschiedet, die in erster Linie eine Erweiterung der Instrumente und Programmwechselnummern, sowie eine Erhöhung der Polyphonie vorsieht.

Gleichtaktunterdrückung

wird auch als Common Mode Rejection (CMR) bezeichnet. Die Gleichtaktunterdrückung ist ein Qualitätsparameter bei symmetrischen Studioverstärkern. Es handelt sich um ein logarithmisches Maß, das in Dezibel (dB) angegeben wird und aus dem Verhältnis von Differenzverstärkung (Nutzsignal) und Gleichtaktverstärkung (Störsignal) gebildet wird. Werden an zwei Eingänge eines symmetrischen Studioverstärkers so genannte Gleichtaktspannungen, also vollkommen identische Spannungen – in diesem Fall das Störsignal – angelegt, so ist die Ausgangsspannung bei idealer Symmetrie null, da sich die Signale gegenseitig kompensieren. Die  leichtaktunterdrückung geht in diesem Fall nach -unendlich [dB]. Tritt allerdings eine Spannungsdifferenz aufgrund einer Unsymmetrie auf, so verringert sich die Gleichtaktunterdrückung. In der Praxis werden Gleichtaktunterdrückungen von -60 dB (Studionorm) bis -120 dB (Meßgrenze) erreicht. Um die Gleichtaktunterdrückung ermitteln zu können werden beide Adern (a und b) des Eingangs über völlig gleiche Widerstände oder einen Trafo mit völlig symmetrischer Mittelanzapfung gegen die Masse mit einer Wechselspannung (Tonfrequenz) gespeist. Durch die Streuung der Bauelemente des Verstärkers, die die Symmetrie aus dem Gleichgewicht bringen, ist am Ausgang ein Signal messbar. Die Differenz zum Eingangssignal ist ein Maß für die Unsymmetriedämpfung. Beispiel: Eingang -20 dB, Ausgang -80 dB ergibt eine CMRR von -60 dB. Die ermittelten Werte sollten besser sein als -60 dB. Ein Anstieg bei höheren Frequenzen ist nicht so kritisch, wie ein höherer Pegel bei niedrigen Frequenzen (Gefahr der Brummeinstreuungen).

GP-I/O

bedeutet General Purpose-Input/Output. Dahinter verbirgt sich ein für viele Zwecke einsatzbarer simpler Steuerein, beziehungsweise –ausgang in Audio-Equipment, um externe Prozesse anregen und kontrollieren zu können.
Solche Steuerungsmechanismen sind beim Rundfunk oder auch in Tonstudios von Nutzen. Eine Einsatzmöglichkeit: Sobald der Masterfader aus der untersten Position heraus gefahren wird lässt ein Steuersignal beispielsweise die rote Lampe „On Air“ vor dem Studio auf leuchten zu lassen, um anzuzeigen dass der Moderator nicht gestört werden darf.

Grenzflächenmikrofon

(engl. boundary layer oder pressure zone microphone) Es stellt einen Sonderfall der Mikrofonkonstruktion dar, da hier der Mikrofonkörper konzeptioneller Teil der akustischen Bauform ist. Die Mikrofonkapsel ist bündig in eine schallharte, möglichst flache Platte eingelassen, die direkt auf einer großen reflektierenden Fläche befestigt wird – in der Regel auf dem Fußboden, mitunter auch an der Wand. Aufgrund seiner speziellen Konstruktion umgeht das Grenzflächenmikrofon Probleme in kleinen, nicht akustisch optimierten Räumen: So kann der Schalldruck bei tiefen Frequenzen aufgrund stehender Wellen unterschiedlich ausfallen und stark ortsabhängig sein; außerdem kann es an einigem Abstand zum Fußboden oder zu einer Wand auch zu Interferenzauslöschungen durch Überlagerung von direkt einfallender und reflektierender Welle kommen. Die Konstruktion des Grenzflächenmikrofons folgt der akustischen Gegebenheit, dass der Schalldruck an Wand und Fußboden praktisch auf der gesamten Fläche gleichmäßig verteilt und außerdem durch den Druckstaueffekt im Vergleich zum Schalldruck im Raum doppelt so groß ist. Deswegen liefert das Grenzflächenmikrofon also einen relativ um 6 dB höheren Ausgangspegel. Gebaut wird dieser Mikrofontyp meist mit Druckempfänger-Kapsel und hat, da die Kapsel membranflächenbündig in die Platte eingelassen ist, eine halbkugelförmige, frequenzneutrale Richtcharakteristik. Der Schalldruckgewinn bewirkt eine Verbesserung des Störabstands gegenüber vergleichbaren Kugel-Mikrofonkapseln, die frei aufgestellt sind. Grenzflächenmikrofone werden ausschließlich als Kondensatormikrofone gefertigt, kostengünstige Modelle auch in Elektret-Technik.

Hallraum

(engl. Echo Chamber) Raumhall wurde bis Anfang der Fünfziger Jahre tatsächlich in echten Räumen erzeugt: Die trockene Aufnahme wurde vom Mischpult an einen im Hallraum stehenden Lautsprecher gesendet und von diesem ausgespielt. An einer anderen Stelle im Raum stand ein Mikrofon, dass das verhallte Mischsignal aufzeichnete. Dieses Signal wurde auf einen eigenen Mischpultkanal aufgenommen. Beim Abmischen wurde der trockenen Aufnahme das neue Signal zugemischt – fertig war die verhallte Aufnahme. Bei den legendären Sun-Sessions von Elvis Presley wurde als Hallraum ein gekacheltes Badezimmer verwendet, das für den charakteristischen „Slap-Back-Echo“-Sound verantwortlich ist. Genauso gab es schon damals eigens konstruierte Hallräume, die sehr aufwändig waren: Um eine hohe Nachhallzeit und ein möglichst gleichmäßiges Schallfeld zu erzeugen, bestanden die Flächen aus möglichst schallharten Materialien damit die Schallenergie nicht oder zumindest kaum absorbiert wurde. Zur Vermeidung von Raumresonanzen wurden Wände und Decken oft nicht parallel gebaut. Um eine gleichmäßige Diffusion (Streuung) zu erreichen, wurden zusätzlich noch Platten oder andere Verteiler wie Holz- oder Stahlplatten eingehängt. Schließlich waren diese spezialisierten Hallräume oft sehr groß (70 bis 100 Kubikmeter Rauminhalt) und mussten in einem separaten, sehr ruhigen Gebäudeteil untergebracht werden. Die Qualität des so erzeugten Halls war – je nach Güte des Hallraums – sehr hochwertig. Allerdings waren Varianten nur über aufwändige Umbaumaßnahmen möglich, die sich nur große Studios leisten konnten. Durch die Entwicklung von elektromechanischen Hallgeräten, wie dem Federhallgerät oder der Hallplatte, verlor der Hallraum bereits ab Mitte/Ende der Fünfziger Jahre an Bedeutung für kommerzielle Produktionen, die möglichst kostengünstig erstellt werden mussten. Auch wenn Hallräume bei Musikproduktionen heute seltener in Gebrauch sind, werden sie weiterhin als spezielle Laborräume für messtechnische Zwecke, beispielsweise bei Schalldruckmessungen, verwendet.

Headroom

darunter versteht man den Unterschied zwischen Nennpegel und Maximalpegel. Systeme, für die Verarbeitung von Signalen, haben grundsätzlich eine Obergrenze für die Signalstärke, die nicht überschritten werden darf. In der Digitaltechnik liegt dieser Maximalwert bei 0 dBfs, darüber geht so zusagen nichts mehr. Wird diese Grenze überschritten, setzen schlagartig extrem starke Verzerrungen ein, begleitet von Signalaussetzern und Klick-Geräuschen. In der Analogtechnik ist diese Grenze nicht so hart wie in der Digitaltechnik und hängt außerdem  von den verwendeten Audio-Bausteinen ab. Beispielsweise setzen die Verzerrungen bei Überschreiten des Maximalpegels bei einem Röhrenverstärker oder einer Bandmaschine viel weicher ein, als bei manchen Hableiter-Verstärkern. Um diese Übersteuerungen zu vermeiden hält man in der Studiotechnik grundsätzlich einen Sicherheitsabstand zu dieser Maximalgrenze ein - in der Digitaltechnik einen größeren als in der Analogtechnik und den bezeichnet man als Headroom. Da dieses Thema von großer Bedeutung für die Qualität des Endergebnisses bei einer Musikproduktion ist, werden wir in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher darauf eingehen.

Hyper Threading

Damit wird eine Technologie bezeichnet, die nur bei Pentium IV Prozessoren von Intel möglich ist. Die Ressourcen des Hauptprozessors werden in zwei virtuelle Prozessoren aufgeteilt, so dass zwei Rechenvorgänge – Threads genannt – zur gleichen Zeit abgearbeitet werden können.

IIR

steht für Infinite Impulse Response und beschreibt die Impulsantwort einer digitalen Filterstruktur, die sich über die Zeitachse, zumindest in der Theorie, unendlich ausdehnt. Dieses Verhalten entspricht dem eines analogen Filters. IIR-Digitalfilter sind also auf digitaler Ebene nachgebildete Analogfilter. Die Filterstruktur entsteht aus einer Kaskadierung einzelner Filterblöcke 2. Ordnung, die auch als Filterblöcke (Biquads) bezeichnet werden. Das wichtigste Merkmal der einzelnen Biquads ist seine Rückgekoppelte Struktur. Hierdurch erhält die zugehörige Impulsantwort ihre unendliche Ausdehnung. Jeder Filterblock besitzt fünf Koeffizienten, die die Stärke der Rückkopplung beeinflussen. Die Übertragungsfunktion der Gesamtstruktur ergibt sich aus der Multiplikation der Übertragungsfunktionen der einzelnen Biquads. Die Variation der Koeffizienten hat dabei Einfluss auf die verschiedenen Filterparameter (Trennfrequenz, Verstärkung, Güte usw.) Im Vergleich zu der FIR-Filterstruktur (Finite Impulse Resonse) kommt die IIR-Kaskadenstruktur bei einer gegebenen Filterfunktion mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Rechenoperationen aus, auch wenn die Grundstruktur zunächst komplizierter aussieht. Diese Eigenschaften prädestinieren IIR-Filter für Anwendungen, bei denen die Filterparameter in Echtzeit verändert werden sollen oder für solche, bei denen nur begrenzte Rechenkapazitäten zur Verfügung stehen. Beispiele hierfür sind parametrische EQs digitaler Mischpulte, sowie digitale Equalizer oder Lautsprechercontroller. Ein Nachteil der IIR-Filter ist, dass sich wie bei analogen Filtern durch die Beeinflussung des Frequenzganges stets auch der Phasengang verändert.

Instrumentenverstärker

Besser bezeichnet als Instrumentierungsverstärker (engl. Instrumentation operational amplifier) handelt es sich hierbei um eine besonders präzise Operartionsverstärker-Schaltung mit sehr hochohmigen Eingängen und geringer Offsetspannung. Die typische Schaltung besteht aus drei OPs, wobei die ersten beiden als Spannungsfolger und der dritte als Subtrahierer arbeiten. Instrumentierungsverstärker zeichnen sich durch eine besonders geringe Gleichtaktunterdrückung, sowie geringe Eingangs-Offsetspannung aus, allerdings ist ihre Bandbreite vergleichsweise gering, weswegen Instrumentierungsverstärker nur bedingt bei höheren Frequenzen einsetzbar sind.

IRQ

(Interrupt Request) bezeichnet die Unterbrechung eines gerade laufenden Prozesses. Sämtliche Geräte und Controller innerhalb eines Computer-Systems besitzen eine eigene IRQ-Nummer, die zumeist fest vergeben ist, sich aber auch im BIOS manuell einstellen lässt. Dieses System aus IRQ-Nummern bildet eine Art von Prioritäten-Liste. Je niedriger die vergebene IRQ-Nummer für ein Gerät ist, desto eher kann es bei seiner Aktivierung momentan laufende Prozesse unterbrechen und die Leistung des Prozessors für sich beanspruchen. Ein Beispiel: Kommen Daten über eine Netzwerkkarte in den Rechner an, so sendet diese seine IRQ-Nummer und unterbricht sämtliche anderen Prozesse, die gerade von Geräten mit einer höheren Nummer ausgeführt werden.

ISO 9660

Unter dieser Bezeichnung hat die International Organization for Standardization (ISO) einen Standard zur Beschreibung und Organisation von Dateisystemen auf CD-Medien definiert. ISO-9660 wurde 1987 veröffentlicht. Sinn und Zweck dieses Standards ist die plattformunabhängige Lesbarkeit der auf CD gespeicherten Daten. Der Standard sieht vor, dass Dateinamen aus Großbuchstaben, Ziffern und dem Unterstrich bestehen und höchstens acht Zeichen mit einer drei Buchstaben umfassenden Datei-Extension enthalten dürfen. Auf dem Datenträger dürfen maximal acht Verzeichnis-(Unter)-Ebenen enthalten sein und eine einzelne Datei darf nicht größer als zwei Gigabyte sein. Diese Vorgaben erlauben das Lesen einer CD auf unterschiedlichen Computer-(Betriebs-)Systemen. Es hat im Laufe der Zeit Erweiterungen des ISO-9660-Standards gegeben, so dass im ISO 9660 Level 2 Standard Dateinamen beispielsweise jetzt auch aus bis zu 31 Zeichen bestehen dürfen. Eine proprietäre Erweiterung dieses Standards wurde unter dem Begriff „Joliet“ von Microsoft eingeführt. Dateinamen dürfen darin 64 Zeichen besitzen und ein Verzeichnispfad inklusive Dateiname maximal 120 Zeichen betragen. Mit dem HFS-System (Hierarchical File System) wurde auch auf Apple Ebene eine Modifikation des ISO-9660 Standards eingeführt, die ebenfalls lange Dateinamen unterstützt.

ISRC-Code

Die Abkürzung steht für International Standard Recording Code und bezeichnet eine zwölfstellige digitale Kennung für einen CD-Titel, die beim Premastering einer Audio-CD im Subcode eingetragen und ungehört mitgeführt werden kann. Wird ein CD-Titel im Rundfunk gespielt, wird der ISRC-Code automatisch ausgelesen, wodurch die Lizenzabwicklung somit sehr einfach erfolgen kann. Mit dem ISRC-Code wird eine bestimmte Aufnahme eindeutig identifiziert. Spielt der Interpret den Titel neu ein, so erhält diese Neuaufnahme einen eigenen, neuen ISRC-Code. Inzwischen sehen auch andere Audioformate, beispielsweise OGG Vobis einen ISRC-Tag vor.

Jitterspektrum

Jitter ist die – relativ schnelle –  positive oder negative Frequenzabweichung der Samplingfrequenz eines digitalen Systems. Sie wird entweder in Nanosekunden oder in PPM (parts per million) angegeben. Zustande kommt sie durch die unterschiedliche Ansprechschwelle bei der Abtastung der fallenden oder ansteigenden Flanke der Sampling-Schwingung. Dieser so genannte Offset-Fehler ergibt sich auch durch die Streuung der elektronischen Bauelemente. Bei höheren Sampling-Raten ist dieser Jitter kleiner als bei niedrigen. Die schlechtesten Werte haben Systeme, die automatisch die ankommende Sampling-Frequenz erkennen. Nach dem AES 17 Standard wird der Jitter gemessen, indem das System mit einem Viertel der Sampling-Rate – also zum Beispiel 12 kHz – bei einem Pegel von -3dBFS angesteuert wird. Die Sampling-Frequenz wird mit einer Jitter-Amplitude von 40 ns beaufschlagt und diese durchläuft einen Frequenzbereich von 80 Hz – 20 kHz. Dabei wird am Ausgang des Gerätes der Klirrfaktor THD+N gemessen. Es gibt überdies Diagramme, die Werte in dB UI enthalten und die Beziehung auf das so genannte Unit Interval eines Samples bezeichnet. Statt ppm und Nanosekunden ist diese Bezeichnung eine gute Möglichkeit, Werte auch in dB auszudrücken. Beispiel: 10% = -20 dBUI; 1% = -40 dBUI; 0,1= -60dBUI; 0,01= -80 dBUI; 1ppm = dBUI. In Bezug auf die Verhältnisse zwischen analogem und digitalem System sind die Auswirkungen des THD+N in etwa gleich. Wichtig ist die Frage des Generationsverhaltens, also einer Jitter behafteten Kopie eines Signals auf digitaler Ebene.

Johnson-Rauschen

Hierbei handelt es sich um ein weißes Rauschen, das sich aus der thermischen Bewegung der Ladungsträger in elektrischen Schaltkreisen erklärt. Es tritt als Widerstandrauschen an ohmschen Widerständen und in Halbleitern auf. Sobald die Temperatur in elektrisch leitenden Materialien höher als der absolute Nullpunkt ist, bewegen sich die Elektronen. Diese Bewegung ist völlig zufällig und ungerichtet, was dazu führt, dass an zwei Anschlüssen eines Leitermaterials im Mittel kein Strom fließt, jedoch zu jedem Zeitpunkt unkontrolliert Elektronen an beiden Enden austreten. Durch die völlig zufälligen Zeitpunkte und Anzahl der Elektronen entsteht ein Rauschstrom mit einer Frequenzverteilung. Das thermische Rauschen wurde erstmals von dem amerikanischen Physiker schwedischer Herkunft John Bertrand Johnson (1877 – 1970) Ende der zwanziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts experimentell verifiziert und später nach ihm benannt. Gebräuchlich und synonym sind auch die Bezeichnungen Johnson-Nyquist-Rauschen und Nyquist-Rauschen.

Kevlar

Diese Bezeichnung ist ein Markenname für eine organische Kunstfaser, die 1965 von der Firma Dupont entwickelt wurde. Diese Faser, ein aromatisches Polyamid, zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, Bruchdehnung, Schwingungsdämpfung, Säure- und Laugenbeständigkeit, sowie Feuerfestigkeit aus. Im Lautsprecherbau wird Kevlar aufgrund seiner hohen Elastizität eingesetzt. Kevlar findet sich zumeist nur in Monitoren der höheren Preiskategorien vor.

Key-Switch

bezeichnet eine oder mehrere Spieltasten auf dem Keyboard, die anstelle eines Tones einen Steuerbefehl an den Klangerzeuger – hier ein virtuelles Instrument – sendet. Zumeist handelt es sich um Programmwechsel-Befehle, die ein anderes oder alternatives Klangprogramm aufrufen. Diese Tasten finden sich meistens am äußeren Rand der Tastatur außerhalb des Spielbereichs des gerade aktiven Klanges.

Kondensatormikrofon

Auch: elektrostatisches Mikrofon. Beim Kondensatormikrofon besteht der Schallwandler aus einer festen Elektrode, auf der in geringem Abstand von dieser isoliert eine metallbedampfte sehr dünne Folie als Membran befestigt ist. Die feste und die bewegliche Elektrode bilden somit einen Kondensator. Die auf die Membran treffenden Schallwellen ändern den Elektrodenabstand. Die Ladung dieses Kondensators erzeugt dadurch an einem Widerstand Spannungsänderungen. Diese bilden den Schallverlauf sehr genau ab. Das Kondensatormikrofon erfüllt höchste Ansprüche an Tonqualität, benötigt allerdings eine relativ hohe Polarisationsspannung an der Kapsel. Diese liegt in der Regel zwischen 60 und 200 Volt.

Kreuzschienenverteiler

(engl.: cross bar switch) sind nichts anderes als eine Patch-Bay mit deren Hilfe es schnell möglich ist, beliebige Geräte (Verstärker, Effekte, Equalizer) mit ihren Ein- und Ausgängen miteinander zu verbinden. In der Regel sind diese KSVs symmetrisch ausgeführt, und besitzen manchmal auch noch Anpass-Verstärker, die Geräte mit unterschiedlichen Pegeln angleichen. So braucht man sich keine Gedanken über Aus- und Eingangspegel machen – man steckt die Kabel und kann arbeiten. Komplizierter wird es bei digitalen Kreuzschienen, da diese zusätzlich noch ein Clock-Signal übertragen müssen, auf das sich angeschlossene Geräte synchronisieren können.

Kugelcharakteristik

Ein perfektes Mikrofon nimmt Schall aus allen Richtungen gleich gut auf. Es reagiert idealerweise nur auf die Druckänderungen, die eine Schallwelle erzeugt. Die Orte gleicher (Schall)-Empfindlichkeit befinden sich also quasi auf einer Kugeloberfläche um das Mikrofon, welches den Mittelpunkt bildet. Mikrofone, die diesem Idealbild sehr nahe kommen, werden als Kugelmikrofone oder „Mikrofone mit Kugelcharakteristik“ bezeichnet.

Kunstkopf

ist eine „Erfindung“ aus den 30er Jahren von Eugen Beyer (Beyerdynamik) und Georg Neumann (Neumann). Sie kamen auf die Idee, Mikrofonkapseln dort einzubauen, wo bei einem Menschen das Gehör sitzt. Er diente damals nur zu Versuchszwecken und als Meßobjekt. Wiederentdeckt wurde er erst in den 70er Jahren, als Sennheiser seinen ersten „offenen Kopfhörer“ entwickelte. Mit ihm lassen sich Kunstkopfaufnahmen perfekt abhören.

Latenz

Wörtlich übersetzt: Die Verborgenheit. Der Begriff Latenz tritt im Zusammenhang mit Computern und Audio-PC-Karten/-Interfaces auf. Er bezeichnet die Verzögerungszeit, die der Computer benötigt, um vom Interface ausgesendete Signale zu verarbeiten und an dieses wieder zurück zu schicken. Je höher die Latenz ist, desto länger dauert es beispielsweise vom Anschlag einer Gitarren-Saite bis zum Erklingen aus dem Lautsprecher. Latenzzeiten werden in Millisekunden gemessen, eine Latenzzeit von sieben Millisekunden ist akzeptabel. Ab cirka zwölf Millisekunden ist schon eine Rauminformation oder ein leichter Echoeffekt hörbar. Höhere Werte ziehen einen entsprechend stärkeren Verzögerungseffekt nach sich, so dass ab einer Latenz von 20 ms beim Spieler und Hörer der Eindruck eines „Schetterechos“ entsteht, der bei Musikern das Taktgefühl deutlich beeinträchtigt. Über das ASIO-Protokoll, das zur entsprechenden Karte oder dem Interface korrespondiert, kann die Latenz zwischen Signaleingabe, Verarbeitung und Ausgabe drastisch gesenkt werden.

LC-Schwingkreis

In der Nachrichtentechnik bezeichnet der Begriff LC-Schwingkreis eine grundlegende Schaltung, die aus mindestens zwei Bauteilen besteht: einem Kondensator und einer Spule, die beim Zusammenschalten eine angelegte Wechselspannung in Amplitude und Phase durch die Resonanzbedingung verändern. Hierbei wird die Energie zwischen Spule und Kondensator periodisch ausgetauscht, wodurch abwechselnd hoher Strom oder hohe Spannung vorliegen. Ist der Kondensator geladen, liegt maximale Spannung vor, die Energie ist im elektrischen Feld des Kondensators gespeichert. Entlädt sich der Kondensator dann über die Spule, ist der Strom maximal und die Energie strömt ins Magnetfeld. Die Trägheit der Spule, also der Induktion, gegenüber der Stromänderung sorgt nun dafür, dass der Strom weiter fließt. Das Ergebnis: Die Energie wird dem Magnetfeld entnommen und lädt den Kondensator in umgekehrter Polung wieder auf. Schließlich ist wieder die Spannung maximal, dann aber eben mit umgekehrter Polung und der Vorgang wiederholt sich periodisch. LC-Reihenschwingkreise werden gerne in hochwertigen Equalizern verwendet, da sie einen Frequenzgang quasi klirrfaktorlos beeinflussen können. Das Zusammenschalten der Bauteile kann in Reihe oder parallel geschehen. Bei Parallelschaltung ergibt sich im Resonanzfall – Eigenfrequenz stimmt mit der anregenden Frequenz überein – eine Spannungs- respektive Pegelerhöhung, bei Reihenschaltung eine Absenkung. Auch wenn an beiden Bauteilen stets die gleiche Spannung anliegt, können in ihnen unterschiedliche Ströme fließen. Beim LC-Reihenschwingkreis, der häufig verwendet wird, um bestimmte Frequenzen herauszufiltern, sind Spule und Kondensator – wie der Name schon sagt – in Reihe geschaltet. Dabei werden immer nur Frequenzen herausgefiltert, die der Resonanzfrequenz, hier Reihenresonanz, des Schwingkreises entsprechen. Bei der Resonanzfrequenz heben sich die kapazitiven und induktiven Blindwiderstände gegenseitig auf und die Schaltung wirkt als Kurzschluss. Will heißen: Liegt die Frequenz oberhalb der Resonanzfrequenz, ist der induktive Blindwiderstand (Spule) betragsmäßig größer als der kapazitive. Dadurch ist der betragsmäßige Gesamtwiderstand positiv. Die Spule wirkt dann wie ein Widerstand für diese Frequenz, der Kondensator wie ein Kurzschluss. Liegt die Frequenz aber unterhalb der Resonanzfrequenz, kehrt sich das Ganze um: Der kapazitive Blindwiderstand des Kondensators ist dann größer als der induktive Blindwiderstand der Spule. Bei diesem ebenso betragsmäßig positiven Gesamtwiderstand wirkt jetzt die Spule wie ein Kurzschluss und der Kondensator übernimmt die Rolle eines Widerstands. Die Frequenzabhängigkeit des Widerstandes, der nur in der Nachbarschaft der Resonanzfrequenz minimal oder maximal wird, dient zum Herausfiltern einer bestimmten Frequenz. Entweder um sie alleine durchzulassen, oder um diese zu unterdrücken. Beispiel: Um Rundfunkempfänger auf den gewünschten Sender abzustimmen, schaltet man einen Parallelschwingkreis zwischen die Eingangspole des Detektorempfängers direkt zwischen Antenne und Erde. Außerdem wird das Ausgangssignal ebenfalls an diesen Anschlüssen abgenommen und der weiteren Verarbeitung zur Mischung bei einem Überlagerungsempfänger zugeführt. Für die Filterung von Störungen aus dem Rundfunksignal wird ebenfalls ein Parallelschwingkreis verwendet, diesmal aber praktisch als Vorwiderstand in die Eingangs- beziehungsweise Antennenleitung eingeschleift. Damit kann bei einfachen Rundfunkempfängern beispielsweise ein sehr starker Ortssender herausgefiltert werden, um die eigentlichen Frequenzselektionsstufen dann auf die gewünschte Frequenz eines weiter entfernten und dadurch schwächer einfallenden Senders abzustimmen, die sonst vom Ortssender überlagert würden.

Lead-Sheet

Im Unterschied zu herkömmlichen Notentexten, die die Musik detailliert aufzeichnet hinsichtlich Melodik, Rhythmik, Tonart, Vortragsweise und dergleichen, kommt ein Leadsheet mit einem ungleich reduzierteren Informationsgehalt aus. Zumeist werden auf einem normalen Blatt Papier nur die gebräuchlichen Akkordbezeichnungen in der englischsprachigen Bezeichnung (Cmaj7, G9, Bmin7, und so weiter) notiert, die von links nach rechts ablaufend die harmonische Abfolge eines Stückes vermerkt. Eventuell notierte vertikale Striche zwischen den Akkord-Bezeichnungen vermerken dabei Beginn und Ende von Takten und dienen der Strukturierung. Zusätzlich findet sich schließlich mitunter noch eine Angabe zur Taktart. In dieser Form spricht man auch von einem Chord-Sheet. Ein Lead-Sheet vermerkt zusätzlich zumeist entweder noch einen Gesangstext oder aber in einem Notensystem die Hauptmelodie des Stücks. Sehr große Verbreitung finden Lead-Sheets in der Jazz-Musik. In so genannten Fake Books, das bekannteste dürfte das Real Book für den Jazz sein, finden sich Sammlungen von Lead Sheets. Das Real Book zum Beispiel enthält dabei Standard-Stücke dieser Musikgattung. Es dient den Musikern als Grundlage und Ausgangspunkt für eigene Bearbeitungen und Improvisationen.

Leslie

ist die Kurzform für Leslie Lautsprecher-Kabinett. Gemeint ist eine aktive Lautsprecherbox für elektrische und elektronische Musikinstrumente. Nach seinem Erfinder Donald James Leslie (1911-2004) benannt, prägte es wesentlich den unverwechselbaren Klang der Hammond-Orgel. Das wesentliche Merkmal sind die rotierenden Lautsprecher, wodurch eine Modulation der Tonhöhe durch Ausnutzung des Doppler-Effekts erreicht wird. Genauer gesagt rotieren aber nicht die Lautsprecher, sondern deren Schalltrichter, während die Chassis liegend in diesen eingebaut sind. Durch die Rotation entstehen zwei akustische Phänomene: Zum einen wird der wahrgenommene Ton tiefer je weiter sich der Lautsprecher vom Zuhörer entfernt. Strahlt der Schalltrichter in Richtung der Boxenrückwand ab, tritt zum anderen der Effekt auf, dass die Reflektionen der höheren Töne, die dann in Richtung Zuschauer abgegeben werden, sich mit dem Direktschall vermischen. Dies geschieht zu jedem Zeitpunkt in alle Richtungen des Raums. Das äußerst komplexe Klangbild ist aufgrund der Modulationen weit mehr als ein einfaches Vibrato und kennzeichnet den eigentümlichen Leslie-Sound. Das Leslie ist als Zweiwegesystem aufgebaut, wobei sich die Rotoren für den Hoch- und Tieftöner in unterschiedlichen Geschwindigkeiten – passend zu den übertragenen Frequenzen – bewegen. Über ein Pedal können die Umdrehungen pro Minute in drei Stufen geändert werden, was gerade bei der Beschleunigung und dem Abbremsen zu weiteren reizvollen Klang-Effekten führt. Ein Nachteil eines Leslie-Kabinetts ist die Größe und das Gewicht des Lautsprechersystems. Außerdem ist die Mikrofonierung nicht einfach, da durch die sich bewegenden Schalltrichter mindestens zwei Mikrofone für authentische Abnahmen des räumlichen Klangs nötig sind und die Positionierung der Mikrofone und die Beschaffenheit des Wiedergaberaums eine besondere Herausforderung darstellen. Deswegen ist es auch sehr schwierig den typischen Klang synthetisch herzustellen. Die Kombination aus Vibrato, Tremolo und Phasenverschiebung –  die für hohe und tiefe Tonanteile auch noch unterschiedlich verlaufen – bereitete Entwicklern von Simulationen großes Kopfzerbrechen. Auch wenn es in Ansätzen gelungen ist den legendären Sound eines Leslie-Kabinetts zu simulieren, es geht doch nichts über den Klang des Originals.

LFE

steht für Low Frequency Effect bei Dolby Sourround oder für Low Frequency Enhancement beim neueren DTS-System. Es wird bei Surround-Systemen zur Übertragung von tiefen Frequenzen gebraucht, die vom menschlichen Ohr nicht lokalisiert werden können. Da die Bandbreite auf 20 bis 100 Hertz begrenzt ist, um den Datenstrom gering zu halten, wird er nicht als voller Kanal verstanden, sondern bei der Angabe der Kanalanzahl als Zusatz angehängt. Daher rühren die Bezeichnungen 5.1 oder 7.1. Gemeint sind damit entweder sieben oder fünf Kanäle plus den LFE. Ursprünglich wurde er eingeführt, um im Kino einen Subwoofer mit den Bass-Signalen zu versorgen und diesen unabhängig von den anderen Lautsprechern regeln zu können. Das LFE-Signal wird aus der Summe aller stark tiefpassgefilterten Kanäle gewonnen. Falls kein Subwoofer zur Verfügung steht oder vorgesehen ist, ist es alternativ auch möglich, die summierten tiefen Spektralanteile aller Kanäle wiederum auf alle Lautsprecher zu führen. In diesem Fall ist die Bezeichnung 5.0 beziehungsweise 7.0 üblich. Auch dieses Signal kann als unabhängiger sechster (bei 5.0) oder achter (bei 7.0) Kanal aufgefasst werden, der allerdings nicht diskret ansteuerbar ist.

LTC

Die Abkürzung steht für „Longitudinal Time Code“ und ist von der SMPTE genormt. Es handelt sich um ein Synchronisations-Format, das sich zumeist im Videobereich findet und eine frame-genaue Zeitinformation mit sich führt. Das zeitcodierte Signal besteht aus einer Audio-Information und kann auf einem Magnetband, wie etwa einer S-VHS Videocassette, einem Tonband, oder anderen Geräten  zur Signalaufzeichnung, gespeichert werden. Es lässt sich aber auch in den Video Signalstrom einbinden. Zumeist ist LTC als separates Signal auf einer eigenen Spur vorhanden. Das Synchronisations-Signal führt Informationen über das Datum, Stunden, Minuten, Sekunden und Frames. Da das Signal als permanenter zeitbasierter Datenstrom in einer eigenen Spur die Ton- und/oder Bildaufzeichnung begleitet, lässt sich LTC beim schnellen Spulen eines Bandes simultan auslesen. Nachteil: Bei Standbildern etwa lässt sich dieser Timecode nicht auslesen.

MADI

Eine Abkürzung für „Multi Channel Audio Digital Interface“. MADI ist gleichzeitig eine digitale Schnittstelle und ein digitales Audio-Signalformat, das in der professionellen Studiotechnik eingesetzt wird und zur Übertragung von mehrkanaligen digitalen Signalen zwischen DAWs und digitalen Mischpulten dient. MADI wurde auf Initiative von AMS-Neve, SSL, Sony und Mitsubishi hin entwickelt. Die Spezifikationen wurden 1991 erstmals als Norm von der AES vorgestellt. Auf Basis eines AES/EBU-Signals kann MADI bis zu 64 Audio-Kanäle bei 16 und 24 Bit Wortbreite und maximal 48 Kilohertz Samplingrate bidirektional übertragen. Bei 96 Kilohertz halbiert sich die maximale Zahl der Übertragungskanäle. Das digitale Signal kann sowohl über eine optische, als auch eine koaxiale (BNC-)Schnittstelle übertragen werden. Der Vorteil dieses Formats besteht darin, dass der Verkabelungsaufwand enorm reduziert wird, da die mehrkanaligen Signale lediglich über ein Kabel übertragen werden. Dies geschieht durch das so genannte „multiplexen“. Das heißt, dass ein übertragenes Datenpaket innerhalb eines Signalstroms zu jedem Audio-Kanal eine fragmentarische Information enthält. Die Schnittstelle selbst sorgt für das Zerlegen und Zusammensetzen dieser fragmentierten Audio-Signale. Es besteht die Möglichkeit Ein- und Ausgangssignale sowohl in einem (simplex), als auch in zwei Kabeln (duplex) zu führen.

Meter-Bridge

Die bei einem Mischpult über dem Regietisch angesetzte Leiste mit den Pegelanzeigen. Bei diesen handelt es sich heute um LED-Ketten anstatt der früher üblichen VU-Meter (Zeiger als Anzeiger).

MIDI CC Daten

MIDI Continuous Controller Daten sind Bestandteil des MIDI-Protokolls. Zusätzlich zu den Informationen über eine gedrückte Taste an einem Keyboard (Notennummer, Dauer) übermitteln sie Informationen zur teils kontinuierlichen Änderung von Parametern, die von einem Keyboard an einen Klangerzeuger (Hard-/Software) gesendet werden. Ein vollständiger Controllerbefehl (0xbnccw) besteht aus mehreren Bytes. Das erste lautet immer 0xBn, wobei n die Kanalnummer angibt. CC steht dann für die Controllelrart und w für den Wert den der zu steuernde Klangparameter annehmen soll. Insgesamt existieren 128 unterschiedliche Controller-Nummern beziehungsweise Kanäle. Controller-Nummern, die beispielsweise einen Dreh-Regler steuern sollen übermitteln dabei Werteänderungen in einem Bereich von eins bis 128. Bei der Auslösung einer Schaltfunktion, wie etwa der Betätigung eines Haltepedals werden Werte in einem Bereich von eins bis 64 für den nicht aktivierten Zustand übermittelt und Werte ab 65 zur Übermittlung des aktivierten Zustands gesendet. Mit Hilfe solcher Befehle lassen sich MIDI-Konfigurationen zwischen Controller und Klangerzeuger erstellen. Eine Reihe von Controller Nummern sind als Standard fest definiert auf Bedienelemente eines Keyboards und einer konkreten klanglichen Auswirkung am empfangenden Klangerzeuger. So wird beispielsweise bei Betätigung des Modulationsrads an einem Keyboard automatisch der MIDI-Controller eins gesendet, der im Klangerzeuger meistens eine Modulation des Klangs auslöst. Die Lautstärkeänderung von Sounds wird fest über den MIDI-Controller sieben gesendet. Weitere fest vergebene MIDI-Controller-Nummern mit konkreter Aufgabe sind das Haltepedal (Controller 64 und 66), das Panorama eines Sounds (Controller 10), eines Blaswandlers (Controller 2), oder etwa für Program changes zum Wechsel von Sound-Programmen (Controller 96 und 97). Viele Klangerzeuger vor allem auf virtueller Ebene erlauben mittlerweile die komplette Neudefinition dieser fest vorgegebenen MIDI-Controller-Nummern.

Motor-Fader

Pegelsteller eines Mischpultes, der durch Automation fernbedienbar ist. Er wird durch einen kleinen Linearmotor angetrieben.

MS-Verfahren

Hierbei handelt es sich um ein Mikrofonierungsverfahren zur Realisierung eines Stereoklangbildes mit zwei Kanälen. Beim MS-Verfahren (M = Mitte, S = Seite) sind zwei Mikrofone unmittelbar übereinander angeordnet, wobei das S-System immer eine Achter-Richtcharakteristik und einen Versatzwinkel von 90° gegenüber der Klangquelle aufweist: Es empfängt damit nur das Seitensignal, aber nicht die Mitte. Das M-System kann eine Kugel-, Nieren- oder Hypernierencharakteristik besitzen und wird immer mit einem Versatzwinkel von 0° gegenüber dem S-System direkt auf die Mitte der Klangquelle gerichtet. Dieses Mikrofon zeichnet also nur den direkten Schall der Quelle mit sehr wenig Raumanteil auf. Diese Anordnung hat einen grundlegenden Nachteil: Sie gibt nicht unmittelbar die Signale für den rechten und den linken Kanal ab. Daher muss das MS-Signal erst in ein äquivalentes XY-Signal umgewandelt werden. Das geschieht durch Summierung beziehungsweise Differenzbildung der beiden Kanäle. Dies geschieht meistens in einer Stereomatrix, die der Einfachheit halber aus zwei Übertragern bestehen kann. Ohne spezielle Matrixverstärker kann die Umwandlung auch mit jedem Mischpult und einem speziellen MS-Kabelbaum vorgenommen werden. Zur Summierung werden dann einfach beide Kanäle gemischt, für die Differenzbildung wird vor der Mischung die Phase des abzuziehenden Signals gedreht.

MTC

Die Abkürzung steht für „MIDI Time Code“ und dient zur Synchronisation zwischen mehreren MIDI-Geräten. MTC wird über die MIDI-Schnittstelle übertragen und ist dem Standard SMPTE-Format entlehnt. So enthält MTC Zeit-Informationen über Stunden, Minuten, Sekunden und Frames. Die Synchronisations-Information ist Bestandteil innerhalb des MIDI-Datenstroms und kann simultan mit Noteninformationen und System exclusiven Daten übertragen werden. Über spezielle Formatwandlungs-Geräte lässt sich MTC in Standard-SMPTE und umgekehrt wandeln, so dass beispielsweise ein Video-Film ebenfalls mit MIDI-Gerätschaften synchronisiert werden kann. Die Übertragung von MTC über eine separate Schnittstelle empfiehlt sich, wenn viele Noten- und systemexclusive MIDI-Daten übertragen werden, damit Synchronisationsschwankungen vermieden werden. MTC kann über ein Master-Gerät nicht nur zwei oder mehr Slaves in einen synchronen Ablauf zwingen. Darüber hinaus lassen sich mit MTC gezielte Aktionen an Slave-Geräte schicken wie etwa das Starten und  Stoppen von Sequenzen, Punch in/out bei einer Aufnahme, sowie das Springen zu bestimmten Marken innerhalb eines Arrangements.

Nahbesprechungseffekt

Ein physikalisches Phänomen ist der ,,Nahbesprechungs-Effekt“, der nur bei Verwendung von Mikrofonen, deren Kapsel nach dem Prinzip des Druckgradientenempfängers (Niere oder Acht) aufgebaut ist, auftritt. Diese reagieren nämlich nicht nur auf den Schalldruck selbst als Eingangsgröße, sondern auch auf die Schallschnelle, also die Geschwindigkeit, mit der die Luftmoleküle im Schallfeld schwingen. Die Schallschnelle steigt aber insbesondere bei tiefen Frequenzen in der Nähe einer Schallquelle überproportional an, während dieser Effekt in größerer Entfernung abnimmt. Daher wird beim Besprechen aus geringem Abstand der Tiefenanteil der Stimme angehoben. Gern wird diese Eigenschaft zur Klanggestaltung benutzt. Unverzichtbar ist aber in jedem Fall ein Popp-Schutz, denn diese Mikrofone sind besonders Popp- und Windempfindlich. Insbesondere die technische Erklärung des Nachbesprechungseffekts wird in manchen, so genannten Fachbüchern über das Thema Recording völlig falsch erklärt und sorgt so seit Jahren für – vermutlich ungewollte – Falschinformation.

Neodymium-Hochtöner

Neodymium, auch Neodym genannt, ist ein chemisches Element, das als Grundstoff zur Herstellung von Magneten verwendet wird. Im Vergleich zu normalen Eisenmagneten entwickelt Neodymium bei geringerem Volumen eine ungleich höhere magnetische Kraft. Aus diesem Grund bietet sich der Einsatz von Neodymium in Hochtönern besonders an. Dadurch, dass dieses Material aufwendig hergestellt wird, findet sich Neodymium nur in Lautsprechern der höheren Preiskategorien.

Noise Shaping

Der Begriff Rauschformung (engl. noise shaping) bezeichnet ein Verfahren, in dem das Quantisierungsrauschen eines digitalen Signals in bestimmten Frequenzbereichen stärker konzentriert wird, um dadurch eine Verschiebung der Rauschenergie im Frequenzspektrum zu erreichen. Das Rauschen selbst wird hierbei nicht abgeschwächt, sondern in Frequenzbereiche verlagert, die für die weitere Signalverarbeitung ohne Bedeutung sind. Zusätzliche Filter dämpfen anschließend diese Bereiche. Hintergrund: Bei Überspielung eines 20- oder 24-Bit-Signals auf ein 16-Bit-Medium tritt eine Wortlängenreduktion durch Abschneiden der unteren Bits ein, die sogenannte Truncation. Diese führt prinzipiell zu einer Verzerrung sehr leiser Signale in Form von Quantisierungsverzerrungen. Zur Vermeidung der Verzerrungen wird dem Signal ein leises Rauschen hinzugefügt, welches zu einer zufälligen Modulation aller Bits führt. Das Verfahren wird Dither beziehungsweise Redithering genannt. Die Filter im Audiobereich entsprechen diversen Vorgaben, die zumeist auf der inversen Gehörkurve des menschlichen Ohres fußen. Beispiele sind der POW-R-Algorithmus des POW-R-Consortium LLC oder der Super Bit Mapping Algorithmus von Sony. Das Noise Shaping wird nicht nur beim Quantisierungsrauschen, sondern auch beim sogenannten Rundungsrauschen angewendet. Digitale Filter bestehen aus Rechenwerken, die nur eine beschränkte, endliche Auflösung in der Zahlendarstellung besitzen. Dadurch kommt es im Rahmen der Berechnungen zu unvermeidlichen Rundungen, die sich ähnlich wie das Quantisierungsrauschen als Störung im Signal bemerkbar machen können. Zur Minimierung dieses Rundungsrauschen kommen verschiedene Verfahren der Rauschformung zur Anwendung. Das sogenannte „Spektrale Formen“ des Quantisierungsrauschens funktioniert im Prinzip folgendermaßen: Indem an der Quelle, an der durch die Quantisierung (AD-Wandler) oder Rundung (digitales Filter) eine kleine Signalabweichung auftritt, dieses sogenannte Fehlersignal erfasst wird und meistens über einen Filter an den Eingang der Quantisierungsstufe invertiert zurückgegeben wird. Das Quantisierungsrauschen, nicht das Nutzsignal, wird dadurch negativ rückgekoppelt. Damit wird, wenn beispielsweise ein Samplewert einen Rundungsfehler von -1/4 Bit in der Darstellung aufweist, dieser Fehlerwert bei dem nächsten Abtastwert mit invertierten Vorzeichen zusätzlich zum Eingangssignal addiert. In diesem Fall ist der Rückkopplungsfilter nur eine zeitliche Verzögerung um einen Abtastwert, die einfachste Möglichkeit der Rauschformung. Damit nun überhaupt Bruchteile von einem Quantisierungsschritt wie 1/4 Bit als Fehler erfasst werden können, muss das Rechenwerk bei der Signalverabeitung über eine entsprechend größere Dynamik (Auflösung) als die restlichen Signalpfade verfügen. Unter anderem aus diesem Grund weisen die Akkumulatoren in heute üblichen Signalprozessoren meistens die Möglichkeit zu einer erweiterten Zahlendarstellung auf. Sie bieten somit die Möglichkeit, in digitalen Filtern das Rundungsrauschen mittels Rauschformung zu minimieren. In hardwarebasierten digitalen Filtern, realisiert beispielsweise in FPGAs, müssen dafür entsprechende zusätzliche Signalwege zur Verfügung gestellt werden. Durch entsprechende Wahl des Filters für das Fehlersignal im Rückkopplungszweig und entsprechenden zeitlichen Verzögerungen kann nun das Quantisierungsrauschen spektral verschoben und somit geformt werden. Für praktisch realisierte Implementierungen gibt es verschiedene komplexe Rückkopplungsfilter höherer Ordnung.

Notch Filter

eine besondere Form des parametrischen EQs. Er erlaubt die starke Absenkung oder Anhebung extrem schmaler Frequenzbänder ohne Zuweisung einer Terz oder deren Bruchteile.

NRPN

Die Abkürzung steht für „Non registered parameter number“. Die nicht registrierten Parameter-Nummern werden im Zusammenhang mit dem MIDI-Protokoll benutzt und stellen eine eigene Form von Controller-Daten dar. Sie erweitern den vorhandenen Satz der verfügbaren MIDI-Continuous-Controller, die einen Wertebereich von Null bis 127 besitzen. Diese NRPN-Daten finden Einsatz etwa bei virtuellen Instrumenten, die einen größeren Vorrat an fernsteuerbaren Einstellmöglichkeiten als die 128 normalen MIDI-CCs besitzen. Um eine NRPN definieren zu können, werden zwei Unterparameter benötigt, das sogenannte „Most significant Bit“ (MSB) und das „Least significant Bit“ (LSB). Beide Unterparameter besitzen wiederum einen Wertebereich von Null bis 127. Um diese Parameter ansteuern zu können, werden also zwei MIDI-Messages gesendet und empfangen. Ähnlich wie beim Aufruf von Sound-Presets mittels Bank- und Program-change-Befehlen definiert das MSB als federführende Information sozusagen die Hauptrichtung. Das LSB als hierarchisch untergeordnete Information definiert sie noch einmal genauer. Das ist vergleichbar mit Straßennamen und Hausnummern. Der normale MIDI-Controller-Datensatz befindet sich nur auf einer Straße und kann nur dort die einzelnen Hausnummern erkennen und aufrufen. Eine NRPN kann hingegen mehrere Straßen anwählen und aufrufen und darin wiederum die einzelnen Hausnummern. Die Bezeichnung „nicht registriert“ verweist darauf, dass die mit dieser Datenart zu steuernden Parameter nicht als Standard im MIDI-Protokoll Einzug gefunden haben. Um sie nutzen zu können, sind sie innerhalb der herkömmlichen MIDI-Controller eingebettet. Die MIDI-Controller-Nummern 98 und 99 sind etwa solche NRPN’s.

NTFS

ist die Abkürzung für „NT File System“ und bezeichnet eine Methodik zur Einteilung des Speicherplatzes auf der Festplatte des Computers. Anfänglich nur für das netzwerkfähige Windows NT eingesetzt, findet es sich seit Windows 2000 auch auf Home-Computern und ist damit das modernere Dateisystem als FAT. NTFS organisiert das Schreiben und Lesen von Dateien auf der Festplatte mit Hilfe einer Hauptdatei, der so genannten „Master File Table“ (MFT). Diese Datei enthält Einträge und Informationen darüber auf welchem Sektor und an welcher Stelle innerhalb des Sektors sich eine bestimmte Datei oder Teile davon befinden. Soll eine neue Datei gespeichert werden, wird der nächstgelegene freie Speicherplatz auf der Platte gesucht, die Datei oder Teile davon dort hineingeschrieben und der Speicherort auf der Festplatte in der MFT vermerkt.Vorteil von NTFS: Es besitzt ein Sicherheitssystem, das Schreibvorgänge protokolliert. Noch vor dem Speichern einer Datei wird zusätzlich ein so genanntes Journal geführt, das die geplante Aktion verzeichnet. Sollte es beim Schreibvorgang zu einem Fehler oder Systemabsturz kommen, setzt eine Fehlerkorrektur ein, der den dadurch entstandenen fehlerhaften Eintrag im Journal entfernt und die Festplatte wieder in einen funktionstüchtigen Zustand versetzt. Dadurch, dass NTFS aus einem Mehrbenutzer-Betriebssystem stammt, verfügt es weiterhin über einen gezielten Zugriffsschutz auf Dateiebene. Durch eine so genannte „Access Control List“ können Daten vor Zugriff Unberechtigter geschützt werden. Weitere Vorteile: Im Vergleich zu FAT sind lange Datei- und Pfadnamen möglich. Dank einer alphabetischen Indexierung sämtlicher Einträge in der MFT lassen sich Dateien schneller finden. Somit empfiehlt sich NTFS für Festplatten mit einer großen Anzahl von Dateien. Je mehr Dateien sich auf einer Festplatte befinden, desto schneller findet NTFS einen Eintrag im Vergleich zu FAT. Der vielleicht bedeutendste Vorteil: NTFS kann sehr große Dateien verwalten (theoretisch 16 Exabyte).

Operationsverstärker

(OP, OPV, OV oder OPAmp abgekürzt), ist eine integrierte Analogschaltung in SSI-(Small Scale Integration)Technik. Es handelt sich um einen meist mehrstufigen Gleichspannungsverstärker sehr hoher Verstärkung. Seine Eigenschaften können durch äußere Gegenkopplungs-Beschaltung festgelegt werden. Aufgrund der verfügbaren Vielfalt und der zahlreichen Möglichkeiten sind heute in diskreten Schaltungen Operationsverstärker, aber im Allgemeinen sehr wenige Einzeltransistoren zu finden. Die Großsignal-Bandbreiten der Standardtypen umfassen den Niederfrequenzbereich, die der anderen reichen bis zu einigen 100 MHz, vereinzelt sogar in den GHz-Bereich. OP-Verstärker besitzen zwei Eingänge, den nicht invertierten (auch (+)-oder P-Eingang) und den invertierten ((-)- oder N-Eingang) und einen Ausgang. Die Versorgung erfolgt meist symmetrisch, die Ruhepotentiale am Eingang und am Ausgang betragen dann 0 Volt. Es gibt keinen speziellen Masseanschluss, der (+)-Eingang ist immer hochohmig.
Ist auch der (-)-Eingang hochohmig, der Ausgang dagegen niederohmig, handelt es sich um einen OPV (Voltage Feedback Operational Amplifier), der gewissermaßen der Standardtyp eines OP ist, denn in der Anfangszeit gab es nur diesen und auch heute noch nimmt diese Klasse den größten Marktanteil ein. Beim OPV sind die Eingänge spannungsgesteuert, der Ausgang verhält sich wie eine Spannungsquelle, daher die gebräuchliche und beschreibende Abkürzung VV-OP (Voltage-Voltage-OP). Der Vorteil des Standard-OP ist seine geringe Offset-Spannung und die hohe Präzision bei niedrigen Frequenzen. Nachteile sind die Stabilitätsprobleme vor allem bei kapazitiven Lasten.

Opto-Kompressor

benutzt für die Steuerung der Kompression einen so genannten Optokoppler. Dieses Bauelement besitzt im Innern einen Licht imitierenden Sender (Leuchtdiode) und einen Empfängers (Fotozelle). Ein solcher Optokoppler zeigt eine eher weiche, träge Grundcharakteristik bei Signaländerungen. Ab einem  bestimmten Eingangspegel beginnt die Leuchtdiode zu erstmal langsam leuchten, dieses Einschwingverhalten geht verhältnismäßig gemächlich von statten, die Eigenschaften der Leuchtdiode setzen das empfangene Licht wieder in einen elektrischen Impuls um, auch dies geschieht mit ganz bestimmten Reaktionszeiten. Daduerch erreichen Opto-Kompressoren eine sehr sanfte natürliche Kompression, die oft auch als musikalische Kompression bezeichnet wird. Andere Kompressionstypen sind: Variable-MU-Kompressoren, FET-Kompressoren und  VCA-Kompressoren.

Overdubbing

Ebenfalls ein Verfahren aus der Tonstudiotechnik. Hier handelt es sich – ähnlich wie beim Dubbing – um zusätzliches Aufnehmen einzelner Spuren für eine Musikproduktion. So kann z. B. ein einzelner Solist nur mit Gitarre und Stimme zunächst einen Gitarrenpart, dann einen Baßpart und zum Schluß noch seinen eigenen Gesangspart mit (selbstgesungenen) Chor aufzeichnen. Die bereits aufgenommenen Spuren hört er natürlich synchron ab.
Freddy Mercury dient hier als Beispiel: Er sang immer zusätzlich zu seinem Lead seinen eigenen Chor!
Durch die mittlerweile hervorragende Technik, ist es möglich, Overdubs so zu gestalten, daß es selbst einem geübten Hörer kaum noch auffällt.

Parametrischer Equalizer

Dieser, auch gern als „Klangsteller“ bezeichnete Equalizer, beeinflusst das übertragene Frequenzband i. A. im tief- und hochfrequenten Bereich. Der Frequenzgang wird – von der Mitte, welche meist bei 1 kHz liegt, –- zu den Bässen oder zu den Höhen hin gleichmäßig angehoben oder abgesenkt. Er hat daher im Unterschied zu einem graphischen Equalizer keine zugewiesenen Frequenzbänder. Dieser nämlich lässt die Veränderung einzelner Frequenzen in Terz- oder kleineren Abständen über den gesamten Frequenzbereich zu. Die Stellung der einzelnen Fader erinnert an eine Grafik, daher der Name.

Peak-Filter

(peak, englisch für „Spitze“) ist meist Grundbestandteil jedes mehrkanaligen Equalizers. Es verstärkt oder dämpft einen bestimmten Bereich um eine Einsatz- beziehungsweise Mittenfrequenz herum, die ihrerseits jeweils die größte Verstärkung oder Dämpfung erfährt. Mitunter wird diese Filterart auch als „Bell-Filter“ beziehungsweise im deutschsprachigen Raum als „Glockenfilter“ bezeichnet. Die Namensgebung hat ihren Ursprung, genau wie beim Shelving-Filter, wiederum in der damit resultierenden grafischen Filterverlaufskurve, die eine entsprechend glockenartige Form hat. Der Bereich um die Center-Frequenz herum ist, anders als beim Shelving-Filter, jedoch begrenzt. Der so genannte „Q“- oder Filtergüte-Regler an einem (semi-)parametrischen Equalizer erlaubt die Variation der Breite dieses Bereiches. Es gibt allerdings aber auch Peak-Filter mit fester Bandbreite.

Phasenabweichungen

Jeder Klangsteller, der den Frequenzgang beeinflusst, dreht automatisch auch immer die Phase. Geschieht dies im Bereich von zwei bis fünf Kilohertz – in diesem Frequenzbereich sind klangliche unterschiede besonders deutlich zu hören – sind die Auswirkungen klanglich besonders relevant, gerade wenn auf zwei Kanälen eine unterschiedliche Phasendrehung vorliegt. Im Idealfall sollten die Kanäle eines Mischpultes so konstruiert sein, dass bei neutraler Einstellung der Equalizer und möglicher anderer Klangsteller keine oder zumindest identische Phasenunterschiede zwischen den einzelnen Kanälen vorliegen. Bei einem Mischpult, das zwischen den verschiedenen Kanälen unbestimmte Phasendrehungen hervorruft, kann der Klang nur schwer beurteilt werden und die Ortbarkeit der einzelnen Signale ist deutlich ungenauer. Zudem beeinflussen angeschlossene Quellen, wie zum Beispiel unterschiedliche Mikrofone, die ihrerseits noch die Phasen drehen, die Phasenabweichungen zusätzlich. Jeder weitere zugeführte Frequenzgang wird durch diese Phasendrehungen noch zusätzlich beeinflusst. Daraus ergibt sich für die Praxis: Bei Mischpulten oder Rack-Mixern, die Phasenabweichungen zwischen den Kanälen ausweisen, kann es sich für Aufnahmen lohnen, verschiedene Kanal-Kombinationen auszuprobieren. Mit etwas Glück sind die Unterschiede bei der richtigen Wahl gering und das klangliche Ergebnis und das resultierende Stereobild dadurch wesentlich besser. Wichtig dabei ist, dass sich die Phasen nicht oder gleich drehen.

Phasenmodulation

Das Verfahren, das eigentlich eher aus der Nachrichtentechnik kommt, ist auch im Audio-Bereich als Klangsynthese-Verfahren anzutreffen. Der Kern der Syntheseart wurde unter dem Begriff „Phase Distortion“ (PD) erstmals in den CZ-Synthesizern des japanischen Unternehmens Casio eingesetzt und durch zusätzliche Features noch weiter verfeinert. Einen weltweiten Durchbruch, ähnlich dem der DX-Serie von Yamaha, konnten die Casio-Synthesizer nicht für sich verbuchen. Im weiteren Verlauf fand die Phase Distortion keine weite Verbreitung. Ähnlich wie die Frequenzmodulation, bei der eine Oszillator-Wellenform eine zweite in der Frequenz moduliert, funktioniert auch die Phasenmodulation. Nur wird anstelle der Frequenz, Einfluss auf die Phasenlage einer Wellenform genommen. Dabei wird der Phasenwinkel der Träger-Wellenform von der Modulator-Wellenform verändert beziehungsweise verzerrt. So ist es beispielsweise möglich, aus einer Sinuswelle etwa eine Rechteckwelle zu formen. Das Klangbild phasenmodulierter Signale ist ähnlich dem der Frequenzmodulation, jedoch im direkten Vergleich subtiler und feiner. Dafür gelingt die Produktion warmer, zumeist als analog umschriebener Klangspektren deutlich besser als bei der Frequenzmodulation.

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Phaser

Hier wird ebenfalls das Signal in 2 Wege geteilt. Der 2. Weg wird aber konstant um einen Phasenbetrag verschoben, und dann dem 1. Weg wieder zugemischt. Es entstehen keine Kammfiltereffekte wie beim Flanger.

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Plattenhall

Wie der Name schon sagt, wird mit einem Plattenhall ein Halleffekt mit Hilfe einer Stahlplatte erzeugt. Entwickelt wurde dieses System 1957 von der deutschen Firma EMT. Diese Platte ist zumeist schwingungsgedämpft in einem Gehäuse untergebracht und die Dimensionen der Platte erreichen leicht mehr als einen Quadratmeter. Das Prinzip der Hallerzeugung besteht darin, ein Eingangssignal durch einen elektromechanischen Wandler an ein Ende der Platte anzulegen, woraufhin diese in Schwingung gerät und die Schwingungen an ihren Rändern wieder reflektiert. Diese Schwingungen werden mit einem oder mehreren Mikrofonen abschließend wieder in elektrische Signale zurück gewandelt. Vorteil: Außer dem für damalige Verhältnisse natürlichen Klang waren durch die freie Wahl des Mikrofonabgriffs, sowie durch Dämpfung der Platte unterschiedlich lange Nachhallzeiten und Einsatzpunkte des Halls einstellbar. 

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PLL

ist die Abkürzung für „Phase-Locked-Loop“. Dabei handelt es sich um einen phasengekoppelten Regelkreis, eine in der Elektronik häufig verwendete Schaltung, die unter anderem für die Taktsynchronisation verwendet wird. Gewöhnlich wird auch ein Oszillator als PLL bezeichnet, wenn dieser einen phasengekoppelten Regelkreis benutzt, um sich auf eine Referenzfrequenz zu synchronisieren.

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Postfader

Schalter mit dieser Bezeichnung findet man meistens den Monitor-/Aux-Wegen eines Mischpults zugeordnet. Postfader, mitunter auch mit „After Fader listening“ bezeichnet, ist im Gegensatz zu „Prefader“ das genaue Gegenteil. Signale werden in Abhängigkeit von der Stellung des Kanalfaders über eine solche Verschaltung abgehört bzw. manipuliert. Änderungen des Kanalfaders schlagen sich auch im Signalweg dieses Aux-Weges nieder. Eine solche Verschaltung wird meistens dazu benutzt, um ein angeschlossenes Effektgerät mit dem Gesamtsignal des Kanals zu versorgen.

PQ-Code

Die PQ-Codierung steht am Ende des Mastering-Prozesses vor Erstellung des eigentlichen CD-Masters. Jeder Titel erhält dabei seinen eigenen PQ- oder Start-Code, am Ende des letzten Titels einer CD wird ein Stip-Befehl gesetzt. Damit ist ein CD-Player erst in der Lage, die Anzahl der Titel, ihre jeweilige Spieldauer und die Gesamtspieldauer anzuzeigen. Das wird als so genannter PQ-Bulk, in etwa also die Gesamtheit aller PQ-Codes bezeichnet. Neben diesen Standard-Codes können auch Metadaten, beispielsweise die Namen der einzelnen Titel, codiert werden. Die Bezeichnung „PQ“ ist nicht übersetzbar. Sie resultiert aus dem Umstand, dass die CD in mehrere so genannte Subcode-Areas aufgeteilt ist, die zur Unterscheidung mit den Buchstaben P bis W benannt sind, wobei es sich bei P und Q um die eigentlichen Key-Areas, also Schlüssel-Subcodes handelt. Von der Struktur her handelt es sich bei der PQ-Codierung um einen TOC-Generator (TOC=Table of Content=Inhaltsverzeichnis). TOC-Generatoren zur Erstellung der PQ-Codes gehören zur Ausstattung jedes professionellen Mastering-Recorders, aber auch Consumer Geräte wie Mini Disc-Recorder haben eigene TOC-Generatoren

Prefader

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Psychoakustischer Filter

Die Psychoakustik befasst sich mit der Beschreibung des Zusammenhanges der menschlichen Empfindung von Schall (Hörereignis) mit dessen physikalischen Schallfeldgrößen (Schallereignis). Es geht dabei um die Verarbeitung physikalischer Signale zu einem Höreindruck in mehreren Stufen. Wesentliche Bedeutung wird hierbei dem einzelnen menschlichen Ohr und der kognitiven Verarbeitung der akustischen Signale zugeordnet. Bei psychoakustischen Filtern handelt es sich um Klangverbesserer, die nicht wie herkömmliche Filter einfach bestimmte Frequenzen anheben oder senken, sondern den Gesamteindruck des Signals im Ganzen verbessern. Das Hinzuschalten von Spulen im Höhen- und Bassbereich oder Röhrenschaltungen  können beispielsweise zu einem veränderten Hörereignis führen.  Bandsättigungseffekte und der seidige Röhrenklang sind häufig gewollte Ergebnisse.

Q-Faktor

ist zunächst ein Maß für bestimmte Eigenschaften eines schwingenden Systems. Beim Filter bezeichnet er die Weite der Bandbreite, die der Filter benutzt. Ist er sehr schmal eingestellt, beeinflusst der Filter nur wenige Frequenzanteile, ist er weit eingestellt einen großen Bereich.

RAID-System

(Redundant Array of inexpensive Disks, deutsch für Redundanter Verbund von kostengünstigen Festplatten) bezeichnet eine Organisationsstruktur, in der mindestens zwei Festplatten in einem Computer zu einem einzigen logischen Laufwerk verbunden werden. Diese Technologie dient einerseits zur Steigerung der Datentransferrate und zum anderen zur doppelten – redundanten – Sicherung von Daten und war zunächst nur in Servern zu finden. Durch die S-ATA Schnittstelle wurde RAID auch für normale Desktop-Rechner interessant. Es existieren unterschiedliche Arten von RAID-Systemen. Gebräuchlichste Varianten sind RAID 0: mehrere Festplatten werden zu einer einzigen großen Festplatte zusammengefasst, die zum Lesen und Schreiben dient. Dieses System wird auch Striping genannt. Ihr Vorteil besteht in einer hohen Datentransferrate, da zu lesende und schreibende Daten sich auf mehrere Festplatten verteilen können. RAID 1: In dieser Organisationsart werden ankommende Daten automatisch separat auf zwei oder mehr Platten geschrieben. Diese Form wird Mirroring genannt. Dadurch das die Daten doppelt und isoliert für sich vorhanden ist, wird eine hohe Datensicherheit damit gewährleistet, sollte eine Platte ausfallen. RAID 5: Diese RAID-Variante ist eine Kombination aus Striping und Mirroring und stellt quasi einen Kompromiss zwischen den ersten beiden RAID-Varianten dar.

Red Book

Unter diesem Begriff wurde 1980 von den Firmen Philips und Sony eine Format-Spezifikation – aufgeschrieben in einem roten Buch – zum Speichern von Musik auf Compact Discs definiert, die von der ANSI (American National Standards Institute) später zur Norm (IEC-908) erhoben wurde. Der Red Book Standard legt fest, dass sich auf einer CD ausschließlich Audio-Daten befinden dürfen. Weiterhin legt die Norm fest, dass die Spieldauer maximal 74 Minuten beträgt und sich höchstens 99 Tracks auf einer CD befinden dürfen. Die Audio-Daten sind unkomprimiert gespeichert und besitzen bis heute eine Wortbreite von 16 Bit bei einer Abtastrate von 44,1 Kilohertz. Der Dynamikumfang beträgt 96 Dezibel und bildet einen Frequenzbereich von fünf Hertz bis 20 Kilohertz ab. Zusätzlich unterstützt die Red Book Norm eine Fehlerkorrektur, CIRC (Cross Interleaved Reed Solomon Code) genannt, die Lesefehler erkennt und korrigiert.
Mit dem Red Book Standard ist die erste Industrie-Norm für das Compact-Disc Format erstellt worden. Im Laufe der Zeit haben sich weitere Standards definiert, die in den so genannten „bunten Büchern“ vermerkt sind. So definiert die Yellow Book Norm, 1984 verabschiedet, die Spezifikation für Daten-CDs. 1987 wurde mit der Green Book Norm ein Standard für so genannte CDis eingeführt, einem interaktiven Format, das von Philips entwickelt wurde. Die White Book Norm enthält  Vorgaben für Video-CDs und wurde 1993 von den Firmen Philips und JVC definiert. Die Orange Book Norm, 1990 von Sony und Philips festgelegt, enthält Vorgaben für das Beschreiben von CD-Rs

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Rewire-Schnittstelle

Bei der Rewire-Schnittstelle handelt es sich um ein Software-Protokoll, dass es erlaubt, zwei gleichzeitig laufende Audio-Anwendungen auf Software-Ebene miteinander zu verbinden. Entwickelt wurde die Schnittstelle von der schwedischen Firma Propellerhead in Zusammenarbeit mit der Firma Steinberg. Die Schnittstelle feierte 1998 erstmals Premiere in der Anwendung Rebirth RB-338, einer Emulation der Roland Produkte TB 303/TR808/909. Die Software läuft simultan mit dem Sequenzer als eigenständiges Programm gleichzeitig auf dem Computer. Die Schnittstelle sorgt dabei für eine Einbindung des Klangerzeugers sowohl auf Audio- als auch auf MIDI-Ebene in den Sequenzer. Die Schnittstelle liegt nunmehr in seiner zweiten Version vor und erlaubt sowohl Audio-Streaming von bis zu 256 separaten Kanälen, als auch von maximal 255 MIDI-Bussen, mit jeweils 16 Kanälen pro Bus, was eine Gesamtanzahl von 4080 MIDI Spuren ausmacht. Die Datenübertragung zwischen den Anwendungen geschieht in Echtzeit. Besitzen zwei über Rewire verbundene Programme Abspielfunktionen, so synchronisieren sich beide Programme automatisch miteinander und erlaubt die Steuerung des einen Programms mit dem anderen und umgekehrt. Eine Aufteilung in Master und Slave wie etwa bei Wordclock ist nicht erforderlich. Die Aktivierung eines Rewire-Gerätes zeigt in einem Rewire-fähigen entsprechende Rewire-Kanäle, die sich wie normale Audio- und MIDI-Spuren ins Arrangier-Fenster des Sequenzers integrieren und von dort auch steuern lassen. Rewire stellt damit eine Alternative zu Schnittstellen wie VST, AU, DXi oder RTAS dar.

REX-Format

Dieses Daten-Format bedeutet ausgeschrieben Recycle-Export und steht in enger Verbindung mit dem Loop-Editor ReCycle. Dieses Programm wurde ursprünglich von dem schwedischen Softwarehersteller Propellerhead zusammen mit Steinberg entwickelt und dient der Bearbeitung von Loops. Bevor es ReCycle gab, war das Arbeiten mit Loops sehr umständlich: So bewirkten beispielsweise Tempo-Änderungen gleichzeitig auch eine Veränderung der Tonhöhe – der Loop passte nicht mehr zum Arrangement, erklang entweder nur leicht verstimmt oder gar in einer gänzlich anderen Tonart. Bei Drum-Loops änderte sich zumindest erkennbar der Klang. Abhilfe schafft hier ReCycle: Nachdem die anzupassende Auto- oder Sampler-Datei in das Programm geladen wurde, analysierte es den Groove – also die rhythmische Struktur – und spaltet ihn automatisch in seine rhythmischen Komponenten auf. Diese Einzelteile, „Slices“ (engl. Stück) genannt, kann der Benutzer jetzt mit verschiedenen Bearbeitungswerkzeugen in Länge, Attack und Decay verändern. Dabei beeinflussen sich die Komponenten gegenseitig nicht. Das gilt ebenso für Tempo, Tonhöhe und Timing eines Grooves, der sogar quantisiert werden kann. Dabei wird der Klang des Loops auch nach umfangreicher Bearbeitung nicht verändert. Die in ReCycle bearbeiteten Loops konnten ursprünglich wahlweise als ReCycle Document- oder als ReCycle-Export-File abgespeichert werden. REX-Dateien sind kompatibel zu gängigen Sequenzer-Programmen wie Logic und Cubase/Nuendo: Von ReCycle konnten die bearbeiteten Loops also in diese Anwendungen exportiert werden. Seit ReCycle 2.0 ersetzt REX2 die beiden älteren Formate: REX2-Dateien sind zum einen native ReCycle-Document-Files und können somit in ReCycle geladen und bearbeitet werden. Zum anderen lassen sich REX2-Dateien auch in andere Anwendungen importieren. REX2 gilt inzwischen als Quasi-Standard-Format für Musik-Loops, denn es ist kompatibel zu zahlreichen Musikbearbeitungsprogrammen anderer Hersteller.

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Ringmodulator

Ein Ringmodulator ist eine elektronische Schaltung, die im Kern eine charakteristische Anordnung aus vier Dioden besitzt, die aufgrund ihrer ringförmigen Anordnung dieser Schaltung ihren Namen verlieh. Das Grundkonzept der Schaltung basiert auf dem Prinzip der Amplitudenmodulation. Die Frequenzen von zwei unterschiedlichen Signalen werden im Inneren der Schaltung miteinander multipliziert und das Ergebnis anschließend als ein einzelnes Signal wieder ausgegeben. In Wahrheit findet jedoch vorher ein Prozess aus Addition und Subtraktion von Frequenzen statt. Aus den eingespeisten Signalen errechnet die Schaltung gleichzeitig die Summe und Differenz der Frequenzen, die am Schluss wiederum miteinander gemischt und erst jetzt multipliziert werden. Man spricht bei den summierten und subtrahierten Signalen auch von Seitenbändern. Ein Beispiel: In einen Ringmodulator werden Signale mit einer Frequenz von 100 und 500 Hertz eingespeist. Die Seitenbänder schwingen nach diesem Rechenprozess demnach bei 400 und 600 Hertz. Diese beiden Frequenzen werden schließlich multipliziert und ergeben ein völlig neues Signal, reich an unharmonischen Obertönen. Die eingespeisten Originalsignale werden dabei unterdrückt. Der ausgegebene Klang von Ringmodulatoren wird aufgrund dieser Obertonstruktur immer wieder als glockenartig und metallisch beschrieben. Ringmodulator-Schaltungen finden sich verstärkt in modularen Synthesizer-Systemen aus der Anfangszeit dieser Ära. Im Funkamateur-Bereich findet sich diese Schaltung ebenfalls in Transceivern. Mit Aufkommen virtueller Instrumente und der Nachbildung analoger Geräte auf virtueller Ebene fand diese Schaltung schließlich wieder Einzug in die synthetische Klangerzeugung.

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Rohacell

Hierbei handelt es sich um einen hochfesten Hartschaum, der exklusiv in Deutschland entwickelt wurde und hergestellt wird. Aufgrund seiner besonderen Festigkeit, ist er bestens als Kernwerkstoff in hochbelastbaren Sandwichanwendungen geeignet (zum Beispiel in den Tragflächen von Flugzeugen und Hubschrauberrotorblättern). Wegen seiner geringen Verformbarkeit wird er von einigen Lautsprecher-Herstellern für Bassmembranen in Kombination mit Tepex verwendet.

RSS

Die Abkürzung steht für viele Bezeichnungen und Definitionen eines XML-basierten Dokumententyps, der eine Technik im Internet realisiert, um Inhalte einer Webseite automatisch anderen Internet-Nutzern zugänglich zu machen. Diese Inhalte werden RSS-Feed (deutsch: Einspeisung) genannt. Über so genannte Feed Reader Programme können diese RSS-Feeds indiziert und runter geladen werden. In der Version 0.9 stand RSS für „Rich Site Summary“ und RSS 1.0 wird mit „RDF Site Summary“ gleich gesetzt. Die momentan aktuelle Version 2.0 übersetzt die drei Buchstaben mit „Really Simple Syndication“. RSS-Dokumente können dabei die Datei-Extension rss, aber auch xml tragen. Ähnliche Techniken werden auch von anderen Formaten wie Atom oder OPML realisiert. RSS hat sich jedoch landläufig als Oberbegriff durchgesetzt. Der Startschuss für RSS erfolgte 1999 durch die Nachrichtenseite des My Netscape Networks und fand schließlich Verbreitung durch das Aufkommen von Web-Logs. Anfänglich diente RSS lediglich dazu Texte automatisch zu verbreiten, weshalb auch oft von News-Feeds gesprochen wird. Die eigentliche RSS-Datei enthält dabei einen fest definierten Satz von Tags und Vorschriften zur Strukturierung des Textes, der schließlich vom Feed Reader erkannt, interpretiert und dargestellt wird. Durch das automatische Absuchen und Runterladen der RSS-Feeds im Internet mit Hilfe der entsprechenden Reader-Programme ist diese Technik mit einem News-Ticker vergleichbar. Mit Einführung eines neuen Tags ist RSS schließlich auch für den Podcast-Bereich interessant geworden. Mit Hilfe des <enclosure>-Tags ist es erstmals möglich, innerhalb eines RSS-Files einen Hyperlink einzusetzen, der den Feed Reader dazu veranlasst, dem Hyperlink zu folgen und automatisch für einen Download der dort verlinkten Datei sorgt. Aus dem Feed Reader hat sich somit ein Podcatcher-Programm entwickelt. Der Hyperlink der mit dem enclosure-Tag indiziert wird, muss getreu den strikten Regeln von XML nach einer festen Vorschrift aufgezeichnet werden. Ein Beispiel: <enclosure url=http://www.meineseite.de/meinersterpodcast.mp3 length=“12233344“ type=“audio/mpeg“ />. Das enclosure-Tag ist dabei ein inhaltsloses Tag, das nicht zur Strukturierung dient, sondern nur einen Hinweis enthält. Das Attribut length vermerkt dabei die Größe der in der URL angegebenen Datei in Bytes und die Angabe des Attributes type vermerkt, um welche Art von Datei es sich handelt. Fehlen diese obligatorischen Angaben ist eine eindeutige Interpretation nicht möglich und das Podcasting funktioniert nicht.

S-ATA/P-ATA

S-ATA (Serial AT-Bus Attachment) bezeichnet eine neue Art von Datenbus und Schnittstelle, die 2002 entwickelt, im Vergleich zu P-ATA – eine andere Bezeichnung für IDE – eine ungleich höhere Datentransferrate ermöglicht. S-ATA Schnittstellen sind - im Gegensatz zur IDE/P-ATA Schnittstelle mit ihrem breiten Flachbandkabel – daran zu erkennen, dass sie ein schmales Kabel mit einem vierpoligen Stecker besitzen. Anders als bei IDE kann immer nur ein Gerät mit einem Kabel verbunden werden.

S/MUX

Dieses Akronym steht für „Sample-Multiplexing“ und wurde von der amerikanischen Firma Sonorus entwickelt. Die Technologie ist unter Einhaltung von Lizenzbestimmungen frei verwendbar und erlaubt die Übertragung von Audio-Daten mit hohen Abtast-Raten über eine Schnittstelle mit geringerer Leistung. Prominentestes Beispiel ist die ADAT-Schnittstelle, die simultan acht separate Audio-Signale bei einer maximalen Abtastrate von 48 Kilohertz übertragen kann. Durch Einsatz des S/MUX-Protokolls lassen sich Audio-Daten die höher als 48 Kilohertz sind, über die ADAT-Schnittstelle übertragen. Dies wird durch eine Halbierung der Übertragungskanäle und Aufspaltung des Datenstroms in Fragmente erreicht. Ein Audio-Signal mit 96 Kilohertz Sampling-Frequenz verteilt sich also auf zwei ADAT-Kanäle. Die Daten-Fragmente werden synchron in der richtigen Reihenfolge an ein Empfangsgerät übertragen, das die entgegenkommenden Fragmente wieder zu einem zusammenhängenden Audio-Datenstrom zusammensetzt. Bislang existieren zwei Modi im Zusammenhang mit Multiplexing über die ADAT-Schnittstelle: Der S/MUX-2 Modus erlaubt eine Übertragung von vier separaten Audio-Signalen mit maximal 96 Kilohertz Samplingfrequenz. Im S/MUX-4 Modus halbiert sich die Zahl der simultan übertragbaren Audio-Kanäle noch einmal und erlaubt eine Übertragung von Signalen mit maximal 192 Kilohertz Sampling-Frequenz. Das Verfahren als solches kommt auch im digitalen Video-Bereich zum Einsatz bei dem Audio- und Video-Signale sich zu einem gemeinsamen Datenstrom zusammenfassen lassen. Der umgekehrte Weg – Demultiplexing genannt – trennt Audio- und Video-Daten wieder voneinander in zwei separate Daten-Blöcke.

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S/PDIF

Sony/Philips Digital Interface. Diese ist der AES/EBU Schnittstelle sehr ähnlich. Die Übertragung geschieht allerdings unsymmetrisch – auch optisch per TOS-Link – und ist daher eher dem Consumer-Bereich zuzurechnen.

Sample and Hold Generator

Kern des Sample and Hold Generators (deutsch: Abtast- und Halte-Generator) ist eine elektronische Schaltung. Der Aufbau dieser Schaltung ist in seinem Kern recht simpel. Die Spannung eines eingehenden analogen Signals wird in bestimmten Zeitintervallen permanent abgegriffen und gespeichert. Es entwickelt sich so ein permanenter Kreislauf aus Abgriff, Speichern und Weiterleitung des gespeicherten Signals. Ein Transistor übernimmt dabei die zeitliche Abfolge des Abgriffs und ein Kondensator sorgt für die Speicherung der abgegriffenen Spannung. Sample and Hold-Schaltungen finden sich bereits in den modularen Synthesizer-Systemen der ersten Stunde und sorgen dort als zusätzliche Modulationsquelle etwa zur Steuerung der Tonhöhe von Oszillatoren oder von Filterverläufen für mitunter überraschende und drastische Klangeffekte. Den dort integrierten Sample and Hold Generatoren ist oftmals ein so genannter Clock-Generator als Taktgeber für den Signalabgriff entweder beigeordnet oder sogar in die Baugruppe direkt mit integriert worden, der für die Steuerung des Abgriffs zuständig ist. Oftmals handelt es sich dabei um einen Niederfrequenzoszillator, der eine Rechteckwelle produziert und in der Schwingungsgeschwindigkeit regulierbar ist. In modularen Systemen lassen sich per Patch-Kabel unterschiedlichste Signalquellen als Taktgeber in den Sample and Hold-Generator einspeisen. Durch Anschluss eines Rauschgenerators als Taktgeber ergeben sich dadurch zufällige Ergebnisse, weshalb der Sample and Hold-Generator oftmals auch irrtümlich als Zufalls-Generator bezeichnet wird. Die Schaltung als solche findet sich darüber hinaus auch in modernen Analog-Digital-Wandlern. Sie ist quasi als Puffer beziehungsweise Zwischenspeicher zwischen Eingangsstufe und eigentlicher Wandlung geschaltet, da die Digitalisierung von analogen Signalen einerseits mehr Zeit in Anspruch nimmt und andererseits die zu digitalisierende Spannung eindeutig erkennbar sein muss, was bei einem kontinuierlich eingespeisten Signalstrom zu Fehlinterpretationen führen würde

Schaltnetzteil

Zunächst ist ein Schaltnetzteil (SNT) eine elektronische Schaltung, die eine elektrische Spannung wandelt. Dabei kann es aus einer Netzspannung eine Wechselspannung (AC/DC-Wandler) erzeugen aber konstruktionsbedingt auch unterschiedliche Gleichspannungen (DC/DC-Wandler) anpassen. Wegen der höheren Schaltfrequenz verfügen getaktete Schaltnetzteile über einen höheren Wirkungsgrad als linear geregelte Netzteile. Dieser kann bei hochwertigen Modellen über 90 Prozent liegen. Die Spannungsumsetzung erfolgt durch den Transformator oder wie bei manchen DC/DC-Wandlern durch periodisches Laden und Entladen der als Energiespeicher genutzten Induktivität. Diese wird durch den Trafo oder eine zusätzliche Speicherdrossel gebildet. Um eine möglichst glatte Gleichspannung zu erzeugen ist außerdem das zusätzliche Filtern der Ausgangsspannung notwendig. Problematisch ist, dass die Schaltfrequenz nicht vollständig aus der Ausgangsspannung zu tilgen ist. Gelöst wird dies, durch eine Verlagerung der störenden Frequenzen in einen Bereich jenseits der Hörschwelle.

SDIF-3

Die Abkürzung SDIF steht für Sound Description Interchange Format. Dieses standardisierte Daten-Format wurde am IRCAM (Institute de recherche et Coordination Acoustique/Musique) in Paris entwickelt. Es gilt als sehr präzise in der Beschreibung und Darstellung der Audiosignaldaten und zeichnet sich durch seine Unabhängigkeit von Computerplattformen aus. Es gilt heute im professionellen Audiobereich als Standard für digitale Datenübertragung im DSD-Format. Die Schnittstelle basiert auf einer BNC-Verbindung mit einem Wellenwiderstand von 75 Ohm. Ein Kanal wird jeweils über ein unsymmetrisches Kabel übertragen und die Synchronisation erfolgt über eine externe Wordclock. Die Wortbreite beträgt 5,6448 Mbps bei einer Samplingrate von 2,8224 MHz oder 11,2869 Mbps bei 5,6448 Mhz.

SDIF-3

Die Abkürzung steht für Sound Description Interchange Format. Dieses standardisierte Daten-Format wurde am IRCAM (Institute de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) in Paris entwickelt. Es gilt als sehr präzise in der Beschreibung und Darstellung der Audio-Signaldaten und zeichnet sich durch seine Unabhängigkeit von Rechnerplattformen aus. Es ist inzwischen der verbreitetste Standard im Pro-Audio-Bereich für die Datenübertragung im DSD-Format. Die Schnittstelle basiert auf einer BNC-Verbindung mit einem Wellenwiderstand von 75 Ohm. Ein Kanal wird jeweils über ein unsymmetrisches Kabel übertragen und die Synchronisation erfolgt über eine externe Wordclock. Die Wortbreite beträgt 5,6448 Mbps bei einer Abtastfrequenz/Samplingrate von 2,8224 MHz oder 11,2869 Mbps bei 5,6448 MHz.

Sharc-DSP

sind leistungsfähige 32-Bit-/40-Bit-Floating-Point Bausteine für die optimale Verarbeitung von Audiosignalen. Sie bieten eine komplette Audio-Processing-Plattform, ermöglichen die Abtastung von Audiosignalen mit höheren Frequenzen und liefern die erforderliche Rechenleistung für die neuesten Audioformate. Außerdem unterstützen sie Samplingraten bis zu 192 kHz, Funktionen wie 7.1 Kanal Audio oder auch Bassmanagement. Sie eignen sich hervorragend als DSPs – durch ihre hohe Durchsatzrate, organisierte Datenströme, extrem schnelle Rechenoperationen, großen Speicher und eine hohe Wortbreite.

Shelving-Filter

Dieser Filter ist häufiger Bestandteil eines Equalizers. Im Deutschen wird er oftmals als „Kuhschwanz-Filter“ aufgrund der durch ihn produzierten Filterverlaufskurve genannt. Zumeist findet sich diese Filterart im Bass- und Höhenbereich und zeigt von der Einsatzfrequenz an bis zum Ende des gesamten Frequenzbereiches hin eine steil nach oben (Verstärkung) oder unten (Dämpfung) verlaufende Filterkurve. Wird beispielsweise ein Höhen-Shelving-Filter bei acht Kilohertz verstärkend eingesetzt, so wirkt sich die Verstärkung ab dieser Frequenz auf alle nachfolgenden höheren Frequenzen aus. Sie werden quasi zusammen auf eine höhere Ebene gesetzt („shelves“, englisch, Regalböden). Die maximale Verstärkung dieses Filters ist am Punkt der Einsatzfrequenz dabei am niedrigsten und nimmt proportional bis zum äußeren Rand des jeweiligen Frequenzspektrums (Höhen- oder Bassbereich) zu.

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Side Chain-Einschleifweg

Mittels des Side Chain-Inputs kann die Kompression eines Signals durch ein anderes externes Signal getriggert werden. Das externe Signal bestimmt dabei das Kompressionsverhalten des Kompressors, das dann auf das zu komprimierende Signal angewendet wird.

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SMD

Die Abkürzung steht für „Surface mounted Device“ und ist ein Fachbegriff aus dem Bereich der Fertigung elektronischer Platinen. Bis zum Ende der 1980er Jahre hinein wurden Platinen industriell zumeist mit Bauteilen bestückt, die Drahtanschlüsse besitzen, durch Bestückungslöcher gesteckt und anschließend auf der Unterseite „durchkontaktiert“, also verlötet wurden. Mit Hilfe der Surface Mounted Technology (SMT) hielt schließlich ein Bestückungsverfahren Einzug in die Platinenherstellung, die diese Durchkontaktierung und Verlötung auf der Unterseite erübrigte. Bauteile wie Widerstände oder Kondensatoren besitzen in diesem Verfahren keine Drahtanschlüsse mehr, sondern nur noch lötfähige Kontaktflächen. Konsequenz: Leiterplatten lassen sich ungleich dichter und vor allem beidseitig mit Bauteilen bestücken, was zu geringerem Platzbedarf der Elektronik und kleineren Gehäuse-Dimensionen von Geräten führt und im Vergleich zur Durchkontaktierung preiswerter ist. SMDs finden sich ausschließlich in der industriellen Fertigung, da das Löten dieser Bauteile von Hand, etwa im Hobby-Bereich, fast unmöglich ist. Außer einem ökonomischeren Fertigungsablauf und einer beidseitigen Bestückung zeichnen sich die SMDs durch niedrigere Anschlusswiderstände und Impedanzen aus, was wichtig für die Hochfrequenz-Technologie ist und sie sind toleranter gegenüber mechanischen Vibrationsbelastungen. Nachteile der SMT und SMDs ist eine höhere Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Belastung aufgrund mangelnder Anschlussdrähte. Reparaturen, sowie Austausch von Bauteilen sind aufgrund der engen Bestückung und des ausschließlich maschinellen Produktionsprozesses nicht oder nur sehr schwer möglich.

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SMPTE

steht für „Society of Motion Picture and Television Engineers“. Der internationale Verband mit Sitz in den USA kümmert sich, ähnlich wie die AES und die EBU, um die Festlegung von Normen und Standards im Film- und Videobereich. SMPTE ist weiterhin ein Signal-Format zur Synchronisation von Bild und Ton, das auch im Rundfunk- und Tonstudiobereich zur Anwendung kommt. So lassen sich unterschiedliche Geräte, die diesen Timecode unterstützen, miteinander synchronisieren. Viele Software-Sequenzer unterstützen diesen Timecode, der eine achtstellige Zeitangabe besitzt und nach Stunden, Minuten, Sekunden und Frames unterteilt ist.

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Stromrückgekoppelter Operationsverstärker

(engl. Current Feedback Amplifier) Bei diesem, auch als Transimpedanz-OP bezeichneten und mit CV-OP abgekürzten Typ eines Operationsverstärkers ist der (-)- oder N-Eingang, also der invertierte Eingang, ein niederohmiger Stromeingang und der Ausgang wie beim Standard-OP eine möglichst niederohmige Spannungsquelle (siehe Operationsverstärker). Ein Vorteil dieses Typs sind seine hohen Bandbreiten, weswegen er auch bei hohen Frequenzen nicht an Verstärkung verliert, ein Nachteil ist seine relativ hohe Offsetspannung.

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Sub-D

Hierbei handelt es sich um eine weit verbreitete Platz sparende Bauform eines Steckersystems für Datenverbindungen. Den Meisten werden diese Steckverbinder vom PC bekannt sein, da die seriellen und parallelen Schnittstellen oder auch die Verbindung zwischen Monitor und Grafikkarte meistens mit dieser Art Stecker versehen sind. Die ersten Steckverbinder dieser Art wurden bereits 1952 von der amerikanischen Firma ITT-Cannon entwickelt. Da die äußere Form an die Umrisse des Buchstabens D erinnert und die Größe gegenüber damals üblichen Steckverbindern deutlich reduziert werden konnte, drängte sich der Name „D Subminiature“ auf. Idee und Konzept haben sich in Windeseile etabliert und durch die langjährige Verwendung in unterschiedlichen Branchen und von verschiedenen Firmen sind die Bezeichnungen und Abkürzungen des D-Shaped-Subminiature Steckverbinders äußerst zahlreich. Beispiele: D Sub, D-Sub, DSUB, Sub-D, SUB-D, DE9 (D-Sub neunpolig), DB25 (25-polig), HD15 (15-polig High Density) oder HP50 (50-polig Half Pitch). Die Steckverbinder sind zwei-, drei-, vier- oder fünfreihig aufgebaut und verfügen über eine unterschiedliche Anzahl an Polen. Bei der Nummerierung der Kontakte (Pins) kommt es immer wieder zu Missverständnissen, da mit Lötperspektive und Draufsicht zwei unterschiedliche Blickwinkel möglich sind über die sich erst geeinigt werden muss. Um das Chaos perfekt zu machen muss außerdem beachtet werden, dass sich die Pinbelegung von Buchsensteckverbinder (weiblich) auf Stiftsteckverbinder (männlich) durch eine senkrechte Spiegelung verkehrt. Es gibt zwar einige Standards der Pinbelegungen, allerdings sollte sicherheitshalber noch einmal in das Handbuch geschaut werden, bevor unbekannte Geräte miteinander verbunden werden. Die Kompatibilität ist nicht zwangsläufig gegeben. Für den Pro-Audio-Bereich hat sich eine weit verbreitetet Norm durchgesetzt und zwar handelt es sich um die Pin-Belegung (siehe Tabelle), die von den Tascam-Recordern der Firma Teac bekannt ist. In dieser Form eignet sich der Sub-D-Stecker zur Übertragung von acht Signalen in beide Richtungen also für die Übertragung von acht Ein- und Ausgängen. Wenn man bedenkt, wie viel Platz 16 XLR-Buchsen benötigen, zeigt sich eindeutig die Stärke dieses Verbindungstyps. Auf ungefähr fünf Zentimetern Breite können die symmetrischen Verbindungen auf engstem Raum sichergestellt werden.

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Subtraktive Synthese

Unter diesem Begriff wird ein synthetisches Klangerzeugungs-Prinzip zusammengefasst, dass in den ersten Synthesizern ab Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts bis zur Einführung der Yamaha DX-Synthesizer mit ihrer Frequenzmodulations-Synthese Anfang der 80er Jahre dominierte. Synonym wurde für dieses Prinzip ebenfalls der Begriff analoge Synthese aufgrund des originär analogen Schaltungsaufbaus verwendet. Der Kern dieser Synthese basiert auf drei Bausteinen in der Reihenfolge: Oszillator, Filter und Verstärker. Die Bezeichnung subtraktiv hat ihren Ursprung darin, dass innerhalb dieser Signalkette, den obertonreichen Klängen des Oszillators durch das Filter- und Verstärker-Modul Teile des Klangspektrums entfernt, also subtrahiert, werden. Gleichzeitig mit dieser Synthese wurde es dem Anwender zusätzlich gestattet, manuell Eingriffe mit Hilfe von Reglern in diese Bausteine vorzunehmen, die durch ihren rein analogen Schaltungsaufbau spannungsgesteuert erfolgten. Das Merkmal der Spannungssteuerung dieser Bausteine, im Englischen „Voltage controlled“ genannt, stellte sich als unverzichtbares Charakteristikum bei der Formung von Klängen heraus und zierte fortan die oben beschriebenen Bausteine als Präfix. Aus dem Oszillator wurde so der „Voltage controlled Oscillator“, aus dem Filter das „Voltage controlled Filter“ und der Verstärker wurde mit „Voltage controlled Amplifier“ bezeichnet. Die Abkürzungen VCO, VCF und VCA setzten sich in Folge als griffigere Beschreibungen schließlich durch. Der Oszillator liefert als Basis-Klang-Quelle mehr oder weniger obertonreiche Klangspektren, die aus einem Gemisch von Sinus-Schwingungen bestehen. Im Wesentlichen sind dies vier charakteristische Wellenformen: Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck. Die Sinus-Wellenform besteht lediglich aus einem Grundton. Der Klang empfiehlt sich für Orgel-ähnliche Klänge. Da er über keine weiteren Obertöne verfügt, bleibt ein anschließendes Filtern ohne Auswirkung. Das Spektrum der Dreiecks-Wellenform enthält die ersten fünf Teiltöne und ist der Sinus-Wellenform ähnlich. Sie klingt etwas rauer. Die Rechteck-Wellenform enthält nur ungeradzahlige Teiltöne, die einen nasalen und hohlen Klang produziert. Sie eignet sich bestens für die Simulation von Holzblas-Instrumenten. Die Sägezahn-Wellenform schließlich enthält sämtliche natürlich vorkommenden Teiltöne und eignet sich für die Simulation von Streicherklängen. Außer diesen Wellenformen mit fest definierter Tonhöhe kamen auch Rauschgeneratoren zum Einsatz, die sich für geräuschhafte und perkussive Klänge bestens eigneten. Es gilt: Je mehr Teiltöne ein Klangspektrum enthält, desto mehr lässt es sich durch das Filter im Klang beeinflussen. Zumeist sind in Synthesizern mit subtraktiver Synthese Tiefpass-Filter eingesetzt worden, die sich zum Großteil durch Flankensteilheiten von zwölf oder 24 Dezibel/Oktave auszeichneten. Je höher die Flankensteilheit im Filter ausfällt, desto dramatischer gerät der Eingriff in die Wellenform. Andere Filterarten wie Hochpass, Bandpass und Bandsperre sind im weiteren Verlauf der Synthesizer-Geschichte hinzugefügt worden. Außer der Beschneidung des Frequenzspektrums ab der gewählten Einsatzfrequenz, „Cutoff“ genannt, enthalten die Filterbausteine der Synthesizer eine zusätzliche, „Resonanz“ genannte, Eingriffsmöglichkeit, die die Amplituden der Frequenzen beziehungsweise Obertöne um die gewählte Cutoff-Frequenz herum anheben, was zu einer Überbetonung dieser Frequenzen führt und den Grundklang ausdünnt. Extremstellungen des Resonanz-Reglers versetzen das Filter sogar in Eigenschwingungen und es fängt an, selbst einen Ton zu produzieren, die der Grundwellenform einen charakteristischen Pfeifton beimischt. Nach der Beeinflussung des Teiltonspektrums wird der so bearbeitete Klang zum Schluss durch die Verstärker-Sektion in der Lautstärke beeinflusst. Obwohl der Begriff subtraktive Synthese primär nur die Klangformung mittels der drei oben erwähnten Bausteine bezeichnet, wird er dennoch synonym für die komplette Klangerzeugung eines Synthesizers dieser Bauart verwendet, der darüber hinaus über Modulator-Bausteine verfügt, die dem Grund-Klang dieser Kernbausteine Dynamik und Lebendigkeit hinzufügt. In erster Linie sind das Niederfrequenz-Oszillatoren, englisch „Low Frequency Oscillator“ (LFO), und Hüllkurven-Generatoren. LFOs können, ähnlich wie ein VCO, über mehrere wählbare Wellenformen verfügen, die allerdings nur in einem Bereich zwischen Null bis cirka 20 Hertz schwingen. Die Geschwindigkeit mit der die Wellenformen periodisch schwingen sollen, lässt sich einstellen. Je nach Schaltungsaufbau können sie sowohl auf die Tonhöhe des Oszillators, als auch auf Cutoff und Resonanz des Filters einwirken und darüber hinaus auch die Verstärkersektion modulieren. Der LFO ist ein periodisch und zeitlich unbegrenzt einwirkender Modulator, der beispielsweise Vibrato- (Tonhöhen-Modulation des Oszillators) oder Tremolo-Effekte (Lautstärke-Modulation des Verstärkers) bereitstellt. Hüllkurven-Generatoren hingegen üben nach ihrem Start, zumeist durch Drücken einer Keyboard-Taste, einen zeitlich begrenzten Einfluss auf den Klang aus. Genauso wie LFOs erlauben sie ebenfalls eine Modulation von Oszillator, Filter und Verstärker. In der Grundform besitzt die Hüllkurve die vier Phasen „Attack“, „Decay“, „Sustain“ und „Release“. Die Dauer jeder Phase lässt sich in einem Bereich von wenigen Millisekunden bis zu mehreren Sekunden separat regeln. Ausnahme: Die Sustain-Phase erklingt unabhängig von der Einstellung des Reglers so lange, wie die Keyboard-Taste gehalten wird. Damit lässt sich mitunter nur die Lautstärke dieser Halte-Phase korrigieren oder aber einstellen wie lange die Sustain-Phase nach Loslassen der Taste noch bestehen bleiben soll. Beispiel: Bezogen auf einen Lautstärkeverlauf bezeichnet die Attack-Phase dabei das Anschwellen der Lautstärke, das von einer ersten Abklingphase auf ein etwas niedrigeres Lautstärkeniveau, Decay bezeichnet, gefolgt wird. Im Anschluss an das Decay, folgt die Sustain-Phase, die das resultierende Lautstärkeniveau der Decay-Phase übernimmt und solange beibehält wie die Hüllkurve angesteuert beziehungsweise die Taste auf dem Keyboard gedrückt wird. Nach Ende der Sustain-Phase, also dem Loslassen der Keyboard-Taste, folgt die Release-Phase, die das Abschwellen der Lautstärke bis zum völligen Verstummen des Klanges regelt. Die Kurzform „ADSR“ dieser Phasen-Abschnitte wird dabei synonym für einen Hüllkurven-Generator verwendet. Aus diesen fünf Bausteinen setzt sich die Klangerzeugung von Synthesizern mit subtraktiver Synthese und analoger Bauart zusammen. Unterschiede bestehen in der Anzahl der Oszillatoren, Filter, LFOs und Hüllkurven, sowie der Verschaltung dieser Bausteine mit- und untereinander.

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Summierverstärker

Auch als Addierverstärker bezeichnet, bildet dieses spezielle Schaltungsprinzip eines Operationsverstärkers, wie der Name schon sagt, die Summe aus den Eingangsspannungen, um die addierten, analogen Größen anschließend zu verstärken. Dieser Schaltungstyp ähnelt dem so genannten invertierenden Verstärker, wobei er lediglich um die Möglichkeit mehrerer Eingänge erweitert ist. Der invertierende Operationsverstärker steuert bei der Gegenkopplung seinen Ausgang so aus, dass die Differenzspannung an seinen Eingängen auf Null gehalten wird. Beim Summierverstärker gewichten zusätzlich Widerstände an den Eingängen die einzelnen zu addierenden Spannungen unterschiedlich. Der Vorteil: Diese Schaltung kann mit einer beliebigen Anzahl von Eingängen, den Summanden, genutzt werden.

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TDIF

Tascam digital interface. 8-kanaliges, digitales Übertragungsformat des bekannten Herstellers. Ursprünglich für den eigenen Achtkanal-Digitalrecorder entwickelt, wurde auch diese Schnittstelle neben ADAT zum Quasi-Standard in der Studiotechnik. Die Übertragung geschieht allerdings nicht über Lichtleiterkabel, sondern über einen DB-25-Stecker, über den sowohl Eingänge als auch die Ausgänge geführt werden. Äußerlich gleichen diese Stecker denen einer seriellen Computer-Schnittstelle.

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Tepex-Sandwich

Ein Faserverbundwerkstoff der sich mittels Einsatz von Carbon durch hohe Steifigkeit bei minimalem Gewicht auszeichnet. Er wird in Kombination mit Rohacell Schaum zur Herstellung von Lautsprechermembranen verwendet, die starken Druckschwankungen Stand halten sollen.

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Transkonduktanz Verstärker

Der Transkonduktanz Verstärker oder OTA (engl.: Operation Transconductance Amplifier) gehört zur Gattung der Operationsverstärker. Im Gegensatz zum konventionellen Operationsverstärker hat er einen hochohmigen Ausgang, der sich wie eine Stromquelle verhält. Die charakteristische Größe des OTA ist die Übertragungssteilheit (=Transkonduktanz). In einem Kompressor/Limiter eingesetzt, verbessert er die Regelgeschwindigkeit des Kompressors gegenüber den üblichen VCAs (Voltage Controlled Amplifiers) deutlich, auf den Klang hat der OTA jedoch keine Auswirkung.

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Universal Disk Format (UDF)

Das UDF ist ein von der Optical Storage Technology Association (OSTA) entwickeltes und spezifiziertes, plattformübergreifendes Dateisystem. Es wird vor allem für DVDs verwendet. Es löst das ältere ISO 9660-Format ab und ist grundsätzlich für alle RW- und RO-Medien einsetzbar. Gegenüber ISO 9660 fallen bei UDF einige Beschränkungen weg: So können unter anderem Dateinamen bis zu 255 Zeichen lang sein, wobei aus immerhin 64.000 Zeichen gewählt werden kann. Besonders wichtig: Die Erweiterung der möglichen Größe des Dateisystems in den Terabyte-Bereich hebt die vormalige Beschränkung auf zwei Gigabyte auf, außerdem bietet UDF Optimierungen für das Beschreiben von DVD±R, DVD-RW und DVD-RAM. Alle neueren Windows-Ausgaben als Windows 95 unterstützen den Lesezugriff auf UDF, allerdings nicht in jeder Version. Linux ab Kernel 2.6, MAC OS ab 9.8 und Windows ab Vista unterstützen UDF lesend und schreibend bis UDF 1.50, mit dem populären Brennprogramm Nero lassen sich UDF-CDs/DVDs/ISOs erstellen.

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UREI 1176

Legendärer Vintage-Kompressor, der mit silbernem Gehäuse erstmals 1966 vorgestellt wurde. Für viele Produzenten der Referenzkompressor. Originale sind sehr rar. Es gibt aber Nachbauten. Diese sind kaum unter € 2000,- zu bekommen.

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VITC

Eine Abkürzung für „Vertical Interval Time Code“. Dieses zeitcodierte Signalformat, dient zu Synchronisationszwecken vornehmlich im Video-Bereich. Ähnlich dem LTC-Format wird das VITC-Signal auf einem Video-Band aufgezeichnet. Im Unterschied zu LTC, das sich auf der gesamten Länge als zeitbasiertes  Datensignal findet, wird das VTC-Signal in die so genannte Austastlücke eines Videobildes gespeichert und ist auf dem Magnetband deshalb in einzelnen Segmenten vorhanden. Ein Video- beziehungsweise Fernsehbild wird in Zeilen gespeichert. Die komplette Bildzeileninformation wird in gerade und ungerade Zeilen als zwei Halbbilder gespeichert. Jedes Halbbild besitzt also einen Zwischenraum in dem nichts gespeichert werden kann, die so genannte „Austastlücke“. Jeder Frame einer Video-Aufzeichnung erhält darin so einen eigenen Timecode-Eintrag auf dem Magnetband. Im Unterschied zu LTC kann ein VITC-Signal nicht während des Spulens ausgelesen werden. Dafür lässt sich die Zeitinformation bei langsamen Bandgeschwindigkeiten und bei Standbildern auslesen.

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VSTi

Diese häufig anzutreffende Buchstabenkombination umschreibt eine Gattung von Plug-ins, die die von der Firma Steinberg entwickelte VST-Software-Schnittstelle (Virtual Studio Technology) nutzen. Der Buchstabe „i“ steht in dem Zusammenhang für das Wort Instrument. Das gesamte Buchstabenkürzel umschreibt somit in Kurzform ein virtuelles Instrument und grenzt sich damit vom Rest der übrigen Plug-in Gattungen – zumeist Effekte – ab. In Analogie dazu findet sich auch die Abkürzung DXi, die ein virtuelles Instrument bezeichnet, das allerdings die von der Firma Microsoft entwickelte DirectX-Schnittstelle zur Kommunikation mit Sequenzern nutzt.

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Wandlerlinearität

Sie wird auch als Amplituden-Nichtlinearität oder pegelabhängige logarithmische Verstärkung bezeichnet. Hinter diesen Ausdrücken verbirgt sich die Eigenschaft des Analog-Digital- oder auch des Digital-Analog-Wandlers, den Pegel eines ankommenden Signals vom Wert her exakt zu reproduzieren. Bei einer Untersuchung wird sich ausschließlich mit der Quantisierung beschäftigt, also den zur Verfügung stehenden Bits. Rein rechnerisch hat ein System mit 16 Bit eine Dynamik von 98,09 dB. Auf eine Faustformel gebracht, besitzt ein Digitales System einen S/N-Abstand von der Anzahl der vorhandenen Bits, also der Wortbreite,  multipliziert mit 6 dB, da pro Bit annähernd eine Verdoppelung der Dynamik stattfindet. Bei 16 bit wären das 96 dB. Ein solches System wird an der unteren Grenze der Aussteuerung – also bei sehr geringen Pegeln – nicht mehr fähig sein, exakte Pegel aus der Quantisierung zu berechnen. Die Konsequenz: es kommt zu Abweichungen. Eine entsprechende Messung der Wandlerlinearität geschieht durch das Einspeisen einer konstanten Frequenz – hier 997Hz – mit stetig abnehmendem Pegel, beginnend bei -5 dBFS, entsprechend der AES 17 Norm. Obwohl das Meßgerät eine Wortbreite von mindestens 24 bit hat, kann der Pegel in unserem Beispielsystem nicht weiter abnehmen als bis  -96 dB. Ab -90 dB werden in der Regel Amplitudenunlinearitäten sichtbar, die durch Wandlerrauschen und den Dither verursacht werden. Theoretisch wäre bei einer grafischen Darstellung die (gerade) Diagonale der beste Wert. Sehr gute Wandler zeigen erst in den letzten beiden Bits Unregelmäßigkeiten. In einem 24-bit-System ist man beispielsweise dann – 24 x 6 dB = 144dB Dynamik – auf der sicheren Seite, da eine Systemdynamik von 132 dB (22x6 dB) existiert. Nachteilig ist eine geringe Wandlerlinearität, wenn bei digitaler Verstärkung diese unruhigen Bits angehoben werden. Angenommen ein 16 bit-Signal hat in den letzten beiden Bits eine Nichtlinearität, was schließlich in einer linearen Dynamik von 84 dB (14x6dB) resultiert. Wenn dieses 16 bit-Signal jetzt um 20 dB angehoben wird, so setzt die Nichtlinearität schon bei -64 dB deutlich hörbar ein.

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Wirkungsgrad

Allgemein: Das Verhältnis von zugeführter elektrischer Leistung zur abgegebenen mechanischen Leistung. Beim Lautsprecher wird der Wirkungsgrad angegeben als Verhältnis von elektrischer Leistung, gemessen in Watt (W) zur abgegebenen akustischen Leistung, die in dB gemessen wird. Die elektrische Leistung wird nur teilweise in Schall umgewandelt. Der größte Teil wird in Wärme (in der Schwingspule) umgewandelt oder geht durch Reibungsverluste (Membranaufhängung, Luftreibung bei kleinen Boxen) verloren. Der Wirkungsgrad hat in der Praxis große Bedeutung, da die erreichbare Maximallautstärke eines Lautsprechers von dessen Wirkungsgrad und damit von der zuführbaren Leistung abhängt. Wichtig bei der Angabe ist die gleichzeitige Angabe der akustischen Messentfernung.

XML

Die Abkürzung steht für Extensible Markup Language und ist der Name für eine so genannte Auszeichnungssprache und nicht, wie irrtümlich von Zeit zu Zeit beschrieben, eine Programmiersprache, obwohl sie als begleitender Bestandteil der Computer-Programmierung zum Zuge kommt. Anders als bei Programmiersprachen wie etwa C oder Java, ist eine Auszeichnungssprache, auch Metasprache genannt, textbasiert und kann von jedem Nicht-Programmierer gelesen und verstanden werden, da sie mit Sprache eine weitere Sprache beschreibt. Sinn und Zweck einer Auszeichnungssprache ist, den Inhalt von Daten zu strukturieren und in Erweiterung die Art ihrer Darstellung vom Inhalt zu trennen, da je nach Einsatzzweck und –ort der Daten, ihre Darstellung andere Definitionen erfordert. Ein Beispiel: Eine Tabelle in einer Textverarbeitung erfordert einen anderen Satz an Strukturierungsvorschriften als in einer Tabellenkalkulations-Software oder bei der Darstellung im Internet. Konsequenz: Ein und dieselbe Tabelle ist nur in separat getrennten Datenformaten verfügbar. Um die Daten in unterschiedlichen Anwendungen immer gleich darstell- und interpretierbar machen zu können, ist XML als plattform-unabhängige Auszeichnungssprache entwickelt worden. Sie verwendet einen Code, der als gemeinsame Basis von unterschiedlichen Programmen gelesen, interpretiert und ausgeführt werden kann und somit einen Austausch von Daten über Programm-spezifische Datenformate hinweg ermöglicht. Dazu sind in den einzelnen Programmen so genannte Parser-Unterprogramme installiert, die den Befehlssatz von XML verstehen. XML ist noch eine relativ neue Sprache, die erst ab 1996 das Licht der Welt erblickte. Ihren Ursprung hat sie in der in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelten Standard Generalized Markup Language (SGML), die quasi den Grundstein für das Konzept von XML, aber auch von HTML, der Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten im Internet, gelegt hat. SGML wird aufgrund seiner Komplexität jedoch nur im Bereich technischer Dokumentationen eingesetzt und hat nie eine flächendeckende Verbreitung erfahren, obwohl sie es erlaubt, für jede Art von Daten völlig neue Vorschriften zu definieren. Um Inhalte jetzt strukturieren und mit eindeutigen Formatierungsvorschriften versehen zu können, bedient sich XML so genannter „Tags“ (deutsch: Kennzeichen, Marke, Anhänger). Sie bestehen aus einem Wort beziehungsweise einer Bezeichnung, die durch zwei spitze Klammern vom eigentlichen Inhalt getrennt sind. Ein Beispiel: <Formatierung> ist ein solcher Tag. Die Bezeichnung zwischen den spitzen Klammern ist dabei ein Attribut, das eine eindeutig definierte Formatierungs- und/oder Strukturierungs-Anweisung trägt, die vom Parser des Programms schließlich interpretiert wird. Wörter oder Abschnitte des eigentlichen Inhalts werden dabei durch einen Anfangs- und End-Tag umschlossen. Ein Beispiel: <Formatierung>Der eigentlich zu formatierende Text</Formatierung>. Diese Auszeichnungs-Technik ist der Internet-Sprache  HTML entlehnt, die 1990, also sechs Jahre vor XML, entwickelt wurde. Doch anders als bei HTML, dessen Tag-Attribute fest definiert sind und nur eine einzige Interpretationsmöglichkeit erlauben, lassen sich bei XML individuell neue Tags mit völlig frei wähl- und definierbaren Attributen erstellen. Damit ist es möglich auf flexible Art Inhalte für unterschiedliche Programme und Anwendungsfälle zu strukturieren und entsprechend normiert und formatiert darzustellen. Doch anders als bei HTML, das äußerst tolerant auf Fehler im entsprechenden Dokument reagiert, ist XML eine strikte Auszeichnungssprache, die beim kleinsten Fehler die Anzeige oder Ausgabe des Inhalts verweigert. Dabei ist XML eher ein Oberbegriff beziehungsweise eine Basis, die die grundlegenden Kriterien dieser Sprache definiert. Ausgehend davon existieren mittlerweile eine Reihe von Modulen beziehungsweise Unterarten von XML mit eindeutigem Aufgabenbereich, die zwar augenscheinlich die Flexibilität einschränken, aber dennoch weite Verbreitung gefunden haben und die gebräuchlichsten Anwendungen von XML abdecken. So gibt es mit der Extensible Stylesheet Language (XSL) eine Unterart, die sich um die Formatierung des Inhalts kümmert. Mit XPath ist es möglich, die Adressierung von Teilen innerhalb eines XML-Dokuments zu realisieren. Die Unterarten XPointer, XLink und XInclude erlauben die Verknüpfung unterschiedlicher XML-Ressourcen, ähnlich den Hyperlinks im Internet. Am vielleicht wichtigsten ist jedoch XSD (XML Schema Definition Language), die eine individuelle Definition von Tags und Attributen ermöglicht. Mehr noch, erlaubt XSD die Zusammenführung unterschiedlicher XML-Dokumente, die etwa ein und dasselbe Attribut verwenden, das allerdings unterschiedlich definiert ist. Über XSD lassen sie sich erfassen und über neu definierbare Tags separieren und korrekt darstellen und strukturieren. Mittlerweile findet XML eine immer größere Verbreitung, die oberflächlich vom Anwender nicht wahrgenommen wird, da sie im Hintergrund ihren Dienst verrichtet. Die Office Suite von openoffice.org verwendet beispielsweise XML, um erstellte Dokumente zu strukturieren. Microsoft ist mittlerweile auch dazu übergegangen und nutzt für seine Office-Suite im Hintergrund XML-Files zur Strukturierung der Daten. Im Internet erlaubt XML etwa die Formatierung von Bildschirm-Inhalten für den Ausdruck auf Papier. Mit der Erweiterung von HTML in XHTML hat sich die eher fehlertolerante Internet-Sprache den Vorschriften von XML angenähert. Doch auch in den Musik-Bereich ist XML mittlerweile eingezogen. Hersteller von virtuellen Instrumenten nutzen XML um etwa die Verwaltung von Sound-Presets zu realisieren und/oder auch den Satz an Parametern eines Presets einheitlich und strukturiert aufzubereiten.

XY-Stereofonie

Zur Realisierung eines Stereoklangbildes mit nur zwei Kanälen lassen sich mehrere Mikrofonanordnungen mit verschiedenen Auswirkungen verwenden. Diese Anordnungen werden unterschieden in Intensitätsstereofonie und Laufzeitstereofonie. Das bekannteste und sicherste Verfahren ist die Anordnung der Mikrofone in der so genannten ‚XY-Stellung‘. Dieses Verfahren verwendet zwei Mikrofonsysteme mit gleicher Richtcharakteristik (zum Beispiel Niere oder auch Hyperniere), welche unmittelbar zusammen liegen. Die Kapseln sind also direkt übereinander angeordnet und nur ihr Versatzwinkel gegeneinander bestimmt die Basisbreite des Stereoklangbildes. Dieser Versatzwinkel kann zwischen 0° und 135° variiert werden. Bei der Stellung 0° erhalten beide Systeme die gleiche Schallinformation – dieses entspricht dann dem reinen Monosignal. Bei Lautsprecherwiedergabe entsteht eine Phantomschalquelle exakt in der Mitte zwischen den Lautsprechern. Werden die Kapseln nun gegeneinander verdreht, so erhalten sie Schallinformationen von den entsprechenden Seiten, denen sie zugewandt sind. Dadurch, dass beide Kapseln direkt übereinander angeordnet sind, entsteht der Stereo-Effekt allein durch Lautstärkeunterschiede. Werden die Kapseln über 135° hinausgedreht – also zum Beispiel 180 ° - so wird Schall direkt von vorn nicht mehr aufgenommen, es entsteht Quasi „ein Loch in der Mitte“. Das Stereobild besteht nur noch aus Raumanteilen, eine Mitte ist nicht mehr eindeutig lokalisierbar. Es ist deshalb außerordentlich wichtig, beim Abhören im Studio, diesen Versatz der Kapseln gegeneinander gut zu kontrollieren. Vorteil dieser reinen „Intensitätsstereofonie“ ist ihre hundertprozentige Monokompatibilität. Das Zusammenschalten der beiden Kanäle ergibt ein Monosignal, da keine Laufzeitunterschiede zwischen den beiden Kapselsignalen zu phasenabhängigen Signalauslöschungen führen können.