Einerseits kennt man SPL als Hersteller für Vorverstärker, Signalprozessoren und Controller im Recording- und Mixing-Segment, andererseits haben sich die Niederrheiner mit Hochleistungsgeräten im Mastering einen Namen gemacht. Wie ein Bindeglied erscheint nun das neue Neos-Mischpult. Es erschließt SPLs 120-Volt-Technik für die Tonmischung. Das kompakte 19-Zoll-Format beherbergt auf sieben Höheneinheiten zwölf Stereo-Bahnen für 24 Kanäle und eine Master-Bahn. Jede Stereo-Bahn kann auf Monobearbeitung geschaltet werden, die Master-Bahn stellt eine komplette Monitor-Sektion bereit. SPL sieht das Neos damit optimal ausgelegt für die Mischung von Stereo-Stems und dezidierten Einzelkanälen, die nach dem Editing im Audio-Rechner analog gemischt werden sollen. Mit 120 Volt (+/- 60 Volt) wird etwa die vierfache Betriebsspannung üblicher Studiotechnik verwendet. Die ersten Herstellerangaben der technischen Daten attestieren überzeugende Leistungswerte: über 30 Dezibel Übersteuerungsfestigkeit am Eingang, mehr als 125 Dezibel Dynamikumfang und 100 Dezibel Rauschabstand. „In der Mischung und Summierung von Musiksignalen hat hochwertige Analogtechnik immer noch handfeste Vorteile - es ist daher kein Wunder, dass die größten Studios nach wie vor nicht auf analoge Technik verzichten“, so SPL-Gründer und Entwicklungsleiter Wolfgang Neumann. „Bei der Auflösung der Signalamplitude zeigen digitale Systeme ausreichende Leistungen. Um aber im Bereich der zeitlichen Auflösung nur mit üblicher Analogtechnik mithalten zu können, wären schon Abtastraten von 500 Kilohertz erforderlich. Ein hohes zeitliches Auflösungsvermögen aber ist nötig, um beim Mischen die kleinen Signalstrukturen zu erhalten, die zum Beispiel für Lokalisation oder Transparenz verantwortlich sind. Hierbei kommt der Vorteil analoger Technik voll zur Geltung - erst recht, wenn nicht nur übliche, sondern außergewöhnlich leistungsfähige Technik wie beim Neos eingesetzt wird.“ Der empfohlene Verkaufspreis des Neos liegt bei knapp 9.900 Euro.