Das Grundprinzip des mobilen Sendestudios des WDR ist es, Radio ohne störende Trennwand zum Publikum an einer belebten Location erfahrbar zu machen. Bei der Großveranstaltung „1Live – Eine Nacht in Essen“ waren zahlreiche Gäste, unter anderem auch Xavier Naidoo, im mobilen Sendestudio zu Gast und die Hörer von 1Live, dem Jugendsender des WDR, konnten direkt im „Café Solo“ beobachten, wie Radio gemacht wird. Zusätzlich wurden im Laufe der Nacht über die zugeschalteten Ü-Wagen Live-Auftritte von weiteren bekannten Künstlern und Bands, angesagten Newcomern, Comedians und Autoren über zwei Crystal-Pulte von Lawo zusammengemischt. Das erste der beiden Mischpulte fungiert bei solchen Einsätzen als Sendepult mit 16 Fadern. Es verfügt über separates Pre-Fader Listening (PFL), Faderstarts, Möglichkeiten für Live-Schalten sowie mehrere Summenbusse für Sendung, Beschallung, Konferenzen, Aufnahme und Abhören. Als Sendeablaufsteuerung dient das Programm M’Air-List mit vier Ausspielkanälen für Musik, Jingles, vorproduzierte Beiträge und O-Töne. Das zweite Pult mit zwölf Fadern übernimmt die gesamte Leitungsabwicklung (Ü-Wagen, SAT-Wagen, Korrespondenten) und ist für Vormischungen zuständig. Mit diesem Pult ist auch eine DAW für die Aufnahme von Wort- und Gesamtsumme verbunden. Die Verteilung der Audiosignale zwischen den beiden Pulten erfolgt jeweils über eine MADI-Erweiterung. Das mobile Sendestudio wird auch von den Radiosendern WDR 2, WDR 4 und Funkhaus Europa bei ähnlichen Veranstaltungen genutzt.