Avid stellt eine ganze Reihe neuer Lösungen für Live-Auftritte und Aufnahmen im Studio vor. Darunter findet sich der virtuell-analoge Synthesizer Venom, der den warmen Klang und Charakter von Vintage-Keyboards mit der intuitiven Bedienung und den Workflow-Vorteilen beim modernen digitalen Arbeiten verbinden soll. Um individuelle Sounds zu kreieren, stehen 41 Oszillatorenwellen und 53 Drum-Sounds zur Verfügung, die von beliebten Vintage-Keyboards gesampelt worden sind. Hinzu kommen der DSP-gesteuerte Oszillator-Drift, zusätzliche Klangkomplexität durch zwölfstimmige Polyphonie (drei Oszillatoren pro Stimme) und 16 Modulationsroutinen. Die 49 Tasten entsprechen einer normalgroßen Klaviatur. Der mitgelieferte Vyzex Venom Software-Editor bietet eine visuelle Darstellung aller Synthesizer-Einstellungen und -Parameter, damit Anwender Sounds in Banks zusammenfassen, Patches umbenennen, Backups auf ihrem Rechner speichern und einfacher mit anderen zusammenarbeiten können. Der Anwender kann auch mehrere Patches vermischen und mit Hilfe der Patch-Collider-Funktion neue hybride Sounds kreieren. Über das integrierte USB-Audio-/MIDI-Interface kann der Nutzer Tonmaterial aus Instrumenten, Mikrofonen oder anderen Quellen aufnehmen oder externe Audiosignale mit den Venom-Effekten und -Filtern ohne zusätzliche Audio-Hardware verarbeiten. Venom ist ab sofort für cirka 550 Euro lieferbar. Die neue Version 2 der DJ-Software Torq wurde laut Avid von Grund auf neu konzipiert.
Sie bietet jetzt vier virtuelle Decks mit Equalizer, Pegelkontrolle, Vorhören im Kopfhörer und Crossfading. Die zum Patent angemeldete Traq-Morph-Technologie blendet Musik-Tracks auf eine neue Art ineinander, indem sie Audioeffekte intelligent während des Crossfades anwendet. Torq kann mit der passenden Hardware M-Audio Xponent und Conectiv oder mit DJ-Hardware anderer Hersteller sowie Stand-alone eingesetzt werden. 13 integrierte Effekte und eine Unterstützung für VST-Effekte ermöglichen umfassende Eingriffe in den Sound. Pro Deck können vier Effekte und ein VST-Effekt eingesetzt werden, sodass insgesamt bis zu 20 Effekte zugleich möglich sind. Torq 2.0 kann für knapp 230 Euro als Download erworben werden. Eine Box-Version ist ebenfalls angekündigt. Für Avids Gitarrenverstärker- und -Effektgerät Eleven Rack wird ab Ende März eine Software-Erweiterung mit zusätzlichen Emulationen sowie Workflows und Effekte für Vocals und Bass angeboten. Das Eleven Rack Expansion Pack umfasst dabei 19 neue Amps und Effekte, einen Channelstrip mit parametrischem EQ und Kompressor sowie ein dynamisches Stereo-Delay und Lautsprecher-Verzerrungs-Emulation. Die Software soll cirka 90 Euro kosten und wird nur über den Avid-Store erhältlich sein. Außerdem bietet Avid jetzt Mbox-Aufnahmelösungen im Bundle mit Pro Tools 9 sowie als verbilligte Stand-alone-Interfaces ohne mitgelieferten Avid-Sequenzer an.