Gralshüter

Das AKG C 12 gilt weltweit als „Heiliger Gral“ unter den Vintage-Mikrofonen. Unter den vielen Repliken ragt als einzig wahrer Gralshüter das C 12 VR von AKG heraus.

Von Harald Wittig 

„Legenden leben länger“, heißt es häufig. Im Falle des AKG C 12 stimmt dieser Ausspruch ohne Zweifel: Im Jahre 1953 erblickte das Großmembran-Mikrofon das Licht der Pro-audio-Welt und wurde bereits während seiner lediglich zehnjährigen Produktionszeit bis 1963 zu einem der bevorzugten Allzweckwaffen vieler Toningenieure – ganz gleich, ob das C 12 für Sprach-, Gesangs- oder Instrumenten- und Ensembleaufnahmen zum Einsatz kam. Bis zum heutigen Tag vertrauen Musiker und Tontechniker weltweit auf das C 12, bevorzugt bei Gesangsaufnahmen aber auch für die Mikrofonierung von akustischen Instrumenten, namentlich Streicher und Zupfinstrumente. Wer es hat, verkauft es in der Regel nicht – und wenn, zu horrenden Preisen: Für ein C 12 aus den ersten Produktionsjahren zahlen amerikanische Sammler schon mal 30.000 Dollar. Inzwischen haben sich die Gebrauchtmarktpreise auf ein Durchschnittniveau zwischen 10.000 und 15.000 Dollar eingependelt. Mit steigender Tendenz, denn AKG hatte seinerzeit nur insgesamt 2.500 Exemplare des Kult-Mikrofons hergestellt.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach originalen C 12 und sicher auch wegen der zahlreichen Mythen, die sich um den Heilige Gral aus Austria ranken, gibt es inzwischen zahlreiche Repliken des Mikrofons. Zu den Besten gehört der penible Nachbau des Ela M 251 von Telefunken/USA, allerdings handelt es sich beim nicht minder berühmten Vorbild um eine technisch modifizierte Variante des C 12. Eines der günstigeren Telefunken/USA-Mikrofone, das M 16 MkII testete Professional audio Magazin in Ausgabe 4/2008, gemeinsam mit dem Peluso P12, einem reinrassigen Remake des AKG C 12. Diese beiden, mit rund 1.300 Euro geradezu erschwinglichen Mikrofone, hinterließen einen guten Eindruck im Test. Doch schon im damaligen Artikel kündigten wir einen ausführlichen Test des AKG C 12 VR („Vintage Revival“) an, dass der österreichische Hersteller sozusagen als eigene Replik des originalen C 12 seit einigen Jahren wieder auflegt: Immerhin ist das C 12 VR nach Aussage von AKG ein „exakter Nachbau“ der eigenen grandiosen Schöpfung. Mit dem rund 4.500 Euro teueren Mikrofon sei der „legendären Klang“ dieses Meilensteins in der über 60-jährigen AKG-Unternehmensgeschichte zurück.

Eine selbstsichere Aussage, die in der realen und virtuellen Welt schon für reichlich Diskussions-Stoff gesorgt hat: Angefangen von merkwürdigen Bemerkungen wie „Solche Mikrofone können heute einfach nicht mehr gebaut werden“ bis hin zu „Wenn überhaupt ein Remake, dann kann es nur von AKG selbst kommen“. Da Sie wie auch die Redaktion von Professional audio Magazin konkret wissen möchten, was das C 12 VR klanglich wirklich drauf hat, fieberten wir dem Test des Mikrofons regelrecht entgegen. Es geht im Rahmen dieses Tests auch weniger um die Frage, ob das C 12 VR wie sein großes Vorbild klingt. Denn: Einheitliche Klangbeschreibungen der C 12-Anwender gibt es nicht. Hier ist alles vertreten: Vom angeblich samtigen Schmeichelton, über den „eigentümlich offenen“, besonders „luftigen“ Klang, bis hin zum außergewöhnlich „weichen Tiefenverhalten“. AKG selbst betont, dass sich die originalen C 12 durchaus klanglich unterscheiden können, denn die berühmte CK 12-Kapsel wurde seinerzeit komplett von Hand gefertigt, was bei aller Handwerkskunst gewisse Fertigungstoleranzen, die sich in Klangnuancen äußerten, unvermeidbar machte. Hinzu kamen Bauteil-Toleranzen, die sich ihrerseits unmittelbar auf den Klang auswirken können.

Beim C 12 VR erfolgt die Kapselmontage selbstverständlich – wie bei allen Mikrofonen – weiterhin von Hand. Allerdings sorgt die moderne Fertigungstechnik für wesentlich geringere Toleranzen bei den Bauteilen – angefangen bei der goldbedampften Kunststoffmembran, über den neuen, im Vergleich zum Original größeren Ausgangs-Übertrager bis hin zur Feinabstimmung der Verstärker-Elektronik. Letztere profitiere nämlich beim Schaltungs-Layout von den Fortschritten der Transistor-Technik in den vergangenen 40 Jahren. Laut AKG übertrifft das C 12 VR daher in puncto Eigenrauschen und Übersteuerungsfestigkeit den Urahn deutlich. Mit anderen Worten: Das C 12 VR mag zwar klanglich an die oft beschworenen guten alten Zeiten, heute mit dem Begriff „Vintage“ zusätzlich mystifiziert, erinnern. Dennoch ist es ein modernes Mikrofon, das den heutigen Ansprüchen in Bezug auf minimalste Störgeräusche absolut gerecht werden soll.

Sehen wir uns das C 12 VR näher an: Die Doppelmembran-Kapsel mit Ein-Zoll-Durchmesser entspricht selbstverständlich der typischen AKG-Bauweise mit zwei Membrananschlüssen über einen seitlichen Ring und ist – im Hinblick auf die alten Datenblätter und gemäß den Hersteller-Angaben – ein Nachbau der berühmten CK 12-Kapsel. Das verwendete Membranmaterial verschweigt AKG, auch sonstige Details zur Kapsel, dem Herz eines jeden Mikrofons, verraten die Österreicher aus nachvollziehbaren Gründen nicht. Eine durchaus bedeutsame konstruktive Abweichung gegenüber dem C 12 stellt der bereits erwähnte Ausgangs-Übertrager dar: Dessen Kern ist deutlich größer als beim Vorbild und reduziere tieffrequente Verzerrungen auf ein vernachlässigbar geringes Minimum.
Als exakter Nachbau des C 12 ist auch das C 12 VR ein Röhrenmikrofon: Immerhin stammt die Legende aus einer Zeit, als das aktive Element des Impedanzwandlers eines Kondensatormikrofons eine Elektronenröhre sein musste. Im C 12 vertraute AKG auf eine Doppeltriode des Typs 6072/12AY7. Im Testmikrofon werkelt allerdings nicht, wie im beiliegenden Hochglanzfaltblatt suggeriert, keine 6072M des amerikanischen Röhrenspezialisten Allegro Sounds (www.allegrosound.com). Stattdessen handelt es sich um eine General Electric 6072A. Bei der 6072M handelt sich um eine handselektierte und sorgfältig auf Rauschverhalten und Mikrofonie getestete, sogenannte NOS (New Old Stock)-Doppeltriode aus den 1950er, 1960er oder 1970er-Jahren. Hergestellt wurden die Allegro Sounds 6072M-Röhren ebenfalls von den beiden führenden amerikanischen Röhren-Herstellern General Electric oder Raytheon. Den Namenszusatz „M“ bekommen nur die von Allegro Sounds als optimal befundenen Röhren. AKG arbeitet seit 1987 mit den Amerikanern zusammen und empfiehlt auch für originale C 12 diese Röhren. Folgerichtig sollten auch im C 12 VR nur Allegro Sounds 6072M-Röhren in Frage, denn sowohl AKG als auch Allegro Sounds bezeichnen diesen Glaskolben als das „Herz“ des Mikrofons, das übrigens in seiner ersten Inkarnation unter dem Namen „The Tube“ angeboten und verkauft wurde. So gesehen war AKG zumindest bei dem Testmikrofon etwas inkonsequent, wenngleich es sich natürlich bei der eingebauten GE 6072A ebenfalls um eine NOS-Röhre handelt, die sicherlich ebenfalls selektiert worden ist. Es ist aber erwähnenswert, dass Allegro Sounds-Chef Rick auf Nachfrage unsererseits betonte, dass nur seine handselektierte 6072M den C 12-Klang gewährleisten könne. In Anbetracht der Tatsache, dass Allegro Sounds in den USA auch ein gewisses Renommee bei der Wartung und Reparatur von Röhren-Mikrofonen haben, ist diese Aussage nicht einfach als Voodoo abzutun. Zumal Rick selbst eine ansehnliche Kollektion von alten C 12 und allen Remaks seit „The Tube“ besitzt. Allerdings dürfte es für die meisten Anwender sehr schwer bis unmöglich sein, die vermutlich winzigsten Klagunterschiede zwischen einer 6072A und einer 6072M im Endeffekt zu hören.
Die 6072A selbst ist in einem Sockel aus Gummi elastisch gelagert, um die empfindliche Röhre vor Beschädigungen durch Stöße wie beispielsweise einen Bruch des Heizfadens zu schützen. Der Röhrenwechsel selbst ist sehr einfach, zumal die Doppeltriode nach Entfernen des Gehäuses unverbaut zugänglich ist. Insoweit war das alte C 12, zumindest die Mikrofone der ersten Produktionsjahre, weitaus weniger Service-freundlich. Liegt das elektronische Innenleben des C 12 VR offen, kann der Benutzer auch die Empfindlichkeit des Mikrofons erhöhen: Links oben, direkt neben dem Übertrager, finden sich hierzu – ebenfalls gut zugänglich – drei Druckschalterchen. Sind alle drei heruntergedrückt, erhöht sich die Empfindlichkeit des Mikrofons um 10 Dezibel. Es handelt sich damit aber um ein eher selten verwendetes Ausstattungsdetail, denn mit gemessenen 11,6 mV/Pa ist das C 12 VR ein durchschnittlich empfindliches Mikrofon, dessen Lautstärke für die meisten Anwendungen ausreicht. Die Gefahr von störendem Rauschen auf der Aufnahme ist angesichts der – für ein Röhrenmikrofon – sehr guten Werte von 74 mV/Pa für den Geräuschpegelabstand gebannt. Insofern ist das C 12 VR bezüglich seines Eigenrauschens in der Tat ein moderner Vetreter der Gattung Röhren-Mikrofon: Das vorzügliche Flamingo Standard von Violet Design (Test in Ausgabe 12/2007) wies vergleichbare Messwerte auf.    Das C 12 VR ist auch mit einem Vordämpfungsschalter ausgestattet, der von außen, allerdings nur mittels eines Werkzeugs verstellbar ist. Zur Verfügung steht eine zweistufige Vordämpfung von wahlweise zehn oder 20 Dezibel. Sollte das Mikrofon auch mal bei der Mikrofonierung eines Verstärkers zum Einsatz kommen, sollte die Vordämpfung in jedem Fall aktiviert sein. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die wenigsten Besitzer eines C 12 VR ihr Schätzchen mit einer solchen Aufgabe betrauen. Schließlich ist dieses Mikrofon in erster Linie als Solisten für Sänger und Instrumentalisten und als Sprechermikrofon gedacht. Im Übrigen eignet sich für die Amp-Mikrofonierung das AKG C-414 wegen seiner hohen Übersteuerungsfestigkeit ohnehin besser. Aber bekanntlich ist erlaubt, was gefällt.

Als Röhrenmikrofon benötigt das C 12 VR ein Netzteil, das mitgelieferte heißt N 12 VR und ist eigens auf das Mikrofon abgestimmt. Ganz in der Tradition des C 12 erlaubt es die Einstellung der Richtcharakteristik in neun Stufen, zusätzlich stellt der Anwender hier auch das zweistufige Hochpass-Filter ein. Anno 1953 und auch heute noch nannte beziehungsweise nennt AKG die Einstellungen der Richtcharakteristik am Netzteil „Fernsteuerung“. Damals, vor 55 Jahren, bewarb der Hersteller dies Merkmal als den „bedeutendsten technische Fortschritt„ bei der Entwicklung des Mikrofons: Damit konnten Toningenieure vom Kontrollraum aus die Richtcharakteristik während der Aufnahme umschalten und an die Aufnahme-Situation anpassen. Mitunter ist zu lesen, dass C 12 sei das weltweit erste Mikrofon mit fernsteuerbarer Richtcharakteristik gewesen. Das ist falsch: Diese Ehre gebührt Neumann mit seinem M 49. Der Hauptunterschied zwischen der Neumann und der AKG-Fernsteuerung: Beim M 49 lässt sich die Richtcharakteristik stufenlos verändern, was beispielsweise Tonmeister Andreas Spreer vom Klassiklabel Tacet gerne bei Aufnahmen nutzt (vergleiche das Interview mit Andreas Spreer in Ausgabe 8/2007). Die AKG-Fernsteuerung hat stattdessen neun Raststufen, so dass dem Anwender zu den drei Charakteristiken Kugel, Niere und Acht noch sechs Zwischenstufen zur Verfügung stehen. Tatsächlich wurde die AKG-Variante mit einzelnen Rastungen von vielen Profis begrüßt, denn es liegt auf der Hand, dass bestimmte Charakteristik- und damit Klangvarianten schneller abrufbar sind.
Heute spielt dieser zeitweilig heftig geführte Glaubenskrieg keine Rolle mehr: Ein C 12 oder ein M 49 erwirbt der Profi in erster Linie wegen seines Klangs – oder den ihm zugesprochenen Klangeigenschaften. Die einstmals revolutionäre Fernsteuerung bieten auch billige Röhren-Mikrofone, mehrheitlich übrigens in der AKG-Variante. Es kommt allerdings schon auf die Qualität des Netzteils an: Das N 12 VR ist schlichtweg hervorragend verarbeitet, was sich schon in Details wie der exakten Deckung von aufgedruckter Skalierung und Rastung zeigt. Auch das mitgelieferte Anschluss-Kabel ist von hoher Qualität und ohne Eigengeruch: Gerade billige Kabel sind alles andere als geruchsfrei, was meistens auf die Verwendung von Weichmachern bei der Kunstoff-Umantelung schließen lässt.

Zurück zum Mikrofon: Die Verarbeitung des Innenlebens und des Gehäuses ist auf standesgemäß hohem Niveau. Das C 12 VR finden auch Fachfremde schlichtweg „schön“. Sicher, der goldene Schutzkorb und das jadegrüne Gehäuse aus massivem Messing entfernen sich vom Vorbild mit seinem eher unscheinbar-funktionalem Äußeren. Das mag dem Vintage-Puristen missfallen, fortschrittlichere Geister erkennen in der eleganten Gewandung das Bekenntnis AKGs, mit dem C 12 VR ein Edel-Mikrofon anzubieten, dass sich nicht nur preislich, sondern auch optisch innerhalb der AKG-Produktpalette abhebt. Lediglich ein eigenes, mit Velour oder Samt ausgeschlagenes Edel-Holzetui fürs C 12 VR vermissen wir nach dem Motto: Wenn schon edel, dann konsequent. Stattdessen ruht das Mikrofon sicher behütet im hochwertigen Aluminium-Koffer, worin sich neben dem Netzteil nebst Anschlusskabel auch ein Windschutz und die elastische Halterung (Spinne) befinden. Diese hält das Mikrofon sicher und erfüllt ihren Bestimmungsgemäßen Zweck, das Abfedern von Trittschall und Vibrationen, durchaus. Allerdings ist der Umgang mit der Halterung etwas hakelig, zumal es eines Schraubendrehers bedarf, um die Spannschraube zu verstellen. Da verwöhnt AKG die Fans und Anwender seiner Transistor-Großmembran-Mikrofone doch mehr. Auch Røde beweist mit seinem Röhrenmikrofon Classic II (Test in Ausgabe 6/2007), dass es auch komfortabler geht.

Auch wenn die Frequenzgang-Schriebe – zumindest für Niere und Acht – auf den ersten Blick etwas „abenteuerlich“ aussehen: Es ist gar nicht oft genug zu betonen, dass Messwerte gerade bei einem Mikrofon allenfalls einen mehr oder weniger vagen Hinweis, wie es denn klingen könnte, geben. Soweit es um den Klang des C 12 VR geht, ist unsere Erwartungshaltung zugegeben hoch. So richtig kann sich niemand, der mit AKGs Remake zu tun hat, von all den vielen Mythen und Legenden, die den „Heiligen Gral“ C 12 umgeben, lösen. Ist das C 12 VR also wirklich der wahre und einzige Gralshüter des C 12-Klanges oder einfach „nur“ ein weiteres, gutes Mikrofon?
Zunächst: Kein Kenner würde auf die Idee kommen, von einem C 12-Nachbau Neutralität zu erwarten. Stattdessen muss ein solches Mikrofon färben. Anders ausgedrückt: Das C 12 VR soll einen eigenen Charakter haben, der entweder gefällt oder – auch das darf erlaubt sein – absolut nicht den persönlichen Geschmack trifft.
In der Tat hat das C 12 VR eine eigene Stimme, die interessanterweise auch im Vergleich zu allen anderen AKG-Mikrofonen deutlich hörbar aus dem Rahmen fällt: Sein Grundklang ist bei insgesamt hoher Auflösung und einem ordentlichen, aber sicher nicht sensationellen Impulsverhalten von einer einschmeichelnden, samtenen Wärme geprägt. Trotz seiner hörbaren, gleichwohl dezenten Luftigkeit im Höhenbereich, dominiert beim C 12 VR eine Weicheit, die am Besten mit samten beschrieben ist. Gerade der runde, nicht zu straffe Bassbereich und ein ausgeprägter Tiefmittenbereich sind der Hauptgrund für den Samtklang des Mikrofons. Dagegen wirkt im direkten Vergleich ein Brauner Valvet X (Test in dieser Ausgabe, Seite 52), viel moderner und beinahe etwas nüchtern. Obwohl auch das Brauner mit seinem durchaus markanten Eigenklang Sprecher- und Gesangsstimmen, sowie Instrumentalaufnahmen seinen eigenen Fingerabdruck verleiht, ist das C 12 VR dominanter. Bildhaft ausgedrückt: Das AKG hat den ausgeprägten lyrischen Klang eines Bösendorfer Konzertflügels, das Brauner hat eher den modulationsfähigeren, klareren Ton eines Hamburger Steinways.

Um wieder etwas nüchterner und vor allem auch konkreter zu werden, haben wir auch dieses Mal ein Klangbeispiel mit dem C 12 VR angefertigt, dass Sie auf unserer Website herunterladen können. Bei der Soundfile handelt es sich um ein akustisches Konzertgitarren-Duo, das wir im Overdub-Verfahren unter Sonar 7 eingespielt haben. Als Preamp fungierte wegen seiner hohen Signaltreue diesmal der P-SOLO von True Systems (Test in dieser Ausgabe, Seite 44), als Interface wie üblich der Lynx Aurora 8. Obwohl die Gitarre – eine Kohno 30 J Professional – eher straff und mit den aufgezogenen Carbon-Saiten tendenziell fast hart klingt, klingt das Instrument dank des C 12 VR viel weicher und runder. Damit Sie eine Bezugsgröße haben, gibt es zum Vergleich das gleiche Stück noch mal mit dem Braune Valvet X. Hier klingt das Instrument trotz vergleichbarer Spielweise brillanter. Rein vorsorglich sei hinzugefügt, dass die Positionierung der Mikrofone (Abstand und Ausrichtung zwischen Halsende und Schalloch) gleich ist. Der zuhörende Sendhall sorgt lediglich für eine dezente Tiefenstaffelung, verfärbt den Klang der Mikrofone aber nicht. Sonstige Effekte wie Equalizer und Kompressoren sind nicht im Spiel.

Hören Sie selbst und lassen Sie sich vom samtenen Klang des C 12 VR bezaubern (ZIP).

Fazit

Das AKG C 12 VR ist tatsächlich der wahre Gralshüter des berühmten C 12, denn dieses Röhrenmikrofon bezaubert mit einem samtig-weichen Eigenklang, der es zum idealen Mikrofon für Sprach-, Gesangs- und solistische Instrumentalaufnahmen macht.

Erschienen in Ausgabe 12/2008

Preisklasse: Spitzenklasse
Preis: 4402 €
Bewertung: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

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