Für Genießer

 

Nicht nur äußerlich ist der Flaggschiff-DAP von Acoustic Research ein echtes Schmuckstück – klanglich macht er den etablierten High-End-Platzhirschen Konkurrenz.

Von Freda Ressel

 

Der Markt der Digital Audio Player, die Hi Res-Musikgenuss auch unterwegs möglich machen, wächst unaufhaltsam – sehr zur Freude sowohl der Musikfreunde als auch der Tonschaffenden. Schließlich macht die Wertschätzung von hochwertig aufgenommenem Tonmaterial die Tatsache, dass der Durchschnittsverbraucher meist zu Tode komprimierte Files oder Streams über das Smartphone hört, etwas erträglicher. Der edle DAP-Bolide AR-M2 des amerikanischen Herstellers Acoustic Research gehört mit einem UVP von 1.299 Euro zu den Luxus-Vertretern und will den Klang hochwertiger HiFi-Anlagen in die Hosentasche bringen – vorausgesetzt natürlich, der Player wird mit einem adäquaten Kopfhörer gepaart. Der Hersteller verspricht, dass dank eines kraftvollen Kopfhörerverstärkers selbst anspruchsvolle Modelle jenseits von In-Ears mit dem AR-M2 befüttert werden können. Soviel sei vorweggenommen: diesem Anspruch wird er in unserem Test gerecht.

 

Äußeres

 

Schlichte Eleganz ist die Design-Maxime des AR-M2. Der DAP, der in seinen Maßen nahezu identisch mit dem FiiO X7 (Test in Professional audio 10/2016) und dem Calyx M ist (Test in Ausgabe 2/2017), dabei allerdings etwas mehr wiegt, wirkt überaus gut verarbeitet und sehr robust. Das Gehäuse besteht aus Aluminium mit schwarz-silbernem Finish und einer wärmeableitenden Kupferverkleidung im Inneren. Diese soll die Elektronik des AR-M2 vor Überhitzung schützen. Unter der Glasplatte, die fast die gesamte Front des DAPs einnimmt, sitzt der Touchscreen mit üppigen 125 mm Bildschirmdiagonale. Dieser hat eine sehr feine Auflösung von 720 x 1280 Pixeln.

An der rechten Seite des Gehäuses finden sich vier Drucktaster: einer für Power/ Bildschirmsperre sowie die üblichen drei Transporttasten. Diese stehen leicht hervor und sind etwas berührungsempfindlicher, als wir es gerne hätten – bei der mobilen Nutzung kommen wir mehr als einmal dagegen und schalten so ungewollt zum nächsten Stück.

Das auffällige Metall-Lautstärkerad auf der rechten Gehäuseoberseite ist ein hochwertiges ALPS-Potentiometer und lässt sich entsprechend fein und mit wohldosiertem Widerstand verstellen. Tatsächlich wird die Lautstärke, anders als bei anderen Playern ausschließlich über diese analoge Lösung geregelt – es ist nicht möglich, das Rad zu deaktivieren und die Lautstärke über das Display zu steuern. Während diese Lösung sehr konsequent ist, hat es den Nachteil, dass beim üblichen „Hosentaschen-Gebrauch“ das Rad doch recht schnell verstellt werden kann. Beim versehentlichen Leiserstellen mag das nur ärgerlich sein, doch erhöht man unbeabsichtigt die Lautstärke, wird es schnell unangenehm. Zudem lassen sich Lautstärken damit nicht wirklich reproduzieren – auf dem Display wird der aktuelle Lautstärkelevel nicht angezeigt, man erkennt nie, auf welcher Stufe das Rad gerade steht.

Der AR-M2 verfügt über zwei 3,5 mm Miniklinken-Anschlüsse, einen für Kopfhörer sowie einen Line-Ausgang mit festem Ausgangpegel zum Anschließen an andere Audiosysteme.

Über den verschließbaren microSD-Kartenslot lässt sich der eingebaute 64 GB Flashspeicher um 256 GB erweitern, so dass durchschnittlich etwa 8.000 Dateien im WAV-Format Platz finden. Zudem kann über den Micro-USB-Anschluss auch ein USB-Flashspeicher verbunden werden, mit dem der Speicher zusätzlich erweiterbar wird. Über diesen Anschluss wird der AR-M2 zudem aufgeladen und zwecks Datenübertragung mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabel mit dem Computer verbunden. An weiterem Zubehör hat der AR-M2 zwei unterschiedliche USB-Netzstecker und eine Transporttasche aus Samt im Gepäck.

 

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