Avid meets Apogee

 

Was wohl dabei herauskommt, wenn die beiden Pro-Audio-Hersteller Avid und Apogee eine Liaison eingehen? – Ganz klar: Das Pro Tools Duet, ein zweikanaliges USB-Audio/MIDI-Interface, kurzum das erste Produkt auf Apogee-Hardware-Basis, das nicht nur mit dem Mac, sondern auch mit dem PC zusammenarbeiten kann.

Von Sylvie Frei

Die Produkte des US-amerikanischen Herstellers Apogee lassen eigentlich schon durch ihr Apple-eskes Design keinen Zweifel an der Politik des Unternehmens: Es werden ausschließlich Produkte für den Mac oder für iOS-Geräte entwickelt. Unter den Apple-Recordlern hat vor allem das zweikanalige Apogee Duet beziehungsweise sein überarbeiteter Nachfolger das Duet II (Test in Professional audio 8/2012) längst Kultstatus erreicht, wenn es um kompakte, mobilfähige und klanglich gehobene Recording-Lösungen für musikalische Alleintäter und Konsorten geht. Jetzt steht das Duet in Form des Pro Tools Duets zum ersten Mal auch für PC-Nutzer zur Debatte. Dafür zeichnet Hersteller Avid verantwortlich, der einen Treiber für das ursprünglich reine Mac-Interface programmiert hat, welcher das Pro Tools Duet nun auch mit dem PC interagieren lässt. Außerdem hat Avid das Duet zu einer Komplett-Produktionslösung aufgestockt, indem er die Industriestandard-DAW Pro Tools 11 (Test in Professional audio 1/2014) mit ins Packet geschnürt hat.
Das Pro Tools Duet ist für einen unverbindlichen Richtpreis von 1.177 Euro zu haben und damit minimal günstiger als die separate Anschaffung von Pro Tools 11 (670 Euro) und dem rein Mac-fähigen Apogee Duet (530 Euro). Sowohl für Mac- also auch für PC-Jünger, die eine kompakte Recording-Lösung suchen, könnte es also eine durchaus reizvolle Option sein.
Doch werfen wir erst einmal einen Blick auf die Key-Features des Pro Tools Duet. Ausgestattet mit zwei Eingängen (jeweils Mic, Line oder Instr.) sowie einem MIDI-fähigen USB-Anschluss für MIDI-Keyboards oder -Controller ist es für den Anschluss der wichtigsten Signaltypen gut gerüstet. Ausgangsseitig stehen ein Hauptausgangspaar (Line) zum Anschluss von Monitoren und ein Stereo-Anschluss für einen Kopfhörer bereit. Gesteuert wird das Interface teils direkt an der Hardware über den Multifunktions-Drehregler/Druckgeber und zwei drucksensitive Taster, teils über die im Lieferumfang enthaltene Avid-Bediensoftware Pro Tools IO Control, die auch Zugriff auf den integrierten DSP-Mixer des Interfaces gewährt. Das Pro Tools Duet kommt samt USB-Stick mit den Installationsdateien für Treiber, Bediensoftware und Pro Tools sowie einem iLok-Dongle im Gepäck. Ein USB-Kabel, die Break-out-Kabelpeitsche, welche die Mehrzahl der Anschlüsse bereitstellt, sowie das für den PC-Einsatz notwendige Netzteil sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.
Das Pro Tools Duet wird trotz der Apogee-Hardware in erster Linie als Avid-Produkt betrachtet – im Produktportfolio von Apogee wird nach wie vor nur die reine Mac-Variante Duet aufgeführt.

Schickes Outfit

Rein äußerlich hat sich beim Pro Tools Duet im Vergleich zum Apogee Duet nichts Nennenswertes verändert – das extrem flache und kleine Aluminium-Gehäuse mit seinem schicken, cleanen Design samt Hochglanzoberfläche und abgerundeten Ecken wurde beibehalten. Einziger Unterschied: Während das Apogee Duet mit einem silberfarbenen Aluminiumgehäuse daherkommt, setzt das Pro Tools Duet auf edles Schwarz. Das auch bei mäßigen Lichtverhältnissen gut lesbare OLED-Display mit der vierspaltigen bunten Pegelanzeige für alle Ein- und Ausgänge, den zwei Tastern und der zentral angeordnete große Druckgeber/Drehregler, der die Eingangsverstärkung beziehungsweise die Ausgangslautstärke präzise justieren lässt, kennen wir bereits vom rein-Mac-fähigen Verwandten.

Diverse Anschluss-Optionen

Die Mehrzahl der Anschlüsse findet sich auch beim Pro Tools Duet auf der Rückseite des Interfaces. Zu ihnen zählt, neben dem Anschluss für das Netzteil, dem Anschluss für die Break-out-Kabelpeitsche und dem Anschluss für das USB-Kabel zur Verbindung mit dem Computer, auch ein zusätzlicher USB-Port zum Anschluss eines MIDI-Keyboards oder -Controllers.
Das ist tatsächlich eine Neuerung im Vergleich zum Apogee Duet, das über keinen derartigen Anschluss verfügt. Dieser dürfte allen Musikern, die außer mit Audio-Aufnahmen auch mit MIDI und Sample-Quellen arbeiten, sehr entgegenkommen – Daumen hoch dafür.
Auf der Vorderseite des Interfaces ist praxisgerecht der 6,3 mm-Stereoklinken-Anschluss für den Kopfhörer untergebracht. Alle weiteren Ein- und Ausgänge des Pro Tools Duet sind über die Break-out-Kabelpeitsche zugänglich. Zu ihnen zählt ein Paar XLR/6,3 mm-Kombobuchsen, die als Mikrofon-, Line- oder Instrumenteneingänge dienen. Hinzu kommt ein Paar 6,3 mm-Klinken-Buchsen als Hauptausgangspaar. An dieser Stelle hätten uns zwei XLR-Buchsen besser gefallen – zumal dies bei einem Break-out-Kabel keine Platzprobleme bereitet hätte, allerdings hatte auch das Apogee Duet keine XLR-Ausgänge an der Kabelpeitsche. Wer vom Break-out-Kabel genervt ist, hat übrigens mit der Break-out-Box von Apogee (erhältlich unter store.apogeedigital.com für etwa 150 Dollar) eine alternative Möglichkeit, Signale an das Pro Tools Duet anzuschließen. Die Break-out-Box besitzt anstatt der 6,3 mm-Klinkenbuchsen tatsächlich zwei XLR-Anschlüsse für das Hauptausgangspaar sowie anstatt der Kombo-Buchsen separate Klinken- und XLR-Eingänge, wertet also die Anschluss-Sektion deutlich auf.

Auflösung, Vorverstärker und Wandler

Das Pro Tools Duet arbeitet dem gegenwärtigen Studio-Standard entsprechend mit Auflösungen von bis zu 192 Kilohertz bei 24 Bit. Was die Wahl der Vorverstärker und Wandler angeht, bleibt der Hersteller verschlossen. Die exakten Komponenten wurden auch bei den vorherigen Duet-Modellen nicht verraten. Es ist aber anzunehmen, dass die gleichen Bauteile wie auch im Apogee Duet II eingesetzt werden, die im Professional audio-Messlabor bereits nachhaltig überzeugen konnten (Test in Ausgabe 8/2012).

Uneingeschränkte Mobilität?

Kaum größer als ein Gameboy und gerade mal ein halbes Kilogramm schwer, bietet sich das Pro Tools Duet geradezu als Mobil- und Field-Recordinglösung an. Allerdings gibt es für PC-User eine kleine, aber nicht zu unterschätzende Einschränkung. Während das Pro Tools Duet im Einsatz mit dem Mac problemlos über USB-Bus-Power mit Strom versorgt werden kann, ist der Nutzer beim PC-Betrieb grundsätzliche auf das im Lieferumfang enthaltene Netzteil angewiesen. Field- und Mobilrecordler mit einem Windows-Laptop haben also das Nachsehen und müssen sicherstellen, dass am Aufnahmeort zumindest eine Steckdose für das Pro Tools Duet bereitsteht.

Interaktion mit dem PC

Die Interaktion des Pro Tools Duet mit dem PC gestaltet sich komfortabel und unproblematisch. Nach der Installation des Treibers, der Bediensoftware und Pro Tools 11, wird das Interface direkt vom PC und der DAW erkannt. Auch der übrige Betrieb geht von statten, als wäre das Duet schon immer PC-kompatibel gewesen. Avid hat mit seinem Treiber für den PC erwartungsgemäß saubere Arbeit geleistet.

Komfortables und einfaches Handling

Die Bedienung des Interfaces gestaltet sich komfortable und denkbar einfach. Hauptbedienelement ist der zentrale Aluminium-Regler, der sowohl dreh- also auch schaltfähig ist. Das farbige OLED-Display zeigt – solange der Drehregler unberührt bleibt – simultan die Pegel beider Eingangskanäle und beider Ausgangspaare (Hauptausgangspaar und Kopfhörer) detailliert und präzise an. Legen wir Hand an den Drehregler, lässt sich über diesen die Eingangsverstärkung für den ersten Eingangskanal einstellen. Nutzen wir die Druckfunktion, können wir zu Kanal 2 und den beiden Ausgangspaaren springen und dort ebenfalls mit der Drehfunktion die Verstärkung oder Ausgangslautstärke justieren. Dies gelingt in der Praxis schnell und effizient, während das OLED-Display zuverlässig Feedback über die Aussteuerung gibt.
Hinzu kommen zwei Taster unterhalb des Displays, die den Schnellzugriff auf häufig benötigte Funktionen erlauben. Per Default lässt beispielsweise der rechte Taster praxisgerecht beide Ausgänge auf stumm schalten, sodass der Nutzer schnell seine Ohren schützen kann, sollte unerwartet ein zu lautes Signal ausgegeben werden. Über die Software lassen sich eine ganze Fülle von praktischen Funktionen auf die Taster legen (dazu gleich mehr), sodass der Nutzer immer die zwei wichtigsten Funktionen direkt an der Hardware griffbereit hat und sie nicht über die Software justieren muss – sehr schön.

Übersichtliche Bedien-Software

Während das Apogee Duet mit der Maestro-Bediensoftware ausgestattet ist, stellt Avid für das Pro Tools Duet eine eigene Software namens Pro Tools IO Control bereit, die mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Optik besticht. Das GUI umfasst insgesamt fünf Reiter – Input, Output, Device Settings, Mixer und System Setup, die auf die unterschiedliche Einstellungsebenen des Pro Tools Duet zugreifen lassen. Permanenten Zugang über die Kopfzeile des GUI hat der Nutzer sinnigerweise auf die „Clear Meter“-Funktion und auf die Kontrolle der Ausgangslautstärke für das Hauptausgangspaar und den Kopfhörer.

Input
Der Reiter Input zeigt die Kanalzüge samt präziser Pegelanzeigen für die beiden Eingangskanäle und lässt einstellen, welche Art der Eingangsverstärkung benötigt wird (für Mic, Instr. oder Line – komfortabel mit entweder -10 dBV (Consumer-Pegel) oder +4 dBu (Studiopegel)). Auch auf Software-Ebene ist es möglich, die Eingangsverstärkung zu justieren – allerdings gelingt das unserer Meinung nach komfortabler über die Hardware. Ausschließlich über die Software schalten lassen sich indes: Die Auswahl des Eingangssignaltyps, die Phantomspannung, die Phasenumkehr, die Stereo-Gruppierung sowie die sogenannte Soft Limit-Funktion, ein sanfter Limiter, der dem Klang – so der Hersteller „eine analoge Wärme“ hinzufügt und „vor digitaler Verzerrung durch Übersteuerung“ schützen soll. Inwiefern sich diese Funktion messtechnisch und klanglich bemerkbar macht, klären wir an späterer Stelle. Über ein Hochpassfilter verfügt das Pro Tools Duet indes nicht – dafür müssen wir die Pro Tools-DAW bemühen.

Output
Der Output-Reiter gliedert sich in die Übersicht der Kanalzüge beider Ausgangspaare auf der linken Seite und einen Monitoring-Controller-Bereich auf der rechten Seite. Für das Hauptausgangspaar lässt sich zwischen einem Ausgangspegel von +4 dBu und -10dBV wählen.
Die Monitoring-Controller-Sektion lässt Kopfhörer- und Hauptausgang separat muten, dimmen oder zu einem Mono-Signal summieren – das hat auch nicht jedes Kompakt-Interface zu bieten. Außerdem lässt sich an dieser Stelle für beide Ausgangspaare separat auswählen, ob sie das Signal des Stereo-Ausgangskanals Out 1-2, Out 3-4 oder das des DSP-Mixers ausgeben.

Device Settings
Im Reiter Device Settings lassen sich den beiden Tastern an der Hardware unterschiedliche Funktionen zuweisen. So sind zwei besonders wichtige Funktionen im Schnellzugriff immer direkt an der Hardware greifbar. Zur Auswahl stehen: Das Muten, Dimmen oder Summieren entweder aller Ausgänge oder nur eines von beiden Ausgangspaaren sowie das Umschalten zwischen zwei unterschiedlichen Ausgangsquellen (Out 1-2/Out 3-4; Out 1-2/Mixer; Out 3-4/Mixer). Wobei das Muten beider Ausgänge als eine von zwei Funktionen immer zu empfehlen ist.

Mixer
Der Mixer-Reiter gewährt Zugriff auf den integrierten DSP-Mixer des Pro Tools Duet. Er erlaubt es, eine Direct-Monitoring-Mischung aus den beiden Eingangskanälen und dem von der DAW zurückgespielten Stereo-Return-Bus zu erstellen. Außerdem lässt sich wählen, an welchem Ausgangspaar das Signal des Stereo-Return-Busses ausgegeben wird. Die Kanalzüge lassen sich separat in der Lautstärke justieren, auf Solo oder Mute schalten und im Fall der beiden Eingangskanalzüge pannen.

System Setup
Last but not least lässt sich im System Setup-Reiter die Samplerate und die Zeit für den Peak und den Over Hold definieren. Der Peak Hold ist ein Indikator, der Auskunft über die lautesten Pegelspitzen in der Pegelanzeige der einzelnen Kanalzüge gibt. Der Over Hold zeigt mit einer roten Markierung oberhalb der Kanalzüge an, ob das Signal übersteuert hat. Zur Auswahl für die Anzeigezeiten stehen zwei Sekunden, infinite und off.

Profi-DAW Pro Tools mit an Bord

Das Pro Tools Duet enthält wie bereits erwähnt die Vollversion des Sequenzers Pro Tools 11. Seit der Version 11 kommt die beliebte Studio-DAW mit einer 64-Bit-Architektur, der neuen AAX-Plug-in-Schnittstelle und einem komplett neuen Audio-Engine daher. Die Software umfasst komfortable Tools zum Komponieren und Wiedergeben von Musik (MIDI-Editor, Notationsoberfläche), zum Üben und Proben von Stücken, für das Recording, das Editieren und Mischen von Musik, sowie für das Vertonen von HD-Videos. Mehr Informationen zur Güte der Studiostandard-DAW gibt es in unserem Avid Pro Tools 11-Test in Ausgabe 1/2014 zu lesen. Außerdem finden Sie auf Seite 64 einen Pro Tools-Workshop zum Pattern-basierten Arbeiten mit der Avid-DAW.

Bilderbuch-Messwerte

Das Pro Tools Duet macht im Professional audio-Messlabor eine sehr gute Figur. Mit einer Eingangsempfindlichkeit von -72 Dezibel am Mikrofoneingang kann es auch leise dynamische Mikrofone um bis zu 90 Dezibel mehr als ordentlich verstärken. Auch der Instrumenteneingang ist mit einer Empfindlichkeit von -68,1 Dezibel äußerst empfindlich, sodass auch sehr leise HiZ-Signale angeschlossen werden können.
Mit Geräuschspannungswerten von von 91,1 (Line), 85,9 (Mic) und 82,4 (Instr.) Dezibel und Fremdspannungswerten von 88,3 (Line), 83,3 (Mic) und 78,5 (Instr.) Dezibel ist das Pro Tools Duet vorbildlich aufgestellt. Die FFT-Spektren zeigen niedrige Noise-Floors von -110 (Line), -100 (Mic) und -90 (Instr.) Dezibel, die nicht nennenswert überschritten werden. Die Klirrfaktor-Kurven bewegen sich um sehr gute 0,002 (Line), 0,005 (Mic) und noch immer gute 0,02 (Instr.) Dezibel. Mit dem Übersprechen hat das Pro Tools Duet ebenfalls kein Problem. Die Werte bewegen sich zwischen sehr guten -90 und -115 Dezibel. Auch auf Seiten der Gleichtaktunterdrückung ist alles im grünen Bereich. Die Messkurve bewegt sich zwischen sehr guten -90 und noch immer guten -70 Dezibel. Auch die Soft Limit-Funktion macht sich messtechnisch bemerkbar und zeigt eine sanfte aber wirkungsvolle Soft Knee-Charakteristik.

Charaktervoller Apogee-Klang

Um dem Pro Tools Duet auch klanglich auf den Zahn zu fühlen, nehmen wir mit unserer Kleinmembran-Referenz, dem Schoeps MK2H/CMC 6U, einige Gesangs- und Sprachaufnahmen mit Pro Tools auf.
Das Pro Tools Duet besitzt einen exquisiten Klang, der uns sofort begeistern kann. Er zeichnet sich durch einen klaren, präsenten und durchaus tragenden Charakter aus, der ein ordentliches Maß an Unmittelbarkeit und Durchsetzungsfähigkeit mitbringt. Stimm- und Mikrofoneigenschaften werden sehr gut und differenziert herausgearbeitet.
Die Aufnahmen erhalten außerdem einen edel anmutenden Schimmer, der ihnen einen sehr charakteristischen Anstrich verleiht. Die Gesangsstimme wird in all ihren Nuancen konturiert, tragend und filigran aufgezeichnet. Der durch die Kugelcharakteristik des Mikrofons aufgezeichnete Raumklang wird sanft angedeutet, ohne dass die Stimme ihre Präsenz und Unmittelbarkeit verliert. Die Sprechstimme klingt klar, tragend, konturiert, akzentuiert und äußerst stimmig.
Vergleichen wir die Aufnahmen mit den selben Stücken, die wir über unsere Oberklasse-Interface-Referenz, das RME Fireface 400, aufgezeichnet haben, fällt auf, dass unser Fireface im Vergleich zum Pro Tools Duet etwas sanfter klingt und mehr Räumlichkeit mit aufzeichnet. Gleichzeitig wirken die Aufnahmen weniger präsent. Die Aufnahmen mit dem Duet wirken im Vergleicht etwas härter und konturierter als über das Fireface. Es lässt sie leicht von dem etwas weniger klaren, tendenziell transparenteren Klang des Fireface unterscheiden. Unterm Strich klingen beide Interfaces sehr gut, besitzen aber eine deutlich unterschiedliche Klangästhetik, die am Ende Geschmackssache ist. Wir können dem Duet trotz oder vielleicht gerade auch wegen seiner relativen Härte einiges abgewinnen – es hat eben Charakter. Auch der edle Schimmer, der sich durch das Zuschalten der Soft Limit-Funktion noch etwas verstärkt, gefällt uns ausgesprochen gut.

Fazit
Alle Achtung: Das Pro Tools Duet kann als Bundle aus klanglich überzeugendem und messtechnisch einwandfreiem Apogee-Interface und der Studio-Standard-DAW Avid Pro Tools als Produktions-Komplettlösung auf ganzer Linie überzeugen – für Recording-Alleintäter eine ernstzunehmende Option.

Erschienen in Ausgabe 03/2015

Preisklasse: Oberklasse
Preis: 1177 €
Bewertung: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

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