Titanisch

 

Sieht ganz schön lecker aus, das neue Multitrack-USB-Audio-Interface Titan von Prism Sound. Dass es eine universell nutzbare Studiolösung ist und auch titanisch gut klingt, haben wir für Sie herausgefunden.

Von Sylvie Frei

Schon etwas mehr als fünf Jahre ist es her, dass Prism Sound, mit dem Firewire-Audio/MIDI-Interface Orpheus (Test in Ausgabe 9/2008) seinen ersten Schritt in den Prosumer-Sektor getan hat. Seitdem ist der britische Hersteller, der zuvor hauptsächlich für den Bau von sehr teuren Highend-Wandlern bekannt war, der neuen Linie treu geblieben und entwickelt vermehrt erschwinglichere Interfaces, zuletzt bevorzugt mit USB-Schnittstelle. Zu diesen zählt auch die zweikanalige Prism Sound Lyra, die bereits im Test in der Professional audio-Ausgabe 2/2014 glänzen konnte.

 

Diesmal tritt nun das üppiger ausgestattete Multitrack-Interface Titan bei uns zum Praxistest an, welches sozusagen das USB-Gegenstück zum ebenfalls achtkanaligen Firewire-Verwandten Orpheus darstellt und wie dieser mit einem unverbindlichen Richtpreis von 4.500 Euro zu Buche schlägt. Das mag zwar nach ziemlich großen Investment klingen, die Wandler des Herstellers – beispielsweise das Spitzenklasse-Gerät Dream ADA-8XR (Test in Ausgabe 10/2007) – kosten jedoch gut und gerne das Doppelte.

Titan richtet sich an ambitionierte Musiker, Heim- und Projektstudios, aber auch professionelle Anwender und bietet zahlreiche Features für Aufnahme analoger und digitaler Signale, Mixing, Post-Production und Mastering. Darüber hinaus lässt sich das vielseitige Gerät auch als Stand-alone-AD/DA-Wandler einsetzen. Das Interface ist mit insgesamt acht analogen Kanälen sowie mit einer optischen und koaxialen Digital-Schnittstelle für Mehrspuraufnahmen gut gerüstet. Es arbeitet mit einer Auflösung von bis zu 192 Kilohertz bei 24 Bit und ist dem professionellen Anspruch gemäß mit einer internen Wordclock samt BNC-Ein- und Ausgang ausgestattet.

Vier der insgesamt zehn analogen Eingänge sind mit Mikrofonvorverstärkern inklusive Phantomspannung, Vordämpfung, Phasenumkehr und Hochpassfilter versehen. Zum direkten Einspielen von E-Gitarre oder E-Bass stehen außerdem zwei HiZ-Eingänge bereit, während zum Einspeisen von Line-Signalen bis zu acht Eingänge zur Verfügung stehen.

Ausgangsseitig ist Dank insgesamt acht Line-Ausgängen nicht nur das Anschließen mehrerer Alternativ-Monitor-Paare denkbar, sondern auch das Monitoring mit 5.1- oder 7.1-Setup. So steht auch einer Surround-Produktion – beispielsweise für einen Filmsoundtrack – von Seiten des Interfaces nichts im Wege. Desweiteren stehen zwei Stereo-Anschlüsse für Kopfhörer bereit, die sich beispielsweise für das Direct-Monitoring zweier Musiker während der Aufnahme nutzen lassen.

Für bis zu zehn individuell abstimmbare Direct-Monitoring-Mischungen sorgt indes der integrierte DSP-Mixer, der sich über die im Lieferumfang enthaltene Bediensoftware (für Windows und Mac) steuern lässt und noch so manch anderes komfortables Recording- und Mastering-Feature birgt, das die Neugier aller Anwender wecken dürfte, die nach einer professionellen Allround-Studio-Lösung suchen.

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