Dreifach talentiert

Das neue US-20×20 Celesonic von Tascam ist mehr als ein USB 3-fähiges Audio-Interface. Es lässt sich auch Stand-alone auf der Bühne als Mic-Preamp sowie als üppig ausgestatteten DSP-Mixer nutzen. Wir haben getestet, wie gut es dieser Trias von Aufgaben gerecht wird.

Von Sylvie Frei

Tascam hat seiner US-Linie von Audio-Interfaces mit dem US-20×20 Celesonic ein neues Flaggschiffmodell verpasst, das es vor allem auf die Projekt-Studio-Besitzer abgesehen hat. Das USB 3-fähige Interface für Mac und Windows kann nicht nur mit einer großen Vielzahl von analogen und digitalen Anschlussoptionen (Mic, Line, Instr., S/PDIF, ADAT, MIDI) aufwarten, sondern ist darüber hinaus auch als 8 Kanal-Mic/DI-Preamp und als 20 Kanal-DSP-Mixer Stand-alone einsatzfähig. Ein ganz schön großes Einsatzspektrum für das 19 Zoll-Gerät, das mit einem UVP von gerade einmal 579 Euro sogar günstiger als so manches zweikanalige Kompaktinterface daherkommt. Wir sind gespannt, was das günstige Gerät technisch auf dem Kasten hat und vor allem, wie es klingt.

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Schlicht und funktional

Rein optisch wirkt das US-20×20 in seinem schwarzen Aluminium-Gehäuse sehr schlicht und funktional. Den einzigen optischen Akzent setzen die zwei an den Seiten montierten silbergrauen Metall-Haltebügel, die dem Gerät einen festen Stand auf dem Desktop ermöglichen, sollte es nicht gerade mit den beiliegenden Metallwinkeln im Studio-Rack verbaut sein. Mit nur 2,7 Kilogramm bringt das 19 Zoll-Gerät vergleichsweise wenig auf die Waage, sodass es bequem zu Live-Einsätzen transportiert werden kann. Die Anschlüsse sind sowohl auf der Gerätefront als auch auf der -Rückseite zu finden, während die Bedienelemente direkt auf der Front zugänglich sind (siehe Abbildungen).

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Vielfältige Anschlussmöglichkeiten

Das US-20×20 ist mit einer ganzen Armada an unterschiedlichen analogen und digitalen Anschlüssen ausgestattet.

Analoge Eingänge
Zu den analogen Eingängen zählen zunächst acht XLR/6,3 mm Klinke-Combo-Buchsen. Alle acht Combobuchsen können zum Anschluss von Mikrofonen genutzt werden. Die Klinkenbuchsen von Kanal 1 und 2 sind unsymmetrisch und für den Anschluss von hochohmigen HiZ-Signalen wie etwa E-Gitarre oder E-Bass ausgelegt. Die Klinkenbuchsen von Comboanschluss 3 bis 8 sind symmetrisch und daher für Signale mit Linepegel ausgelegt. Für alle XLR-Eingänge stehen 48 Volt Phantomspannung zur Versorgung von Kondensatormikrofonen bereit, die sich für die Eingänge 1 bis 4 oder/und die Eingänge 5 bis 8 zuschalten lässt. Die Möglichkeit selbige separat pro Kanal zu schalten wäre natürlich noch komfortabler, aber so sind allemal Setups mit Kondensatormikrofonen und dynamischen Mikrofonen gleichzeitig möglich.
Hinzu kommen zwei reine symmetrische 6,3 mm Klinkenbuchsen für Line-Signale mit festem Pegel, die sich mit einem Schalter auf -10 dB (Consumer-Pegel) oder +4 dB (Studio-Pegel) schalten lassen.

Analoge Ausgänge
Als analoge Ausgänge stehen insgesamt zehn symmetrische 6,3 mm-Klinkenbuchsen zur Verfügung, die sich zum Anschluss mehrerer aktiver Monitorpaare beziehungsweise Endstufen für passive Monitore, aber auch für ganze Surround-Setups eignen.
Für das (Direct-)Monitoring während der Aufnahme stehen außerdem gleich zwei 6,3 mm Stereo-Klinken-Anschlüsse samt separater Lautstärkeregelung bereit.

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