Vom Tanzlokal zum Studio

In den 1960er Jahren wurden im Studio Nord aufwendig Schlager produziert, etwa von Heintje, Rudi Carrell oder Ronny, dem ehemaligen Besitzer. Inzwischen haben die Produzenten Oliver Sroweleit und Gregor Hennig das lange in Vergessenheit geratene Studio übernommen, um es samt seiner historischen Equipment-Schätze wieder zu nutzen.

Von Nicolay Ketterer (Fotos: N. Ketterer, M. Huch, O. Sroweleit)

Der Bremer Stadtteil Oberneuland, in dem das Studio Nord in einer breiten Straße liegt, wirkt beschaulich. Ein flüchtiger Blick lässt ein großes Einfamilienhaus erahnen. Die Fassade gibt allerdings nichts preis von den ausladenden Dimensionen dahinter, schon gar nicht vom großen Aufnahmeraum mit Parkettboden, der sich im hinteren Teil des Gebäudes erstreckt.
Wenn man genau hinsieht, sind im Studio Nord noch Spuren des Tanzlokals zu erkennen, das in dem Gebäude ursprünglich beherbergt war, vor nun gut einhundert Jahren. Im großen Saal stehen noch alte Holz-Tische von 1910 und ein Standklavier. Mit diesem damals live für die Tanzpaare aufgespielt. Inzwischen gibt das Instrument einen typisch schwebend-schiefen „Honky Tonk“-Sound von sich. An den Saalwänden zeugen Umrisse vormaliger Torbögen von der früheren Architektur.

abb8

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