So klingt das Optimum

Die noch junge Lautsprechermanufaktur Audio Optimum will mit hochwertigen Monitoren „made in Recklinghausen“ die Studios erobern. Der MS8 wusste klanglich wie technisch zu beeindrucken.

 Von Freda Ressel

 

„95 Prozent aller kommerziellen Musik-Aufnahmen sind auf hochwertigen Hifi- Anlagen nicht zu genießen, und eine der Hauptursachen ist, dass der Toningenieur nicht hört, was er produziert“, konstatiert Audio Optimum-Entwickler Stefan Wehmeier. Abhilfe will er mit seiner neuen Studiomonitor-Serie, bestehend aus den Zweiwege-Modellen MS6 und MS8 (benannt nach dem Chassis-Durchmesser des Tiefmitteltöners in Zoll) sowie dem Drei-Wege-Modell MS10 schaffen. Entwicklungsziel war, die klangliche Homogenität eines Breitbandsystems auf einen Mehrwegelautsprecher zu übertragen. Um das zu erreichen, hat Wehmeier, wie er sagt, in zwölfjähriger Entwicklungsarbeit alle Aspekte des Lautsprecherbaus neu durchdacht. Das Ergebnis: der MS8, dessen Paarpreis bei 8.900 Euro liegt.

 

Aufbau und Anschlüsse

Der MS8 kommt in edler weißer Hochglanzlackierung daher, optional ist auch Schwarz oder eine beliebige Wunschfarbe möglich. In den Dimensionen entspricht der MS8 in etwa einem hochkant aufgestellten Mineralwasserkasten, ist also relativ kompakt, mit 16 Kilogramm aber verhältnismäßig schwer. Das Gehäuse aus 22 mm starkem MDF besitzt leicht abgerundeten Ecken. Zumindest was die Bedienelemente betrifft, ist der Monitor sehr spartanisch ausgestattet. Regelbar ist ausschließlich der Eingangspegel, auf Möglichkeiten zur Raumkorrektur hat Wehmeier gänzlich verzichtet. Der XLR- Anschluss ist in eine drei Millimeter starke und damit sehr stabile Stahlplatte auf der Rückseite eingelassen.

Der Monitor ist im Bassreflexbauprinzip konstruiert und besitzt einen seitlich angeordneten und jeweils der Innenseite zugewandten Passivwoofer mit einer sehr steifen 23 Zentimeter-Aluminium-Membran. Diese Bauweise ist zwar wesentlich teurer als der übliche und typische Bassreflexkanal. Allerdings wäre ein solcher Kanal bei der sehr tiefen Grenzfrequenz, die Wehmeier anstrebte, so lang geworden, dass ein deutlich größeres Gehäuse nötig gewesen wäre und der Kanal außerdem mehrfach gefaltet werden müsste, was zu unerwünschten Strömungsgeräuschen geführt hätte.

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