Lunchbox im Plug-in-Format

Das Plug-ins auch analog klingen können, stellen Slate Digital bereits seit geraumer Zeit immer wieder mit ihren herausragenden Vintage-Emulationen unter Beweis. Als jüngsten Geniestreich präsentieren uns die Kalifornier ein hauseigenes, virtuelles API 500 Rack, inklusive fünf Vintage-Modulen. Wie sich dieses vielversprechende Arsenal im Studioeinsatz anfühlt, haben wir für Sie im folgenden Test herausgefunden.

Von Johannes Dicke

Digital Analog
Wer sich derzeit nach Emulationen feinster analoger Studiotechnik umschaut, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Produkte von Steven Slate stoßen. Der charismatische Firmengründer, seines Zeichens Musikproduzent, Drummer und Gear-Enthusiast, begeistert bereits seit zehn Jahren die Studiowelt mit seinen hervorragenden Produkten. Alles beginnt mit seiner Vision vom perfekten Schlagzeug-Sound, inspiriert von Nirvanas „Nevermind“-Album. Diese führt zur Entwicklung aufwändig produzierter Drum-Samples nebst Sampler-Plug-in sowie dem allseits bekannten Drum-Replacer Trigger, die rasch einen durchschlagenden Erfolg verbuchen können. Dieser erste Triumph spornt Slate sogleich zu weiteren Unternehmungen an. Gemeinsam mit dem genialen Emulations- und Code-Guru Fabrice Gabriel werden fortan virtuelle Signalprozessoren entwickelt, die sich, ebenso wie die Slate´schen Drum-Samples, schon bald einen ebenso guten Ruf erspielen. Vor allem digitale Nachbildungen analoger Studio-Hardware geraten dabei sichtlich zur Spezialität und bauen jenes Renommée weiter aus. Unter anderem bringen die Virtual Tape Machines (VTM), die Virtual Buss Compressors (VBC) (Test in Heft 09/2013) und zuletzt die Virtual Console Collection (VCC) authentischen Analogsound vom feinsten aufs digitale Tapet. Nun präsentieren die Slate-Entwickler weiteren Nachschub in Form des brandneuen Virtual Mix Rack (VMR), das mit einem neuen, vielversprechenden Konzept daherkommt. Der Clou: Ähnlich wie schon im VBC-Plug-in, das drei Prozessoren in einem Rack offeriert, zaubert uns VMR ein virtuelles Plug-in-Rack im API Lunchbox-Stil in die heimische DAW, welches bereits ab Werk mit fünf Prozessoren flexibel bestückbar ist. Vier davon orientieren sich an legendären Studioklassikern, die bislang noch nicht im Portfolio von Slate Digital erhältlich waren. Außerdem erhalten alle VMR-Besitzer noch ein fünftes Modul als kostenloses Extra-Sahnehäubchen oben drauf. Mit von der Partie sind zwei Equalizer, von denen der erste dem klassischen Neve 1173, der zweite dem Channel EQ aus SSLs 4000er Konsolen nachempfunden wurde. Weiter geht’s mit zwei Kompressoren, einer UREI 1176 Nachbildung und einem Dynamikmodul nach VCA-Vorbild, das abermals aus der SSL-4000-Reihe stammt. Verheißungsvoll: Der fünfte, kostenlose Bonus-Prozessor ist ein Enhancer, der kein bestimmtes Vintage-Gerät zur Vorlage hat. Laut Herstellerangaben sollen stattdessen in seine Entwicklung all jene positiven Klangeigenschaften eingeflossen sein, für die Röhren, Übertrager und andere Bauteile bekannt sind. Darüber hinaus sind für die Zukunft noch zusätzliche Erweiterungsmodule geplant, mit denen die virtuellen Rackplätze bestückbar sein werden. All das verheißt bereits an dieser Stelle äußerst vielversprechende Aussichten und das nicht zuletzt bei einem Kaufpreis von rund 170 Euro. Wo bei anderen Herstellern zu vergleichbaren Kursen entweder gar keine oder aber nur einzelne Plug-ins erhältlich sind, gibts bei Slates VMR gleich das Fünffache. Nach solcherlei Eckdaten läuft einem bereits an dieser Stelle das Wasser im Mund zusammen, weshalb wir uns dann auch gleich zu einer geschmackvollen „Tour de Rack“ en detail aufmachen.

FG-N

Den ersten Stop machen wir beim EQ FG-N, dem man sein großes Vorbild Neve 1073 zwar augenscheinlich ansieht, der jedoch in Sachen Bedienelemente mit einigen Abänderungen daherkommt. Zwecks besserer Übersicht wurden zunächst Gain- sowie Frequenzeinstellungen von Mittenband und Lowshelf-Filter auf getrennte Potis verteilt. Zudem wurden die Regler allesamt zugunsten noch präziserer Einstellungen stufenlos ausgeführt. Doch damit nicht genug, denn die Entwickler haben ihrer 1073-Version auch noch zwei weitere Extra-Features spendiert: Zum einen wurde ein zweites Mittenband eingebaut, das für zusätzliche Eingriffe bereit steht. Des Weiteren wartet am unteren Ende der Frontplatte noch ein optionaler Drive-Button, der dem virtuellen EQ-Modul einen aufwändig nachgebildeten Carnhill-Übertrager vorschaltet. Klanglich, so viel sei bereits an dieser Stelle verraten, steht der FG-N übrigens seinem klassischen Vorbild in nichts nach, ganz im Gegenteil. Vor allem das vielgerühmte, fest bei zwölf Kilohertz arbeitende Highshelf-Band bringt genau die typisch breite Klangschärfe mit, für die das Original so beliebt ist.

 

FG-S

Als nächstes begutachten wir den zweiten EQ im Paket, den FG-S. Für ihn stand die Equalizer-Sektion im legendären Channelstrip einer SSL 4000 Konsole Pate, deren Bedienelemente ebenfalls fast baugleich übernommen wurden. Einzig das charakteristische Hi-Cut Filter des Vorbilds wurde schlicht und ergreifend weggelassen, alle anderen Regler befinden sich jedoch brav an ihrem rechten Platz. Ebenfalls mit von der Partie sind auch die originalgetreuen Bell-Buttons an High- und Lowshelf-Filter, mit denen sich diese von standardmäßiger Kuhschwanz- auf Glockencharakteristik umschalten lassen. Last but not least fällt auch der Klang dieses EQs vorbildgerecht typisch britisch aus. Gerade im Vergleich zum FG-N agiert der SSL-Nachbau zwar charaktervoll, jedoch weit weniger scharf und sozusagen mit weicheren Kanten.

FG-116

Mit Nummer drei gehts im Anschluss ab in die Dynamik-Abteilung und zwar zu einer oft zitierten Studiolegende, nämlich dem UREI 1176. Unter der Bezeichnung FG-116 liefert Slate Digital eine höchsteigene Nachbildung des berühmten FET-Kompressors, der abermals authentischen Sound mitbringt. Damit zeigt dieses Modul schon fast, wo der Hammer hängt, wenn da nicht ein Manko wäre. In Sachen Funktionalität werden nämlich lediglich die grundlegenden Funktionen des großen Vorbilds geboten und zwei Original-Features wurden bedauerlicherweise nicht berücksichtigt. Zum einen gibt es gegenüber dem Original keinerlei VU-Meter Einstellungen, was jedoch zunächst nicht weiter tragisch ist, da zumeist nur der standardmäßig angezeigte Gain-Reduction Wert benötigt wird. Das Fehlen einer anderen Funktion, nämlich des legendären, sogenannten „All-Button“ Mode, schmerzt jedoch in der Tat gewaltig. Dieser entlockt nämlich dem 1176 durch gleichzeitiges Einrasten aller Ratio-Tasten einen ganz besonders charismatischen, pumpenden Obertonsound und damit einen wichtigen Teil seines akustischen Markenzeichens. Allerdings wurde bereits für kommende Updates eine Behebung solcher Mängel angekündigt. Im Gegenzug dazu sind aber auch neue, sinnvolle Zusatzfunktionen hinzugekommen. So wurden eine Noise Reduction-Funktion mit dahinter werkelnder Rauschunterdrückung und ein stufenloser Mix-Regler hinzugefügt, was das Nichtvorhandensein der All-In Option zumindest ein wenig wett macht.

FG-401

Das vierte Modul mit der Bezeichnung FG-401 bedient sich gleich mehrerer Vorbilder, in der Hauptsache jedoch abermals der berühmten SSL 4000 Konsole, genauer gesagt des Channelstrip-Kompressors in VCA-Bauweise. Dessen vergleichsweise cleaner Sound und ein präzise justierbares Ansprechverhalten stellen die perfekte Ergänzung zum FG-116 dar, zudem passt der Brite originalgetreu zu seinem Anverwandten aus der 4000er EQ-Abteilung, dem FG-S-Modul. Unterhalb des VU-Meters befinden sich auf der roten Frontplatte alle relevanten Kompressor-Parameter, von denen die Potis für Ratio, Attack und Release gerastet, die Drehregler für Treshhold, Makeup Gain und Mix hingegen stufenlos ausgeführt sind. Unterhalb davon wartet das Modul dann seinerseits mit speziellen Besonderheiten auf. Erstens lässt sich über einen Transformer-Button ein zusätzlicher Übertrager in den Sigalweg schalten, was für zusätzliche, allerdings subtile Obertonklangfärbung sorgt. Zweitens kann per Circuit-Schalter zwischen zwei unterschiedlichen Kompressorschaltungen mit jeweils eigenem Klangcharakter gewählt werden. Circuit 1 entspricht dem eigentlichen Vorbild aus der SSL 4000 Serie und klingt sauber, sowie schön punchig. Circuit 2 wurde hingegen von anderen klassischen Vertretern seiner Gattung, wie beispielsweise vom dbx160 inspiriert und wartet darüber hinaus mit einem etwas weicheren und bassbetonteren Klang auf.

Revival

Zu guter Letzt kommen wir zum kostenlosen Bonus-Modul in Gestalt des Revival bezeichneten Enhancers, bei dem klanglich nochmal richtig die Sonne aufgeht. Wie bereits eingangs erwähnt, sind in das Plug-in alle positiven Signaleigenschaften von Röhren, Übertragern und anderen klassischen Analogbauteilen eingeflossen, die sich über lediglich zwei Potis mit aussagekräftigen Bezeichnungen steuern lassen. Shimmer verleiht dem Signal mehr Lebendigkeit, Präsenz, Glanz, Durchsetzungsfähigkeit und räumliche Tiefe im oberen Mittenbereich. Thickness hingegen, sorgt in tiefen Frequenzregionen für mehr Fundament, Wärme und wortwörtliche Andickung.

Meisterhaftes Quintett

Nach diesen ersten Einzeleindrücken, wollen wir uns sogleich ein Bild von den Vorzügen der Module im Kettenverbund machen, wozu wir das Virtual Mix Rack auf verschiedenen Signalen einsetzen. Als erstes bearbeiten wir damit weibliche Pop-Vocals, die mit einem Beesneez Jade Tube Röhrenmikrofon an einem Universal Audio LA-610 Channelstrip aufgenommen wurden. Bereits bei der Aufnahme haben wir die Stimme mit dem wunderbar musikalisch und langsam arbeitenden T4 Optokompressor am LA-610 vorkomprimiert, wofür uns seitens des VMR sofort der FG-116 als blitzschnelles Pendant in den Sinn kommt. Dieser erledigt seine Aufgabe vorbildlich und bringt bei einer Gain-Reduction von durchschnittlich sieben Dezibel den typisch charaktervollen Limiting-Druck des Originals ins Spiel. Genau wie sein Vorbild, liefert er bei einer Ratio von 4:1 den beliebten Punch, Obertöne sowie leichte Klangschärfe obenherum. Nun wollen wir hören, wie sich der zweite Kompressor im Bunde macht und laden als nächstes den FG-401 ins Rack, wobei wir den FG-116 zunächst auf Bypass schalten. Das VCA-Modul macht sich sogleich ebenfalls hervorragend auf den per T4 vorbearbeiteten Aufnahmen und geht im Gegensatz zu seinem FET-Vorgänger ungemein filigraner zu Werke. Mit seiner vergleichsweise großen Ratio-Bandbreite, die bis hinunter zu einem Wert von 1:1 reicht, gibt er uns die Möglichkeit das dynamische Klanggeschehen zusehends weicher zu formen. Damit wird die Stimme gerade unterhalb hoher Treshholdwerte und bei geringeren Ratios als 3:1 verhältnismäßig elegant eingezäunt, was die Signaldynamik auf musikalische Weise zu erhalten weiß. Nachdem wir uns aufgrund seiner Direktheit für den FG-116 entschieden haben, wollen wir im Anschluss die Stimme per EQ mit mehr Glanz und weiterem Durchsetzungsvermögen versehen. Ein beliebtes Mittel dazu ist das knackige Highshelf-Filter eines Neve 1073 alias FG-N, den wir als nächsten Prozessor unserer Signalkette auswählen. Bei satten siebeneinhalb Dezibel Anhebung wird der typische aggressiv-scharfe und breite Klangcharakter förmlich spürbar, wodurch sich die Stimme gleich wunderbar direkter anfühlt. Doch damit nicht genug, denn für einen nochmals deutlicheren „Up-Front“ Effekt nehmen wir außerdem noch eines der beiden Mittenbänder zu Hilfe, mit dem wir eine weitere Portion Präsenz-Boost hinzfügen. Mit 2,68 Dezibel Anhebung bei 3580 Hertz hat der Stimmklang nun zusätzliche Frische erhalten. Als finales Sahnehäubchen lässt sich schließlich eine weitere Portion Obertöne per Drive-Funktion ins Spiel bringen. Ist sie aktiviert, mutiert der Regler für die Ausgangsverstärkung kurzerhand zur Eingangspegelkontrolle und wird damit zur zusätzlichen Sättigungsstufe. Mit einer Einstellung am roten Line-Poti auf 10,5 Dezibel hat das Signal nun eine subtile Grobkörnigkeit erhalten, etwa vergleichbar mit der Körnung alter Filmaufnahmen – sehr schön. Wer es im Gegensatz zu solcher Klangfärbung ungleich eleganter mag, dem steht als zweite Alternative der FG-S zur Verfügung, den wir als nächstes ausprobieren. Dieser geht etwas sanfter ans Werk und bietet vielschichtigere Klangfarben. Durch Filtergüteeinstellungen der Mittenbänder, sowie die optional schaltbare Glockencharakteristik in den Shelf-Bändern bietet der 4000er-Brite im Unterschied zu seinem Neve´schen Landsmann nochmals filigranere Klangformungsmöglichkeiten. So lässt sich auch mit dem High-Shelf Filter des SSL 4000 EQ-Klons ein ähnlich erfrischendes Ergebnis erzielen, wie zuvor per 1073-Nachbau. Im Unterschied dazu klingt es allerdings etwas filigraner und weniger hart, weswegen wir auch an dieser Stelle unserem „In Your Face“-Ideal folgen und in Sachen Vocals beim FG-N bleiben. Last but not least wollen wir uns schließlich noch von den bereits angeklungenen Fähigkeiten des Revival Enhancers überzeugen. Für ein pures Klangerlebnis schalten wir dazu den davorliegenden FG-N erst einmal aus und drehen am Shimmer-Regler. Magisch: Sogleich gewinnt die Stimme deutlich an Brillanz und Durchsichtigkeit, des Weiteren finden wir auch die räumliche Tiefe verbessert vor und der Sound wirkt insgesamt viel lebendiger als vorher – herrlich. Letztlich entscheiden wir uns für die Kombination aus dem charakterstarken Sound des FG-116 und des FG-N mit etwas zurückgenommenem Highshelf-Filter, die gemeinsam mit einer guten Portion Shimmer unserer Sängerin genau die richtige Menge „Mojo“ verleiht, um ihrer Stimme ein Plus an gewissem Etwas zu verleihen.

Drum ´n Bass

Nach bestandener gesangstechnischer Feuertaufe, nehmen wir uns als nächstes einen klassischen E-Bass Marke Fender aus Spectrasonics Trilian-Instrument vor und schauen, was die VMR-Module daraus zaubern. Aufgrund unserer bisherigen Eindrücke der einzelnen Module, entscheiden wir uns dieses Mal für eine Kombination aus FG-116, FG-S und Revival. Der 1176-Klon produziert bei deftiger Input-Befeuerung sogleich die originalgetreuen, typisch knurrigen Verzerrungen und stabilisiert die Dynamik des Instrumentes bei einer Ratio von 8:1. Damit nach obertonreichem Glattbügeln nochmals mehr Leben in den Instrumentenklang zurückkehrt, kommt abermals Revival zum Einsatz, hier vor allem der Thickness-Regler. Er verleiht dem Fundament des Basses mehr lebendige Tiefe und gibt diesem Bereich zudem wieder Klangfülle zurück, die vom FG-116 zunächst abgemindert wurde. Um den Bass anschließend innerhalb des Mixes mit Schlagzeug gut von der Bassdrum abzugrenzen, setzen wir als letzten Feinschliff noch das Lo-Cut Filter des FG-S ein. Dieses sorgt mit seiner besonders ausgewogenen Flankensteilheit für eine schöne, musikalische Justierung des Tiefbassbereichs und beschneidet diesen so, dass nichtsdestotrotz immer noch die entscheidende Portion an darunterliegenden Frequenzen durchkommt.

Lucky Punch

Zu guter Letzt widmen wir uns noch der Bearbeitung von handelsüblichem Schlagzeug, das gerade im Hinblick auf den FG-116 nicht fehlen darf. Der Instrumenten-Sound stammt dieses Mal aus Native Instruments Studio Drummer Library, den wir sogleich durch den 1176-Nachbau jagen, denn sein Vorbild gilt für solche Zwecke oftmals als allererste Wahl. Das Ergebnis weiß uns abermals zu überzeugen, denn bei hoher Ratio von 20:1 und ordentlich aufgedrehtem Input-Gain liefert der Kompressor fett-pumpende Rockdrums mit absolut amtlichem Charakter nebst Obertönen. Vom mächtigen All-Button Mode und einer weiteren Schippe mehr Aggressivität dürfen wir allerdings an dieser Stelle vorerst nur träumen und müssen uns gespannt bis zum nächsten Update gedulden. Im Anschluss gibts dann per FG-S noch eine kleine Prise Höhen auf die Becken, denn das Highshelf-Filter des FG-N war für unseren Geschmack dann doch zu deftig. Ganz zuletzt darf auch an dieser Stelle Revival nicht fehlen, der mit Shimmer- und Thickness-Werten von jeweils nur +4 dem Schlagzeug auf magische Weise genau die richtige Portion an Lebendigkeit verleiht.

Fazit

Mit dem Virtual Mix Rack vereint Slate Digital gekonnt hervorragend nachgebildeten Analog-Sound mit einer derzeit unschlagbaren Rack-Flexibilität. In der Mix-Praxis erweist sich der neueste Slate-Sprößling als wahre Wunderwaffe: Er verleiht seinen Signalen ungeahnte Lebendigkeit, Tiefe und Charakter, gleichzeitig überzeugt das Modul-Prinzip auch mit den zahlreichen Werks-Presets. Zudem bieten die bis zu acht Modul-Slots bei Bedarf zusätzlichen Insert-Platz, wenn die meisten Plätze im DAW-seitigen Kanal bereits belegt sind. Summa summarum erhält der Anwender für gerade einmal 170 Euro ein wahrlich prall gefülltes, vielseitiges Plug-in mit fast schon unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis, das zudem mit der vielversprechenden Aussicht auf künftige Expansionsmodule lockt – Chapeau.

Erschienen in Ausgabe 03/2015

Preisklasse: Spitzenklasse
Preis: 169 €
Bewertung: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

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