Ein Hauch von Beatles, Hendrix und Co.

Es gibt zwei Wege, um Ihren Mixen den Sound der sechziger und siebziger Jahre zu verpassen: Sie kaufen sich für viel Geld authentische Emulationen legendärer Vintage-Effekte und schrauben stundenlang daran herum oder greifen einfach zur Eddie Kramer Collection von Waves und erhalten dasselbe viel billiger und schneller. 

Von Georg Berger

Dass sich am Plug-in-Markt mittlerweile Legionen an Emulationen tummeln, die den Sound legendärer Vintage-Hardware reproduzieren, gehört schon seit langem zum Normalfall. Dazu gehört auch, dass sich viele Hersteller einen harten Konkurrenzkampf liefern, indem sie von ein und demselben Gerät eine jeweils eigene Plug-in-Version auf den Markt bringen. Selbst namhafte Hersteller von Highend-Konsolen wie SSL mit ihrem Duende-System (Test in Heft 10/2006) oder zuletzt auch Lawo mit seiner Plug-in Collection (Test in Heft 12/2009) buhlen mittlerweile um die Gunst des Plug-in-Jüngers und wollen ein Stück von diesem Kuchen ergattern. Der israelische Software-Hersteller Waves mischt in diesem Spiel ebenfalls kräftig mit, etwa mit dem SSL 4000 Bundle (Test in Heft 7/2006) oder der Jack Joseph Puig Collection (Test in Heft 12/2008). Vorteil: Der Anwender kann sich seine DAW mit virtuellen Effekten bestücken und in Frankenstein-Manier sein eigenes Vintage-Mischpult zusammenstellen. Doch das ist ja nur die halbe Miete. Denn damit stellt sich noch längst nicht der Sound von Toningenieur-Heroen wie etwa George Martin, Trevor Horn oder Alan Parsons wie von Zauberhand ein. Erst das Know-how der Meister im Umgang mit den Studio-Werkzeugen lässt den einzigartigen Sound entstehen. Und genau an diesem Punkt setzt Waves mit seinen Plug-in-Bundles der Signature-Serie an, die auf einen ganzheitlichen Ansatz setzt, Anfang des Jahres mit der Tony Maserati Collection ihren Anfang nahm und primär den Sound berühmter Toningenieure sozusagen „out of the box“ reproduzieren will. Waves emuliert also nicht mehr nur noch Hardware, sondern jetzt auch Toningenieure, was sich zunächst verrückt anhört.

Tatsächlich sind die Effekte nach den Vorgaben und dem Know-how des Toningenieurs designt worden. Mit der fünf Plug-ins umfassenden Eddie Kramer Collection erfährt die Signature-Serie jetzt eine Fortsetzung. Das rund 670 Euro teure Bundle stellt die Erfahrung eines Meisters in den Mittelpunkt, den man Kennern nicht großartig vorzustellen braucht. Soviel in Kürze: Eddie Kramer war maßgeblich beteiligt als Toningenieur wie teils auch als Produzent der Alben von Jimi Hendrix und zeichnet auch für die Konzeption und Einrichtung des Hendrix-eigenen Electric Lady Studios verantwortlich. In seiner weiteren Karriere betreute er wiederum in wechselnden Rollen als Toningenieur oder Produzent die Aufnahmen des who-is-who der Rockgeschichte der Siebziger Jahre. Klangvolle Namen und Bands wie die Beatles, Rolling Stones, Led Zeppelin, David Bowie oder Peter Frampton, um nur eine erlesene Auswahl zu nennen, finden sich in der eindrucksvollen Liste an Künstlern, die er betreute. Unter seiner Ägide sind übrigens auch die Tonaufnahmen des Woodstock-Festivals entstanden.   Doch zurück zu den Plug-ins der Eddie Kramer Collection. Die fünf Effekte des Bundles sind gezielt auf das Veredeln bestimmter Instrumentengattungen ausgerichtet, was deutlich in ihrer Namensbezeichnung zum Ausdruck kommt. An Bord befinden sich der Bass-, Guitar-, Drum-, Vocal- und Effect Channel, die somit sämtliche zentralen Instrumente der Rockmusik abdecken. Ein Plug-in für Keyboards findet sich nicht im Lieferumfang, was jedoch durch Einsatz etwa des Bass- oder Guitar Channels kompensiert werden kann. Bemerkenswert: Die Plug-ins reproduzieren dabei nicht nur den Klang einer bestimmten Hardware, sondern Kombinationen aus mehreren Waves-Effekten. Welche das sind, wollte uns weder Waves, noch Eddie Kramer auf Nachfrage mitteilen und wird ein Betriebsgeheimnis bleiben, was jedoch verständlich ist.    Sämtliche Effekte warten mit einem überschaubaren Repertoire an Einstellmöglichkeiten auf. Bis auf einige Abstriche im Effects Channel findet sich dabei in allen Plug-ins ein immer wieder kehrendes Standard-Arsenal an einstellbaren Parametern, bestehend aus Reglern zum Anpassen der Eingangslautstärke – „Sensitivity“ genannt – , zum Verstärken des prozessierten Ausgangssignals, gefolgt von  je einem Bass-, Höhen- und Kompressions-Regler. Buttons erlauben die Auswahl aus zwei oder drei Presets beziehungsweise Algorithmen mit Sound-Alternativen (siehe Kästen), die nach den Vorgaben des Namenspatrons unterschiedliche Voreinstellungen und Alogrithmen-Kombinationen aktivieren. Das zentrale VU-Meter – schaltbar zwischen Anzeige der Ein- oder Ausgangslautstärke – gibt Auskunft über die anliegenden Pegel. Wichtig: Die Status-Leuchte neben dem Sensitivity-Regler gibt zusätzlich Auskunft darüber, wie „heiß“ die Signale ins Plug-in gespeist werden. Die vermeintliche Redundanz erweist sich im Test jedoch als nützlicher Helfer, vor allem wenn das VU-Meter auf den Ausgang geroutet ist. Darüber hinaus wartet jedes Plug-in mit weiteren individuellen Parametern auf, die jedoch selbsterklärend sind und auch Einsteiger vor keine unlösbaren Rätsel stellen. Der Guitar-, ebenso wie der Vocal Channel wartet mit einer Effekt-Sektion auf, mit der sich Hall- und Echo-Effekte per Blendenregler hinzumischen lassen. Parameter zum Einstellen der Delay-Zeit und ein globaler Send-FX-Regler runden die Sektion ab. Besonderheit: Der Lead-Algorithmus des Guitar Channel verfügt zusätzlich über einen in der Modulationsgeschwindigkeit einstellbaren Flanger-Effekt.  Der Drum Channel offeriert per Buttons für jedes Schlaginstrument ein eigenes wählbares Preset/Algorithmus. Bemerkenswert ist ein integrierter Gate-Parameter, der allerdings der Bass-Drum vorbehalten ist. Gleichwohl stehen in den anderen Algorithmen des Drum Channel nicht immer alle Parameter zur Verfügung. So ist der FX-Parameter nur bei Auswahl der Bass-, Snare-Drum- und Tom-Presets einstellbar, der das Hinzumischen eines integrierten Hall-Effekts gestattet. Die Hihats kommen ohne Kompressor aus und der Overhead-Algorithmus gestattet lediglich den Zugriff auf den Höhenregler.    Klangschrauber und Soundfrickler werden mit Sicherheit über die spärlichen Einstellmöglichkeiten meckern. Doch das ist Absicht und gehört zum Konzept der Signature-Serie. Denn im Zentrum steht der jeweils individuelle Sound, den der Namensgeber der Collection für die jeweiligen Signalarten ersonnen hat und der soll schließlich nicht bis zur Unkenntlichkeit dekonstruiert werden, was das Konzept der Signature-Serie ad absurdum führen würde. Mal ganz abgesehen davon, dass im Extremfall die Oberfläche des Plug-ins vor Parametern nur so wimmeln würde, hätten selbst gestandene Profis die Qual der Wahl und verlören sich im Wust des Parameter-Dschungels. Waves hat daher gut daran getan, das Repertoire an Parametern übersichtlich zu halten, das überdies sinnvoll gewählt ist, dem Aussehen der Bedienoberfläche zu Gute kommt und trotzdem eine Fülle an Sound-Variationen ermöglicht (siehe Kästen). Im Falle der Eddie Kramer Collection versprühen die Bedienoberflächen den Charme von Armaturenbrettern und darin integrierter Radios alter amerikanischer Straßenkreuzer der fünfziger und sechziger Jahre, was schick aussieht.

Anfänger kommen bei der Bedienung der zumeist selbsterklärenden Plug-ins bestens zurecht, gestandene Routiniers profitieren angesichts zumeist knapper Produktionsrahmen und Zeiträume ebenfalls von der Einfachheit der Effekte, mit der sich innerhalb kürzester Zeit verwertbare Ergebnisse erzielen lassen.    Im Hör- und Praxistest können wir uns dank der einfachen Bedienung auf das Wesentliche konzentrieren. Allerdings vermissen wir in sämtlichen Plug-ins sprechende Werteangaben, die uns sachdienliche Hinweise bei der Einstellung geben. Zumindest in den Filtern wären Dezibel-Angaben hilfreich. Gleiches gilt auch für die Sensitivity- und Output-Parameter, die lediglich abstrakte Wertebereiche von Null bis 100 anzeigen. Die Werteangaben der Delay-Parameter decken sich allerdings mit den hörbaren Echos. Ein kommendes Update sollte diese Auffälligkeit jedoch leicht lösen. Jedes Plug-in liegt, typisch für Waves-Produkte, in separat ladbaren Mono- und Stereoversionen vor, die wir zielgerichtet in die entsprechenden Spuren insertieren. Besonderheit: Die Mono-Versionen von Effects, Guitar und Vocal Channel geben ein Stereo-Signal aus. Grund dafür ist die integrierte Effektsektion, die über Stereo ihre wahren Stärken ausspielt. Im Hörtest bestechen sämtliche Plug-ins durch einen transparenten und feinen Grundsound, der auf subtile Art das Programmmaterial optimiert. Wir hören uns zunächst jeden einzelnen Effekt solo an, um auf die Eigenarten und Feinheiten jedes Plug-ins zu kommen. Die Klangbeschreibungen finden Sie in den einzelnen Kasten-Texten. Auffällig ist das Verhalten des Sensitivity-Reglers, der mit seiner beigeordneten Status-Leuchte Auskunft über die anliegenden Pegel gibt. Das Handbuch empfiehlt, Signale so hoch auszusteuern, dass die Leuchte in Gelb erstrahlt. Gleichwohl erzielen wir auch gute Resultate, wenn es grün leuchtet. Allerdings verhält sich nicht jedes Plug-in gleich, sobald sehr hohe Pegel eingespeist werden und es rot aufleuchtet. Der Bass Channel verzeiht dabei keine Unachtsamkeiten. Sobald die Status-Lampe rot aufleuchtet zerrt es auf unangenehme Art. Mitunter müssen wir den Sensitivity-Parameter zurückfahren, wenn wir das Tiefenband anheben, was direkt zu einem Clipping führt. In anderen Plug-ins wie etwa dem Guitar, Vocal und Effects Channel passiert gar nichts, wenn wir die Eingangsverstärkung absichtlich hoch (zu hoch) aussteuern. Im Drum Channel sorgen zu hohe Eingangsverstärkungen im Tom-Preset sehr schnell für Verzerrungen. Fein austariert, kann jedoch die Verzerrung durchaus ästhetisch gefallen und sorgt für ein angenehmes Anfetten der Toms. Gleiches gilt auch für das Bass-Drum-Preset. In Verbindung mit einer Anhebung des Tiefenbands sorgen angenehm klingende leichte Verzerrungen für etwas mehr Volumen des Instruments.   Der Einsatz einzelner Eddie-Kramer-Plug-ins innerhalb eines Arrangements sorgt im Test für eine merkbare Auffrischung des so bearbeiteten Signals. Ein Beispiel: Wir fügen in vier Gitarrenspuren eines Arrangements jeweils eine Instanz des Guitar Channel und höre da: Der Klang sämtlicher Gitarren klingt aufgeräumter. Die Trennschärfe zwischen den einzelnen Instrumenten kommt deutlicher zu Tage. Dies arbeiten wir durch nachträgliches Austarieren mit dem Kompressor und den beiden Filterbändern schließlich noch weiter aus. Highlights im Test sind eindeutig der Guitar und Drum Channel, die trotz überschaubarer Ausstattung mit einer riesigen Bandbreite an Soundvariationen aufwarten. Der Effects Channel ist natürlich Geschmackssache. Wer seinen Spuren einen ordentlichen Schuss Retro-Style hinzufügen will, findet mit ein paar nachträglichen Einstellungen in jedem Fall das Passende.   Die Kür erfahren die Eddie-Kramer-Plug-ins schließlich, indem wir sie in die entsprechenden Spuren eines tontechnisch völlig unbearbeiteten Arrangements insertieren. So finden sich schließlich 15 Instanzen der Eddie-Kramer-Plug-ins im Arrangement, was mit einer CPU-Auslastung des VST-Meters in Nuendo 4 von etwa 50 Prozent einhergeht und insgesamt erfreulich niedrig ausfällt. Zunächst vertrauen wir auf die Einstellungen des Meisters und wählen lediglich Presets aus. Das Ergebnis beeindruckt durch die Bank: Im Vergleich zum unbearbeiteten Arrangement, bei gleicher Einstellung der Fader und Panpots, klingt das „kramerisierte“ Arrangement um Längen transparenter, luftiger und aufgeräumter. Der Mix strahlt förmlich. Durch Anpassen mit Hilfe der Filter- und Kompressor-Parameter kitzeln wir sogar noch etwas mehr an Glanz aus dem Arrangement heraus, wobei diese Arbeiten nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir kommen zu dem Schluss, dass der virtuelle Eddie Kramer in Form der fünf Plug-ins wahre Wunder für unseren Mix vollbracht hat. Allerdings sei für alle Anhänger von Hendrix, Zeppelin und Co. darauf hingewiesen: Den klassischen Sound ihrer Idole kann die Eddie Kramer Collection natürlich nicht reproduzieren. Dazu fehlen natürlich viele weitere Parameter wie der Aufnahmeraum, die Spieltechnik der Instrumentalisten oder die für die Aufnahme verwendeten Mikrofone.  

 

Guitar Channel: Drei Geschmacksrichtungen zur Auswahl

Drei Presets stehen im Guitar Channel zur Auswahl: Zwei für Rhythmus- und eine für Solo-Gitarre, wobei ausschließlich die Solo-Gitarre mit Reglern für einen Flanger-Effekt  aufwartet. Nächste Besonderheit: Anders als in den übrigen Channel-Plug-ins, verfügt der Guitar Channel über zwei regulierbare Mittenbänder. Der Rhythm-1-Algorithmus bietet dabei lediglich fünf Einstellungen. Die beiden anderen Presets gestatten eine detaillierte Justierung der Mittenbänder in einem Bereich zwischen Null bis 100. Die drei Presets warten mit individuellen Sound-Charakteristika auf. Rhythm 1 bietet vom Grundklang eine Anhebung sowohl im oberen Mitten- als auch im Höhenbereich und lässt anliegende Gitarrensignale luftiger und präsenter klingen ohne dabei das Signal deutlich in den Vordergrund zu rücken. Gerade clean gespielte Gitarren erhalten mit diesem Preset einen Schuss mehr Glanz und können sich aus dem Mittenbereich absetzen. Der Grundsound von Rhythm 2 setzt hingegen auf das volle Mittenbrett. Sowohl obere als auch verstärkt untere Mittenbereiche treten in diesem Preset deutlich in den Vordergrund, perfekt für verzerrte Gitarren. Der Rhythmus gespielter Double Stops etwa schält sich deutlich aus dem Arrangement heraus. Das Lead-Preset betont ausschließlich das Höhenband und bewirkt, das verzerrte singende Single-Notes quasi über dem Arrangement hinwegschweben. Die Höhenkur sorgt gleichzeitig für eine bessere Ortbarkeit und Abgrenzung des Gitarrensignals vom Rest des Arrangements.  Auf eindrucksvolle Weise gehen die Equalizer in allen drei Presets ans Werk, die zielgerichtet den Gitarrenklang veredeln. Sehr schön: im Rhythm 1 Preset lässt sich der Klang trotz der Auswahl aus nur fünf fest eingestellten Frequenzen nachhaltig und gefühlvoll verbiegen und demonstriert eindrucksvoll das Sachverständnis von Eddie Kramer. Dem Grundsound verpflichtet arbeitet der Equalizer im Rhythm 2 Preset sehr kraftvoll und zupackend. Zerrsounds lassen sich damit ordentlich anschärfen. Im Lead-Preset geht der Equalizer hingegen noch feiner ans Werk, als im Rhythm 1 Preset. Der Kompressor dient im zweiten Rhythmus-Preset als Lautmacher. Transienten werden unbearbeitet durchgelassen. In den beiden anderen Presets sorgt er für ein umfassendes Reduzieren der Dynamik und Verdichten des Klangs. Anders als vermutet, sorgen die integrierten Effekte weniger für ein Hinzufügen von Räumlichkeit, sondern dienen primär zum Anfetten des Gitarrensounds. Die Hallräume in den Rhythmus-Presets sind sehr klein gehalten. Sie warten mit Hallfahnen im Millisekunden-Bereich auf und besitzen kein hörbares Predelay. Anders im Lead-Preset, das einen großen Hallraum enthält und langgezogene Töne optimal unterstützt. Die Delay-Effekte warten in den Rhythmus-Presets mit einer Wiederholung auf, wohingegen im Lead-Preset mehrere Wiederholungen zu hören sind. Den Flanger-Effekt als zusätzliches i-Tüpfelchen hätte sich Waves jedoch getrost sparen können. Er kommt weniger als hohl-fauchender Effekt daher, sondern klingt eher wie ein Vibrato-Effekt, der heutzutage doch eher selten zum Einsatz kommt. Gleichwohl klingt er herrlich nach Old School und sorgt für einen eindeutigen Sixties-Touch.

 

Vocal Channel: Mehr Punch für Rock, mehr Schmelz für Balladen

Die zwei Presets des Vocal Channel enthalten jedes für sich Einstellungen, die zielgerichtet zum einen kernige Rock-Vocals (Vocal 1) und zum anderen gefühlvollen Balladengesang mit viel Soul (Vocal 2) klanglich optimieren. Wie auch im Guitar Channel verfügt der Vocal Channel über eine Effektsektion, wobei das Vocal 1 Preset mit Hall und Delay aufwartet und Vocal 2 lediglich mit Hall auskommt. Im Test bestätigt sich der primäre Einsatzzweck beider Presets. Vocal 1 kitzelt mehr den oberen Mittenbereich heraus und nimmt ein wenig Anteile im Höhenband raus. Das Rauchige und Erdige von Rockstimmen erhält dadurch eine sinnvoll-musikalische Unterstützung. Das zweite Preset verhält sich dazu in umgekehrter Weise, also reduziert die Mittenanteile und betont die Höhen. Der integrierte Kompressor sorgt in beiden Presets für ein Pushen der anliegenden Stimmen in den Vordergrund. Gleichwohl geschieht dies sehr unauffällig, die Dynamikreduktion erfolgt behutsam und fast unauffällig. Der Kompressionsregler wirkt da fast schon wie ein zusätzlicher Lautstärkeregler, wobei die Kompression im ersten Preset deutlicher hörbar ist als im zweiten. Auffällig: Je nach Stimmlage verhalten sich Bass- und Höhenregler völlig unterschiedlich. So sorgt ein Anheben der Bässe im zweiten Preset bei einer männlichen Stimme sehr rasch für Verzerrungen. Die gleiche Einstellung bei einer Frauenstimme gibt ihr mehr Volumen und Körper. Unabhängig davon arbeiten die Filter in beiden Presets sehr kraftvoll und nehmen auf behutsame und organische Art Einfluss auf den Klang. Der integrierte Hall-Effekt erzeugt einen kleinen Raum und wartet mit einem höhenreichen Hallfahnen-Anteil auf und an den berühmten Badezimmer-Hall der fünfziger Jahre erinnert. Das Delay steht dem in nichts nach. Je nach eingestellter Delayzeit sind Slapback-Echos – Elvis lässt grüßen – zu hören, die bis hinauf auf etwa eine Sekunde gehen und mit jeweils fünf Wiederholungen aufwarten. Wer klassischen Rock’n Roll produzieren will, wird die Effekte lieben. 

 

Bass Channel: Lässt E-Bässe richtig mächtig knurren

Der Bass Channel verfügt über die spartanischste Ausstattung des gesamten Bundles. Außer den Parametern zum Einstellen der Ein- und Ausgangslautstärken, der Kompression sowie der Bässe und Höhen, finden sich lediglich zwei Buttons zur Auswahl der Presets. Bei zugedrehtem Kompressionsregler lässt das erste Bass-Preset anliegende Signale fast unbearbeitet durch und fügt dem Klang ein wenig mehr Luftigkeit hinzu, perfekt für alle Musikstile, die auf leise Töne setzen. Bei aktiviertem zweiten Preset klingt der Bass sehr direkt und vordergründig. Die Kompression ist von vorne herein kräftiger eingestellt. Gleichzeitig klingt der Bass knurriger, erdiger, er besitzt mehr Körper und Volumen, was sich für Rock-Bässe ohne Wenn und Aber anbietet. Beim Aufdrehen des Kompressionsreglers werden die Karten jedoch neu verteilt. Im ersten Preset ändert sich die Dynamik dabei stärker als im zweiten. Das Bass 1 Preset wartet mit einem kurzen Attack auf, das Transienten gnadenlos mit in die Kompression einbezieht, jedoch dem anliegenden Signal immer noch genügend Raum zum Atmen lässt und Bassfrequenzanteile angenehm zum Säuseln bringt. Der Kompressor im zweiten Preset ist hingegen eindeutig auf Lautstärke-Maximierung getrimmt. Zusätzlich treten die Transienten stärker hervor, was Plektrum-Bässen eine Spur mehr Knackigkeit verleiht. Enttäuschend fällt hingegen das Verhalten der Bass- und Höhenregler aus. Anders als in den anderen Plug-ins der Eddie Kramer Collection wirken sie schon fast zu unauffällig und arbeiten eher wie ein feinmechanisches Chirurgen-Werkzeug. Wir hätten uns jedoch mehr von einem kraftvoll zupackenden Hobel gewünscht, der Frequenzen nachhaltig zu beeinflussen versteht.

 

Drum Channel: Für jedes Instrument den richtigen Dreh

Der Drum Channel offeriert für jedes Schlaginstrument per Button ein individuelles Preset. Bass- und Snare-Drum, Toms, Hihats, Overheads, also Becken und ein Room-Preset zum Optimieren von aufgestellten Raum-Mikrofonen in der Schlagzeugkabine sorgen für ein individuelles Optimieren der Kanäle beziehungsweise Signale. Vermisst haben wir lediglich ein Preset, das sich um die Aufwertung des Gesamtklangs eines Schlagzeugs kümmert. Wer etwa mit Stereo-Drum-Loops arbeitet, kann daher nicht vom Know-how des Meisters profitieren und muss sich notgedrungen für eins der Instrumenten-Presets entscheiden. Ein eher schlechter Kompromiss, wie wir finden. Momentan profitieren vom Drum Channel lediglich Anwender, die ihre Schlaginstrumente auf Einzelspuren verteilt haben. Im Rahmen eines Updates sollte dies jedoch leicht zu beheben sein. Die einzelnen Presets zeigen auch im Drum Channel auf anschauliche Weise, wie sich Eddie Kramer die klangliche Aufbereitung von Schlaginstrumenten vorstellt. Das Bass-Drum Preset wartet mit einem zusätzlichen Gate Parameter auf, der den Schwellenwert eines fest eingestellten Noise Gates regelt. In Verbindung mit dem Kompressor lässt sich den Basstrommeln mehr Punch verleihen. Überspitzt ausgedrückt: Signale, die klingen, als ob jemand in ein Kissen haut, verwandeln sich in rhythmisch präzise zu ortende Impulse. Im Test entsteht der Eindruck, dass die Einschwingphase der Bass-Drum beschnitten, dafür der eigentliche Impuls deutlich in der Lautstärke angehoben wird, was schließlich von einem stärker zu hörenden Nachresonieren der Trommel abgeschlossen wird. Insgesamt sorgt das Preset für ein Beseitigen diffuser Klangbestandteile, räumt den Schlagzeug-Mix auf und sorgt für eine bessere Ortbarkeit des Instruments, was sich nicht nur für Rockmusik härterer Gangart empfiehlt. Moderat eingestellt ist vom Noise Gate im Test jedoch nichts zu hören. Es riegelt die Signalanteile fast schon unhörbar ab. Allerdings sollte der Gate-Parameter bei hoch eingestelltem Sensitivity-Regler nicht bis zum Anschlag eingestellt werden, da ansonsten das Schließen des Gates unangenehm zu hören ist. Das Snare-Drum-Preset steht dem in nichts nach und sorgt für ein Auffrischen des Klangs und mithin für eine Anhebung im Höhenbereich. Gleichzeitig hören wir, wie auch die Snare-Drum tighter klingt. Über den Kompressor-Regler arbeiten wir gefühlvoll und auf subtile Weise die Transienten des Instruments heraus und sorgen gleichzeitig für eine Betonung des resonierenden Kesselanteils. Auffällig: Je höher der Kompressionsregler steht, desto kürzer erklingen die Transienten und desto lauter klingt der Snare-Teppich nach. Sehr schön: Die Filterfrequenzen sind hervorragend auf das Instrument eingestellt und entpuppen sich als sehr fein arbeitende Sounddesign-Werkzeuge. Änderungen im Bass heben den Kesselanteil hervor und lassen die Snare erdiger und voluminöser klingen. Das Anheben der Höhen sorgt für ein Herausmodellieren des Snare-Teppichs. Ein ähnliches Verhalten hören wir auch im Tom-Preset, dessen Filter ebenfalls sehr organisch ans Werk gehen. Die Kompression sorgt hierbei für ein Verdichten des Instruments, es klingt voluminöser und vordergründiger bei gleichzeitig stärker hörbarem Verklingen der Toms. Die Overhead- und Hihat-Presets warten lediglich mit Einstellmöglichkeiten in den Filtern auf, wobei im Overhead nur der Höhenregler zur Verfügung steht. Anhebungen der Höhen sorgen für mehr Luftigkeit oder lassen beim Dämpfen die Becken schlanker erklingen. Insgesamt überrascht der Drum Channel trotz des überschaubaren Repertoires an Einstellmöglichkeiten durch eine immense Klangfülle.

 

Effects Channel: Band-Echo und EMT Platte at its best

Der Effects Channel fällt konzeptionell im Vergleich zu den anderen virtuellen Signal-Prozessoren der Eddie Kramer Collection aus dem Rahmen. Das Plug-in offeriert ganz klassisch Effekte, nämlich Hall und Delay und dient somit zum Veredeln und Anhübschen von Signalen. Daher finden sich auch keine Regler für Kompression, Höhen und Bässe. Stattdessen wartet das Plug-in mit einer Reihe von einstellbaren Effekt-Parametern auf, die zum Großteil deckungsgleich sind mit den Effektparametern im Guitar und Vocal Channel. Ausnahme: Der Hall ist per Size Parameter in Raumgröße und Nachhallzeit einstellbar. Überdies nimmt der Brightness-Regler als Höhenblende Einfluss auf das Hallsignal. Besonderheit: Der Direct-Schalter deaktiviert das Durchschleifen des trockenen Signalanteils an den Ausgang, so dass der Effects Channel wahlweise und bequem als Insert- oder Send-Effekt einsetzbar ist. Zwei Presets, H-Slap und Z-Slap, bieten individuelle Voreinstellungen, wobei das „H“ (Hendrix) und das „Z“ ( Led Zeppelin) in der Namensgebung deutlich darauf hinweist, welche Klangästhetik die Presets reproduzieren. Beide Algorithmen emulieren den Klang einer EMT-Hallplatte mit verschiedenen Voreinstellungen. Die Raumsimulation im H-Slap-Effekt klingt dabei eher tunnelartig und lässt den Eindruck eines großen Raumes entstehen. Die Nachhallzeit beträgt in Maximal-Stellung des Size-Parameters circa eins bis 1,5 Sekunden. Ganz anders klingt der Hall des Z-Slap-Presets. Er emuliert einen kleinen bis mittelgroßen Raum und enthält deutliche Slapback-Anteile, verursacht durch ein vernehmbares Predelay, was insgesamt an einen dunklen feuchten Kellerraum erinnert. Die Nachhallzeit beträgt maximal zwei Sekunden. Die Delay-Algorithmen stehen dem in nichts nach. Besonderheit: Sie emulieren Tape-Echo-Effekte. Das H-Slap Delay ist auf Basis einer Bandmaschine programmiert, die mit 15 Inches pro Sekunde läuft. Das Z-Slap Pendant reproduziert seinen Effekt mit 7,5 Inches pro Sekunde. Beide Delays klingen herrlich retro nach Band-Echo und versprühen ordentlich viel Nostalgie mit ihrem beschnittenen Frequenzgang und bisweilen leichten Tonhöhenschwankungen. Doch anders als im Original sind die Effekte völlig rauschfrei. Das H-Slap Preset erzeugt dabei ein Echo mit lediglich einer Wiederholung. Über die Delayzeit ist eine Bandbreite zwischen Pseudohall bis normalem Slapback-Echo mit circa 500 Millisekunden einstellbar. Das Delay im Z-Slap-Preset wartet mit sieben bis acht Wiederholungen auf bei gleicher maximaler Verzögerungszeit, das jedoch in seiner kürzesten Einstellung direkt mit Slapback-Echos aufwartet und durch die Anzahl der Wiederholungen als Echo-Effekt deutlicher vernehmbar ist.

Interview mit Eddie Kramer: Ich nutze das Beste der analogen und digitalen Welt


? Wie kam es zur Zusammenarbeit und Kooperation mit Waves? 
!
Das fing vor etwa drei Jahren auf der NAMM-Show an. Waves kam dort auf mich zu und fragte mich, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit mit Ihnen hätte. Nachdem ich mir eine Reihe ähnlicher Unternehmen angeschaut hatte, erhielt ich schließlich den Eindruck, dass Waves das wirklich beste Software-Unternehmen weltweit ist. Denn ich wollte sicher gehen, dass, wenn ein Produkt meinen Namen trägt, es auch vom richtigen Unternehmen stammt. Dies war jedenfalls der Beginn einer bis heute andauernden freundschaftlichen Beziehung. Gemeinsam entschieden wir schließlich, spezielle Eddie-Kramer-Plug-ins zu entwickeln, die primär Musikschaffende mit nur bescheidenen Aufnahme-Möglichkeiten in ihrer Arbeit unterstützen sollen.  

? Wie lange dauerte die Entwicklung der Eddie-Kramer-Collection?
!
Im Großen und Ganzen hat die Entwicklung circa 18 Monate gedauert. Wir haben uns viel Zeit für die Konzeption der Collection genommen um herauszufinden, was wir genau machen wollen. Am Schluss stand ein Konzept, das für verschiedene Bereiche und Aufnahme-Signale ein eigenes Plug-in vorsah. Herausgekommen sind dabei individuelle Plug-ins für Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und Effekte. Ich nahm mir während der Entwicklung viel Zeit mit den Programmierern von Waves um sicher zu gehen, dass der Klang der Plug-ins meinen Vorstellungen entsprach.  

? Was ist nach Ihrer Einschätzung der große Vorteil der Eddie Kramer Collection?
! Der Anwender kann beispielsweise den Sound eines Schlagzeugs so erklingen lassen, wie ich ihn einstellen würde. Durch das Verändern der Parameter im Plug-in klingen die Drums jedoch schon bald wieder mehr nach den Vorstellungen des Anwenders. Die Plug-ins sind sehr flexibel einsetzbar. Sie sind sehr einfach bedienbar, aber keine eingeschränkt nutzbaren Problemlöser. Sie enthalten sämtliche Misch-Prozesse, die ich sonst auch im Studio mit Equalizern, Kompressoren, Hall und dergleichen durchführe. Die Effekte im Effect Channel Plug-in beispielsweise spiegeln im Wesentlichen das wider, was ich selbst im Studio an Effekten einsetze, wie etwa das Band-Echo und den Plattenhall.  

? Die Effekte im Guitar Channel dienen dabei aber weniger zur Raumsimulation, sondern sorgen für ein Andicken des Sounds.
!
Das ist richtig. Die Effekte im Guitar Channel klingen auf ihre Art ziemlich unauffällig. Aber auf diese Weise stelle ich mir die Sounds im Kopf vor und genauso erstelle und mische ich sie im Studio. Ich finde es gut, Tonschaffenden so etwas geben zu können und ich hoffe demnächst mit fortgeschritteneren Werkzeugen aufwarten zu können.  

? Ist die Eddie Kramer Collection ein reines Einsteiger-Produkt?
!
Überhaupt nicht. Auf unseren jüngsten Demonstrations-Touren in den USA und Europa interessierten sich sehr viele junge Leute für die Plug-ins. Doch selbst von den dort anwesenden Profis, die schon dreißig oder vierzig Jahre im Business sind, erhielt ich ebenfalls positive Resonanzen, etwa dass sie den Vocal Channel in ihren Produktionen einsetzen und er einfach fantastisch klingt. Mir selbst kommt es bei den Demonstrations-Touren auch darauf an, sich nicht von der Namensgebung der Plug-ins beeinflussen zu lassen. Wir ermutigen stets die Leute, mit den Plug-ins zu experimentieren und bewusst Regeln zu brechen.  

? Was genau wird in den Plug-ins emuliert? Ihren Ausführungen entnehme ich, dass die Eddie-Kramer-Plug-ins eine Kombination mehrerer Algorithmen enthalten. Welche sind das?
!
Ihre Analyse ist richtig. Leider bin ich zum Stillschweigen verpflichtet. Ich kann lediglich sagen, dass ich die gesamte Produktlinie an Waves Plug-ins zur Verfügung hatte, um meine Sounds zu erstellen. Stellenweise wurde auch mit Sampling gearbeitet, wenn die von Waves entwickelte Hardware zum Einsatz kam.   

? Was schätzen Sie am meisten am computerbasierten Recording und Mixing?
!
Eine interessante Frage. Ich bin definitiv ein Mensch der Analog-Zeit. Vor etwa zwei bis drei Jahren nutzte ich bereits Pro Tools, jedoch nur gelegentlich Plug-ins. Meine Plug-in-Nutzung würde ich zu dem Zeitpunkt mit etwa zehn Prozent beziffern. Heutzutage macht die Nutzung von Plug-ins bereits 50 Prozent aus. Der Grund dafür liegt einfach in der hohen Klangqualität der Waves-Produkte. Sie unterstützen mich in meinem Misch-Prozess und erlauben mir Dinge zu tun, die auf analogem Wege unmöglich sind. Ich entwickelte eine Art Philosophie oder eher Arbeits-Methodik, bei der ich das Beste der analogen und digitalen Welt miteinander vereinige. Dabei habe ich beide Welten für mich so organisiert, dass sie nahtlos miteinander verschmelzen und sich gegenseitig ergänzen.  

? Wie müssen wir uns das vorstellen?
!
Meine Aufnahmen mache ich mit einer analogen Bandmaschine, die mit 15 Inch pro Sekunde (ips) läuft. Höhere Geschwindigkeiten liefern mir nicht den charakteristischen Buckel im Bassbereich des Frequenzgangs, den ich bei 15 ips erhalte und so schätze. Sind die Aufnahmen gemacht, digitalisiere ich sie mit 24 Bit und 96 Kilohertz und transferiere sie in mein Pro Tools System. Dafür benutze ich die Konverter des kalifornischen Herstellers Burl. In Pro Tools realisiere ich anschließend die Overdubs und nehme das Editieren und Schneiden der Spuren vor. Danach spiele ich die bearbeiteten Spuren aus Pro Tools heraus in eine analoge Mischkonsole mit Fader-Automation. Den darüber erstellten Mix nehme ich anschließend auf einer Halb- oder Viertel-Zoll-Bandmaschine mit 15 ips auf, bei der zusätzlich ein Dolby-Rauschunterdrückungs-System zum Einsatz kommt. Den Mix transferiere ich abschließend wieder mit Hilfe des Burl-Wandlers zurück in Pro Tools. Beim Mischen selbst kommt eine Kombination aus analoger Hardware und Plug-ins zum Einsatz.  

? Welche musiktechnische Entwicklung des vergangenen Jahres und in Erweiterung dessen Ihrer gesamten Karriere war für Sie die innovativste?
!
Meine Ohren. Alles andere ist dämlich. Wenn das Gehör nicht trainiert oder funktionstüchtig ist, ist die Technik nebensächlich. Es gibt so viele nützliche Geräte und Software, aber nur Ihre Ohren können Ihnen verlässlich mitteilen, ob sie gut klingen oder nicht.  

! Herr Kramer, vielen Dank für das informative Gespräch.   

 

 

Erschienen in Ausgabe 01/2010

Preisklasse: Spitzenklasse
Preis: 666 €
Bewertung: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

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