Test Peluso P12 und Telefunken M 16 MkII

Test Großmembranmikrofone Peluso P12 und Telefunken M 16 MkII

John Peluso, der Gründer und Chef der amerikanischen Mikrofon-Manufaktur Peluso Microphon Lab ist den Stammlesern von Professional audio Magazin bereits bekannt. Peluso-Mikrofone – allesamt Remakes großer Vorbilder – testeten wir schon häufiger: Genannt seien die Bändchenmikrofone R 14 und TR 14 (Test in Ausgabe 2/2007 und 12/2007), bei denen sich Peluso beim Klangdesign am altehrwürdigen Vorbild RCA 44 orientiert und das Peluso 22 251, welches ein Remake des Telefunken Ela M251 darstellt (Test in Ausgabe 8/2007). Das 22 251 verdiente sich im damaligen Test einen sicheren Platz in der Spitzenklasse und hätte auch gut zum heutigen Test gepasst: Sein Vorbild, Das Telefunken Ela M251, übrigens eines der teuersten Vintage-Mikrofone überhaupt, basierte seinerseits ebenfalls auf dem AKG C 12.

Peluso P12 mit Zubehör

Telefunken/USA M 16 MkII mit Zubehör

Das AKG C 12, zählt zu den berühmtesten Großmembran-Mikrofone aller Zeiten und ist ein Meilensteinen in der langen Firmengeschichte des österreichischen Mikrofonherstellers. 1953 erblickte das C 12 das Licht der Pro-audio-Welt und blieb bis 1963 im AKG-Programm. Insgesamt rund 2.500 Exemplare des AKG C 12 wurden in diesen zehn Jahren produziert, die über die sehr bald weltweit wahren Kultstatus erlangten. So gilt das C 12 in den USA als der „Heilige Gral“ unter den Großmembranmikrofonen, dem Toningenieure eine fast dreidimensionale Abbildung von Gesangsstimmen nachsagen. Gut erhaltene Originale erreichen auf dem Gebrauchtmarkt horrende Preise: Amerikanische Sammler sind bereit bis zu 30.000 Dollar für ein C 12 aus den 1950er-Jahren zu zahlen. Sofern überhaupt welche zu finden sind, denn die Besitzer der Originale hüten ihre Schätzchen wie den Familienschmuck.

Nun ist nicht jeder in der Lage oder willens, so viel Geld für ein Mikrofon zu zahlen. Ganz davon abgesehen, dass für den Käufer häufig noch Zusatzkosten für die Restauration anfallen. Alternativ käme die Anschaffung des AKG C12 VR, die aktuelle Neuauflage des Klassikers, für etwa 4.400 Euro in Betracht, das Professional audio Magazin in einer der kommenden Ausgabe testen wird. Oder der Vintage-Fan entscheidet sich für eine der Repliken, die zu weitaus günstigeren Preisen angeboten werden. Zum Beispiel für einen der beiden Testkandidaten, das P12 von John Peluso oder das M 16 MkII von Telefunken/USA. Beide sind schon für unter 1.500 Euro zu haben und lehnen sich äußerlich und – nach Aussage beider Hersteller – klanglich an das große Vorbild an.

Erschienen in Ausgabe 04/2008

Preisklasse: Oberklasse
Preis: 1225 €
Bewertung: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

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