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Der neue Olympus DM-901 präsentiert sich als moderner und vielseitiger Stand-alone-Recorder für den Business-Alltag und kann sogar eine Symbiose mit iPhones oder Android-Geräten eingehen.

Von Sylvie Frei

Sprache lässt sich jetzt noch flexibler aufzeichnen – das verspricht zumindest der neue Stand-alone-Recorder DM-901 des japanischen Herstellers Olympus. Das neue Diktiergerät-Flaggschiff zeigt sich als multitalentiertes, modernes Business-Tool, das besonders für Journalisten, Protokollanten und Manager interessant sein könnte. Denn außer einem laut Hersteller klaren und rauscharmen Klangbild und fast zahllosen Recording-, Wiedergabe- und Bearbeitungs-Features verfügt der handliche DM-901 sogar über Wi-Fi-Kompetenz. Mit Hilfe dieser und der dazu gehörigen kostenlosen Smartphone-App soll das kabellose Übertragen von Aufnahmen auf ein iPhone oder Android-Gerät in Windeseile gelingen. So können beispielsweise wichtige Gesprächsinhalte, die während einer Konferenz aufgezeichnet wurden, unterwegs mit den Kollegen geteilt werden. Die App ermöglicht es außerdem, den DM-901 fernzusteuern und die aufgenommenen Dateien mit visuellen Indexmarkern in Form von Smartphone-Fotos zu versehen – eine pfiffige Idee, um beispielsweise Mitschnitte von Slideshow-Präsentationen nachträglich mit den zum Vortrag gehörigen Schaubildern zu strukturieren. Ein derartiges Feature-Paket schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, der mit rund 200 Euro für ein Diktiergerät recht üppig ausfällt.

Der DM-901 kann außer in den wenig speicherintensiven und daher schnell versendbaren MP3- und WMA-Formaten auch im PCM-Format (WAV) mit einer Samplerate von bis zu 48 Kilohertz bei 16 Bit Wortbreite aufzeichnen. So steht auch qualitativ höherwertigen Aufnahmen von musikalischen Skizzen oder Mitschnitten von Seiten des Aufnahmeformats nichts im Wege. Noch höher auflösende Formate überlässt das handliche Diktiergerät allerdings den speziell auf Musiker und Fieldrecordler zugeschnittenen Verwandten, beispielsweise dem Olympus LS-14 (Test in Ausgabe 6/2013) und dem Olympus LS-100 (Test in Ausgabe 1/2013).

Ansonsten ist der DM-901 ähnlich ausgestattet wie das in Ausgabe 6/2012 getestete Diktiergerät Olympus WS-813. Erste Gemeinsamkeiten finden sich bei den internen Y/X-Stereo-Mikrofonen – denn beide sind mit einer Zoom-Funktion ausgestattet, welche die Richtcharakteristik der Mikrofone in zehn Stufen der jeweiligen Aufnahmesituation entsprechend anpassen lässt. Die Zoom-Funktion konnte sich schon im Test des WS-813 als flexible Bereicherung bei der Aufnahme hervortun. Alternativ zum internen Stereo-Mikrofon des DM-901 ist es außerdem möglich, mit einem externen Kondensator-Mikrofon – etwa einem Mikrofon für DSLR-Kameras – zu arbeiten. Die dafür vorgesehene 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse kann sogar mit Plug-in-Power aufwarten.

Zum Abhören der Aufnahmen steht außer dem integrierten 280 Milliwatt-Lautsprecher ein 3,5 Millimeter-Kopfhöreranschluss samt im Lieferumfang enthaltenen Ohrstöpsel-Kopfhörer bereit. Letztere können auch für das Monitoring während der Aufnahme genutzt werden.

Eine Vielzahl von Aufnahme-, Wiedergabe- und Bearbeitungsfeatures bietet sich außerdem zum Vor- und Nachbereiten der Aufnahmen an (vergleiche Tabelle Seite 79). Dazu zählen auch einige bereits im Test des WS-813 gelobten Funktionen wie beispielsweise das Hochpassfilter, die Rauschunterdrückungsfunktion sowie ein spezieller Transkriptions-Abspielmodus, der automatisch Sprechpausen überspringen kann.

Außerdem soll sich die Bedienung des DM-901 Dank farbigem Display, intuitivem Bedienkonzept und sauber gegliedertem Menü besonders komfortabel gestalten. Ebenfalls erwähnenswert: Der DM-901 ist dank seiner Sprachführungs-Option barrierefrei – ein kleines aber für sehbehinderte Menschen sehr wertvolles Detail, an das nur wenige Hersteller denken.

Außer als Recorder kann der DM-901 übrigens auch als Musik- und Podcast-Player sowie als Terminkalender genutzt werden, sodass auch Mittel zum Zeitvertreib und zur Planung während einer Geschäftsreise bereitstehen. Außerdem zählt die Dateimanagement- und Audio-Player-Software Olympus Sonority zum Lieferumfang, die das einfache Austauschen von Dateien zwischen Recorder und Computer, das Abspielen sowie das rudimentäre Bearbeiten von Aufnahmen ermöglicht.

Olympus hat also viel gegeben, um dem neuem DM-901 zum Bersten mit attraktiven Features voll zu packen. Wie gut sich die einzelnen Funktionen tatsächlich in der Praxis schlagen, wollen wir im Test herausfinden.

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