Novation Peak – Das neue Schlachtschiff

Bislang war jeder Synth von Novation ein absoluter Volltreffer. Die Bass Station von 1993 beispielsweise genießt inzwischen längst Kult-Status, auch sein Nachfolger aus dem Jahre 2010 wurde in höchsten Tönen gelobt. Die Messlatte für die neueste Kreation, den 8-stimmigen Synthesizer Novation Peak, liegt dementsprechend hoch. Doch der Neuling wird, wie der Test zeigt, den Erwartungen mehr als gerecht.

Von Christian Stede

Der größte Unterschied des Peak im Vergleich zu seinen beliebten Vorgängern fällt sofort ins Auge und ist der fast völlige Verzicht auf Tasten. Zudem ist der Peak als achtstimmiges Instrument ausgelegt, während die Kultgeräte Bass Station 1 und 2 gänzlich monophon waren. Zwar wurde beim Peak auf eine komplett analoge Klangerzeugung zugunsten eines attraktiveren Preises (die UVP liegt bei knapp 1.400 Euro) verzichtet. Der Hersteller wirbt jedoch damit, dass die drei Oszillatoren aufgrund ihrer immens hohen Taktfrequenz den analogen Vorbildern klanglich absolut das Wasser reichen können. Das Filter wiederum basiert auf einer echt analogen Schaltung, lediglich die dreiteilige Effektsektion greift wieder auf digitale Algorithmen zurück.

Äußeres

Bereits beim Auspacken des Peak gewinnt man durch das relativ hohe Gewicht den Eindruck, dass es sich um ein Instrument mit einer qualitativ hochwertigen Verarbeitung handelt. Die Seitenteile aus echtem Holz runden dieses Bild ab. Die Drehregler sind schön massiv, der hohe Drehwiderstand begünstigt ein präzises Einstellen der Parameter. Zudem liegen die Regler stets genügend weit auseinander, was ein versehentliches Verstellen faktisch ausschließt.

Zum Anschluss des Peak an die Studioumgebung gibt es neben einem L/R-Output auch einen Kopfhörerausgang als 6,3mm-Klinke, Midi In/Out/Thru und zwei Anschlüsse für Sustain- oder Expressionpedale. Ein Bonus ist der 3,5mm-CV-Eingang, der als zusätzliche Modulationsquelle dienen kann. Um MIDI-Daten zum Computer zu senden, Clock-Daten zu empfangen oder Patches zu laden und zu exportieren ist auch ein USB-Anschluss mit an Bord. Kensington Lock soll den Peak vor Langfingern schützen.

Novation Peak

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