Do it yourself…

 Der Monitormix für praktizierende Musiker auf der Bühne und im Studio stellt immer eine diffizile Aufgabe dar. Hier helfen Personal Monitoring Systeme, bei denen jeder Musiker seinen eigenen Kleinmixer hat und seinen Kopfhörermix selbst gestalten kann. Wir haben vier Konzepte unter die Lupe genommen.

Von Igl Schönwitz

Der Vorteil solcher Systeme liegt auf der Hand: Jeder Musiker kann seinen Monitormix selbst erstellen. Gravierender Nachteil: Jeder Musiker muss seinen Monitormix selbst erstellen… Man sieht also, hier liegen Freud und Leid dicht beisammen. Einerseits kann diese Technik Musikern und Tontechnikern das Leben sehr vereinfachen, andererseits sind viele Musiker weniger Technik- geschweige denn Mix-erfahren, sodass sie mit der Erstellung einer wohlklingenden Kopfhörerabmischung überfordert sind. Es ist daher sinnvoll, dem Musiker fertig gemischte Gruppen – beispielsweise Drumsets, Keyboards oder Chöre – vorzubereiten und ihm nur noch seine Stimme oder sein Instrument und andere wichtige Elemente als Einzelkanäle anzubieten. Gleichzeitig sollten die Mixereinheiten intuitiv bedienbar sein, denn der Musiker soll sich auf seine künstlerische Performance konzentrieren, ohne von Technik abgelenkt zu werden.

Die Technik der Testkandidaten

Grundsätzlich arbeiten alle Testprobanden ähnlich: Eine Anzahl Kanäle (16 bis 64, je nach System) wird über ein proprietäres Ethernet-Protokoll an die einzelnen Personal Mixer geschickt, wo die Signale individuell gemischt werden können. Mehrere Personal Mixer lassen sich über Hubs oder via Daisy-Chain kaskadieren. Pionier dieser Technologie ist der Hersteller Aviom, der ein im Profilager als „Quasi-Standard“ weithin etabliertes und dementsprechend ausgereiftes System anbietet. Wir haben ein Grundsystem Grundsetup mit dem Personal Mixer A-16II und seinem großen Bruder A360 im Test.

Ein weiteres interessantes Gerät bietet der Hersteller Allen & Heath an, der mit dem ME-1 auf die Technologie der hauseigenen Digitalmischpulte aufsetzt. Ähnliches gilt für Behringer. Mit dem P16-M wird ein aus dem X32 Digitalpult (Test Ausgabe 7/2014) abgeleitetes, aber auch autark betreibbares System vorgestellt.

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