Test: Milab DC-196

Eins, zwei, drei, vier Eckstein …

Wer glaubt, Mikrofon-Kapseln müssen immer rund sein, ist auf dem Holzweg. Das DC-196 von Milab zeigt, dass es auch eckig geht und welche entscheidenden Vorteile das haben kann.

 

Von Michael Nötges


Der schwedische Ingenieur Rune Rosander legte 1941 mit der Gründung der Firma Pearl und der Entwicklung von piezoelektrischen Mikrofonen den Grundstein für seine ruhmreiche Karriere. Dreißig Jahre später will es der unermüdliche Macher mit einer zweiten Mikrofon-Manufaktur Milab (Microphone Laboratories) erneut wissen. Die Firma Pearl geht 1987 in den Besitz des langjährigen Mitarbeiters Bernt Malmquist und seiner Familie über. Auch heute ist die immer seltener zu rechtfertigende Bezeichnung Manufaktur mehr als angebracht, werden die edlen Schallwandler bei Milab doch nach wie vor zu weiten Teilen per Hand und vor allem im eigenen Land gefertigt. Markenzeichen der extravaganten Schweden ist die rechteckige Bauform der Großmembran-Mikrofonkapseln (siehe Kasten) wie sie bei den Modellen DM-1001, VIP-50, EMBLA, DC-96B und dem frisch überarbeiteten Testkandidaten DC-196 verwendet werden.

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